Abdichtungs- und Asphaltarbeiten Fahlenbergbrücke und Gosener Brücke

Ansicht Fahlenbergbrücke

Ansicht Gosener Brücke

Ausführungsphase
Die Fahlenbergbrücke überspannt als einfeldrige Brücke den Gosener Graben, die Gosener Brücke als zweifeldrige Konstruktion das Gewässer „Großer Strom“.

Beide Bauwerke wurden im Jahr 1970 als Fertigteil-Spannbetonbrücken unter Verwendung des sogenannten Hennigsdorfer Spannstahls errichtet, der als spannungsrisskorrosionsgefährdet gilt.

Sie bilden eine wichtige lokale Verkehrsverbindung zwischen den Ortsteilen Müggelheim und Gosen.

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Das Vorhaben

Die Abdichtung und der Asphaltbelag, die im Rahmen der Geh- und Radwegverbreiterung im Jahr 1993 eingebaut wurden, sind nach über 30 Jahren so stark abgenutzt, dass sie ihre Schutzfunktion nicht mehr erfüllen. Das Bauwerk ist somit nicht mehr zuverlässig gegen eindringendes – möglicherweise chloridbelastetes – Wasser geschützt. Dies kann zu erheblichen Schäden an tragenden Bauteilen führen.

Ziel der Maßnahme ist daher der vollständige Austausch der Abdichtung und des Asphaltbelags, um die langfristige Funktionstüchtigkeit der Brücke zu sichern.

Ansicht Fahlenbergbrücke, Blickrichtung Nord

Ansicht Gosener Brücke, Blickrichtung Nord

Der Bau

Voraussichtliche Bauzeit: Juli bis Oktober 2025

Das Bauvorhaben wird in drei Bauabschnitten (BA) durchgeführt. Die Arbeiten aller Bauabschnitte erfolgen zeitgleich an beiden Brückenbauwerken.

1. Bauabschnitt (BA 1):

Im ersten Bauabschnitt werden Abdichtung und Belag beider Fahrbahnen unter Vollsperrung erneuert. Die Arbeiten erfolgen während der Sommerferien und dauern voraussichtlich etwa sechs Wochen.

2. Bauabschnitt (BA 2):

Im zweiten Bauabschnitt erfolgen Abdichtungs- und Belagsarbeiten im Bereich der Notgehbahn. Diese werden unter einseitiger Teilsperrung mit Einsatz einer mobilen Lichtsignalanlage durchgeführt und dauern etwa drei Wochen im September.

3. Bauabschnitt (BA 3):

Im dritten Bauabschnitt werden Abdichtung und Belag im Bereich des Geh- und Radwegs ebenfalls unter Teilsperrung mit mobiler Lichtsignalanlage erneuert. Die Arbeiten sind für etwa drei Wochen im Oktober angesetzt.

Verkehrsführung

Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende bleibt die Brücke mit nur geringen Einschränkungen während aller Bauabschnitte weiterhin passierbar.

In dringenden Notfällen können Feuerwehr und Rettungsdienste die Brücke passieren; die Arbeiten werden dafür kurzfristig unterbrochen.

Dem Kfz-Verkehr wird empfohlen, die ausgeschilderte Umleitungsstrecke zu nutzen.

Umleitungsplan für Kfz-Verkehr

  • Umleitungsplan für Kfz-Verkehr

    PDF-Dokument (2.2 MB)

Zahlen und Daten

  • Bauzeit

    ca. 3 Monate

  • Brückenklasse

    60 nach DIN 1072 (beide)

  • Gesamtlänge

    10,25 m (Fahlenbergbrücke)
    20,50 m (Gosener Brücke)

  • Breite zwischen Geländern

    10,50 m (beide)

  • Brückenfläche

    107 m² (Fahlenbergbrücke)
    215 m² (Gosener Brücke)

  • Lichte Höhe

    5,20 m (Fahlenbergbrücke)
    3,05 m (Gosener Brücke)

  • Kreuzungswinkel

    96 gon (Fahlenbergbrücke)
    100 gon (Gosener Brücke)

  • Konstruktion

    Plattenbrücke aus Spannbetonfertigteilen (beide)

  • Hauptbaustoff des Überbaus

    Stahlbeton

Gesamtkosten

Gesamtkosten für das Land Berlin: ca. 460.000 €

Fragen und Antworten

Welche Fragen tauchen im Vorfeld vermehrt auf oder könnten für das Vorhaben für Bürgerinnen und Bürger relevant werden?

  • Beeinträchtigung ÖPNV / Verkehr

    Aufgrund der Vollsperrungen der Brücken wird der Linienverkehr der OL 369 im Zeitraum der Sommerferien vom 28. Juli bis zum 7. September 2025 eingestellt. Eine alternative Linienführung ist nicht möglich. Eine großräumige Umleitung zwischen Müggelheim Dorf und Gosen kann aufgrund begrenzter Ressourcen und wirtschaftlicher Unverhältnismäßigkeit nicht eingerichtet werden.

  • Ändern sich durch die Baumaßnahme Fahrpläne?

    Ab 08.09.2025 verkehrt die Linie OL 369 wieder planmäßig, mit Fahrzeitanpassung aufgrund der mobilen Lichtsignalanlage und der Teilsperrung der Brücke.

  • Mit welchen Einschränkungen ist zu rechnen?

    Die zwingend erforderlichen Instandsetzungsarbeiten sind nicht ohne Verkehrseinschränkungen durchführbar. Die Arbeiten im Rahmen der Maßnahme erfolgen zum Teil unter einer Vollsperrung und einer Teilsperrung der Brücke mit mobiler Lichtsignalanlage. Weitere Informationen hierzu finden sich in der Rubrik „Der Bau“ und „Verkehrsführung“.

  • Finden Bauarbeiten nachts statt?

    Aufgrund der bautechnologischen und arbeitsschutzrechtlichen Zwangspunkte sind keine nächtlichen Bauarbeiten vorgesehen.

  • Besteht aufgrund des verbauten spannungsrisskorrosionsgefährdeten Spannstahls eine Gefahr des plötzlichen Versagens?

    Nein, die Brücken bestehen aus mehreren nebeneinander liegenden Fertigteilen. Das gleichzeitige Versagen mehrerer Fertigteile ist extrem unwahrscheinlich. Bei einem Versagen eines Fertigteils würden benachbarte Fertigteilträger Lasten übernehmen. Ein Versagen würde sich ankündigen.

  • Warum wird so viel Geld für die Instandsetzung ausgegeben, wenn spannungsrisskorrosionsgefährdeter Spannstahl verbaut wurde und die Brücken eigentlich ersetzt werden müssen?

    Nicht alle spannungsrisskorrosionsgefährdeten Bauwerke können und müssen gleichzeitig ersetzt werden. Gerade Bauwerke mit geringem Gefährdungspotenzial und ansonsten gutem Bauwerkszustand müssen instandgehalten werden, um eine längere Nutzungsdauer zu erreichen.

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Tiefbau
Bereich Brücken / Ingenieurbau