Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Anzeige von Bohrungen


Geologische Bohrdaten jetzt online

Fachkenntnisse über die Beschaffenheit und den Aufbau des geologischen Untergrundes sind für eine Vielzahl von Fragestellungen eine wesentliche Grundlage. Im Rahmen der Planung und Durchführung von Bauvorhaben, geothermischen Nutzungen des Untergrundes oder der Erschließung von Grundwasser für die öffentliche oder private Wasserversorgung und dessen Schutz sind Informationen zur Geologie unabdingbar.


Bohrpunktkarte
Screenshot: Geodaten-Katalog

Um das Serviceangebot der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zu erweitern, wurden die Ergebnisse von mehr als 140 Jahren geologischer Erkundung im Internet, im Geoportal (FIS-Broker), veröffentlicht und sind damit unentgeltlich zu erhalten. Für über 150.000 Bohrungen der geologischen Landesdatenbank sind die Standorte farbig nach Tiefenklassen differenziert in einer Karte dargestellt.

Über die Sachdatenanzeige sind Informationen zu den Stammdaten z. B. Lage, Endteufe, Geländeoberkante verfügbar. Sofern die Bohrungen nicht Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen unterliegen, können die zugehörigen Schichtdaten mit Angaben zur Petrographie, Stratigraphie, Genese, Farbe etc. in einer Profilsäule abgerufen werden. Aktuell sind die Fachdaten von mehr als 140.000 Bohrungen frei zugänglich.

Schichtenverzeichnis
Schichtenverzeichnis

Für Bohrungen, deren Schichtdaten derzeit aus Datenschutzgründen nicht frei gegeben sind, können direkt aus der Anwendung per email Anfragen an die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bzw. die Berliner Wasserbetriebe gestellt werden. Die neuen Serviceleistungen sind gebührenfrei direkt im Geoportal (FIS-Broker) zu finden.

Die Arbeitsgruppe Geologie und Grundwassermanagement verwaltet die Bohrdaten im GeODin-Format in einer zentralen Datenbank. Die Standardisierung für die Beschreibung und Dokumentation der Bohrungsdaten basiert auf dem Symbolschlüssel Geologie (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, Hannover, 6. Auflage). Die logische Strukturierung der Daten ist im Aufschlusstyp SEP3 definiert, der sich auch zur Implementierung in die Datenerfassungs-Software verschiedener Hersteller eignet, die beim Datenaustausch kompatibel sein wollen.


Bohrung
Foto: Limberg

Anzeige von Bohrungen

Nach dem Lagerstättengesetz (§4) müssen Bohrungen spätestens zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten der zuständigen Arbeitsgruppe Geologie und Grundwassermanagement, II B 3 (zuvor VIII E 3), angezeigt werden. Die entsprechende Anzeige steht im Formularbereich zur Verfügung.

Die beim Bohrvorgang ermittelten Daten über die geologische Beschaffenheit des Untergrundes sind von besonderer Wichtigkeit. Die Landesgeologie Berlin wünscht daher nach Beendigung der Bohrarbeiten die vom Bohrunternehmer erstellten Schichtenverzeichnisse zu erhalten. Damit kann der Bohrdatenbestand ständig aktualisiert werden und kommt letztendlich allen Kunden zugute.

Bohrungen, die tiefer als 100 m sind, müssen nach dem Bundesberggesetz (§ 127) dem zuständigen Bergamt für Berlin in Cottbus angemeldet werden.

Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (§ 49) müssen Bohrungen einen Monat vor Beginn der Arbeiten der Wasserbehörde, II D 3, der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz angezeigt werden.

Gesetzliche Grundlagen