Workshop zum Berliner Entsiegelungsprogramm: Erste Arbeitsergebnisse vorgestellt

Pressemitteilung vom 18.03.2026

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt will die Entsiegelung und Wiederherstellung von Bodenfunktionen in Berlin voranbringen. Bis Ende 2026 soll dafür ein gesamtstädtisches Entsiegelungsprogramm entwickelt werden. Am heutigen Mittwoch ist in Berlin ein Workshop durchgeführt worden, auf dem sich über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über erste Arbeitsergebnisse aus den entsprechenden Projektarbeiten ausgetauscht haben.

Andreas Kraus, Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt, eröffnete die Veranstaltung. Dabei betonte er: „Vor dem Hintergrund urbaner Klimaanpassung, bei gleichzeitigem Wachstum der Stadt sowie zunehmendem Druck auf Fläche und Boden verfolgen wir das Ziel der Netto-Null-Versiegelung in Berlin. Wir wollen den Schutz der Böden verbessern, Entsiegelung stärken, die Altlastenbearbeitung forcieren und die Öffentlichkeit für das Thema Boden sensibilisieren. Denn nur mit einem nachhaltigen Schutz der Böden kann ein ressourcenschonendes und klimaangepasstes Wachstum der Stadt sowie die Sicherung der Lebensqualität für kommende Generationen gelingen.“

Der Workshop bot eine Plattform für fachübergreifenden Austausch und Diskussion. In der ersten Tageshälfte wurden Impulsvorträge zu verschiedenen Projekten gehalten, darunter ein Pilotprojekt zur KI-basierten Erfassung von Versiegelung, das „KlimaAnpassungsTool“ aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die Entsiegelungsstrategie Mitte sowie ein Projektbericht zur Entsiegelung eines Berliner Gewerbestandortes. Diese Vorträge boten zusätzliche Perspektiven und Anregungen für die weitere Arbeit.

In der zweiten Tageshälfte standen fünf World-Café-Stationen im Mittelpunkt, an denen die zukünftige Erfassung von Entsiegelungspotenzialen, die Beteiligung der Stadtgesellschaft, Entsiegelungsziele, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie die Umsetzung von Entsiegelungspotenzialen thematisiert wurden. Die Ergebnisse aus dem Workshop sollen in den weiteren Entwicklungsprozess des Berliner Entsiegelungsprogramms einfließen.