Wie können sich Großstädte fit für die Herausforderungen des Klimawandels machen? Mit welchen Schritten können Metropolen naturnaher werden und mehr Biodiversität erreichen? Antworten auf diese Fragen sucht und findet seit 2024 der „Berlin Urban Nature Pact“ – ein internationales Bündnis, ins Leben gerufen vom Berliner Senat. 13 Städte aus aller Welt sind diesem Pakt schon beigetreten. Gemeinsam verpflichten sie sich, konkrete und überprüfbare Maßnahmen zum Erhalt der städtischen Biodiversität umzusetzen – aufbauend auf den Zielen des Global Biodiversity Framework.
Vom 8. bis 10. Oktober 2025 lädt Berlin zum Auftakttreffen des „Berlin Urban Nature Pact“ ein. Erstmals versammeln sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus 15 Städten weltweit wie Austin, Utrecht, Campinas, Nansana und Wien in Berlin, um innovative Lösungen für lebenswerte Städte zu diskutieren und voneinander zu lernen.
Eröffnet wird die dreitägige Veranstaltung am 8. Oktober um 9:30 Uhr im Publix (Hermannstraße 90, 12051 Berlin) mit einer Rede von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Anschließend gibt es eine Panel-Diskussion von politischen Vertreterinnen und Vertretern, an der auch der Berliner Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt, Andreas Kraus, teilnehmen wird.
Ab 17 Uhr empfängt dann der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, die internationalen Partner im Säulensaal des Roten Rathauses. Dabei werden in einer feierlichen Zeremonie weitere Städte dem Pakt beitreten.
Der Regierender Bürgermeister betont: „Metropolen spielen weltweit eine Schlüsselrolle beim Schutz des Klimas, der Artenvielfalt und der Natur. Berlin will gemeinsam mit Partnern auf allen Kontinenten konkrete Vorschläge für eine lebenswerte und resiliente Zukunft entwickeln. Unser Ziel ist es, die Biodiversität zu schützen und zu erhalten – auch in unseren Städten.“
Senatorin Ute Bonde unterstreicht: „Bei diesem Treffen geht um mehr als nur Pläne. Es geht um Mut und Führungsstärke. Zukünftige Generationen werden sich nicht an die heutigen Reden erinnern, aber sie werden die grünen Korridore spüren, die wir bauen, die Bestäuber, die wir retten, den kühlenden Schatten der Bäume an heißen Tagen, die offenen Felder und Feuchtgebiete, die wir schützen. Das ist unser wahres Vermächtnis.“
Staatssekretär Andreas Kraus ergänzt: „Berlin bringt wertvolle Expertise in Bereichen wie Vogelschutz, Schwammstadt-Konzepte und naturverträgliche Stadtplanung ein. Gleichzeitig lassen wir uns von den wegweisenden Praxisbeispielen anderer Städte inspirieren. Dieses Treffen markiert den Startpunkt einer engagierten Lern- und Handlungsgemeinschaft.“
Während des dreitägigen Treffens in Berlin stellen die teilnehmenden Städte ihre Projekte vor, darunter Initiativen zur naturnahen Stadtgestaltung, Programme zur Umweltbildung sowie Maßnahmen zur naturbasierten Klimaanpassung. Zum Abschluss lädt ein Exkursionstag dazu ein, Berliner Beispiele zu erleben, die zeigen, wie Artenvielfalt und Klimaresilienz im städtischen Alltag sichtbar werden.
Auch Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die den Pakt von Beginn an unterstützen, begleiten das Treffen und bestätigen den internationalen Stellenwert des Berliner Modells für urbane Natur.
Der Berlin Urban Nature Pact ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die ihn auch finanziert. Er zielt darauf ab, durch lokale Maßnahmen die Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Frameworks sowie des Plan of Action on Subnational Governments, Cities and Other Local Authorities for Biodiversity (PDF, 220 kB) zu unterstützen. Anders als viele andere Initiativen basiert der Pakt auf klar definierten, praxisnahen Zielen, die speziell auf den urbanen Kontext zugeschnitten sind. Seit der offiziellen Vorstellung auf der UN-Biodiversitätskonferenz im Jahr 2024 sind immer mehr Städte dem Pakt beigetreten.
Bei Interesse an einer Teilnahme an der Eröffnungsveranstaltung am 8. Oktober bitten wir Medienvertreter um Anmeldung bis zum 07. Oktober unter pressestelle@senmvku.berlin.de.