Der Götterbaum (Ailanthus altissima) ist eine schnellwüchsige, sehr robuste und konkurrenzstarke Baumart aus China. Er wurde im 18. Jahrhundert als Zierbaum und für die Seidenraupenzucht nach Europa gebracht.
Er hat mehrere Eigenschaften, die eine starke Ausbreitung begünstigen. So ist er widerstandsfähig gegenüber Hitze, Trockenheit und Schadstoffen und wächst sehr schnell (insbesondere im Jugendstadion zwischen ein bis drei Meter pro Jahr). Außerdem zeichnet sich der Götterbaum durch eine hohe Vermehrungsfähigkeit aus: Zum einen vermehrt er sich über Samen, die in großer Zahl von weiblichen Bäumen ausgebildet und durch Wind meist bis zu 200 m sowie durch fließendes Wasser auch über deutlich weitere Entfernungen verbreitet werden können. Zum anderen vermehrt sich der Götterbaum über Wurzelsprosse (auch Wurzelbrut). Hierbei entstehen aus Wurzeln zahlreiche neue Triebe, die sich über zehn Meter weit ausbreiten können. Mechanische Beschädigung des Stammes regt eine besonders starke Bildung solcher Wurzelsprosse an und nach Fällung eines Stammes bilden sich in der Regel neue Triebe direkt aus dem verbleibenden Stumpf (Stockausschlag). Aufgrund dieser Eigenschaften ist es schwer, den Götterbaum dauerhaft zu bekämpfen. Er ist in Europa als invasive Art eingestuft worden. Das heißt, er kann andere, insbesondere heimische Arten verdrängen und Ökosysteme nachhaltig verändern. Der Götterbaum ist zudem anspruchslos an Boden und Standort und profitiert darüber hinaus von der klimatischen Entwicklung, besonders von den höheren Temperaturen in Ballungsgebieten. Aus diesen Gründen breitet er sich auf Brachflächen sowie entlang von Bahn- und Straßenrändern immer weiter aus.