Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Zu erwartender höchster Grundwasserstand (zeHGW)


Die Höhe der Grundwasseroberfläche bzw. der Grundwasserdruckfläche ist für verschiedene wasserwirtschaftliche, ökologische und bautechnische Fragestellungen von Bedeutung. Insbesondere gilt das für ihren Maximalwert, den höchsten Wert, den der Grundwasserstand erreichen kann, der vor allem für die Bemessung von Bauwerken benötigt wird. Als Planungsgrundlage für die Auslegung einer Abdichtung des Bauwerks gegen „drückendes“ Wasser oder für die Bemessung der Gründung ist dieser Wert unabdingbar.

Meist wird dieser Maximalwert anhand langjähriger Grundwasserstandsbeobachtungen ermittelt. Zurzeit werden im Berliner Stadtgebiet an rund 2000 Grundwassermessstellen Grundwasserstände gemessen und in Form von Grundwasserstandsganglinien dargestellt. Der Maximalwert einer solchen Ganglinie wird als höchster Grundwasserstand, abgekürzt HGW, bezeichnet. Der HGW ist damit also ein in der Vergangenheit gemessener Wert.

Um die Qualität des HGW-Wertes weiter zu erhöhen und sie für den Nutzer leichter verfügbar zu machen, ist eine Karte entwickelt worden, die den „zu erwartenden höchsten Grundwasserstand“, abgekürzt „zeHGW“, direkt angibt. Dieser ist folgendermaßen definiert:

Der zu erwartende höchste Grundwasserstand (zeHGW) ist derjenige, der sich witterungsbedingt maximal einstellen kann. Er kann nach extremen Feuchtperioden auftreten, sofern der Grundwasserstand in der Umgebung durch künstliche Eingriffe weder abgesenkt noch aufgehöht wird.

Die zeHGW-Karte für das Berliner Urstromtal und das Panketal umfasst gut die Hälfte der Fläche des Landes Berlin. Der zu erwartende höchste Grundwasserstand ist durch Linien gleicher Höhe in Metern über NHN dargestellt. Der Höhenabstand der Grundwassergleichen beträgt 0,1 m.

Näheres zur Entwicklung der zeHGW-Karte für das Berliner Urstromtal finden Sie nachstehend:

Kartenwerke