Umwelt  

 

Grundwasserbenutzung

Erdaufschlüsse


Nach § 37 BWG sind alle diejenigen Arbeiten jeweils vorher bei der Wasserbehörde anzuzeigen, bei denen so tief in den Boden eingegriffen wird, dass unmittelbar oder mittelbar auf die Grundwasserbewegung oder die Grundwasserbeschaffenheit eingewirkt werden kann. Die unbeabsichtigte Erschließung von Grundwasser ist unverzüglich nach Bekanntwerden anzuzeigen.
Das bedeutet, dass nicht nur ein direktes Freilegen der Grundwasseroberfläche, sondern auch alle Bohrarbeiten im Grundwasser für Aufschlussbohrungen, den Bau von Brunnen und Messstellen sowie den Bau von Erdsondenanlagen bei der Wasserbehörde (Referat II D der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz) vor Ausführung angezeigt werden müssen. Davon ausgenommen sind nur Bohrungen, die mit einer Tiefe von mehr als 100 m abgeteuft werden sollen, da für die Ausführung jeweils eine bergamtliche Zulassung erforderlich ist.

Darüber hinaus müssen gemäß Lagerstättengesetz alle Bohrungen bei der Landesgeologie (Referat II B -zuvor VIII E- bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz) vorher angemeldet, nach Abschluss der Bohrarbeiten eingemessen und auf einer topographischen Karte dargestellt werden. Die Bohrergebnisse sind in jedem Fall in Form von Schichtenverzeichnissen nach DIN 4022/1 aufzunehmen, nach DIN 4023 zeichnerisch darzustellen und der Landesgeologie zusammen mit den Lageplänen unaufgefordert einzureichen.

Bei einer geplanten Grundwassererschließung in einem Wasserschutzgebiet muss vorher auf der Grundlage der entsprechenden Wasserschutzgebietsverordnung geprüft werden, ob die Maßnahme verboten ist und demnach untersagt werden muss oder ob ggf. eine Befreiung vom Verbot möglich ist.