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Mauergedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße


Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße

Das "Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer: Dokumentation, Information und Gedenken" vom Juni 2006 sieht neben einer Reihe von anderen Maßnahmen und Projekten eine Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer vor. An der Bernauer Straße, zwischen den ehemaligen Bezirken Mitte (Ost) und Wedding (West), ist seit 1995 ein mehrteiliges Gedenkensemble zur Erinnerung an die Opfer an der Berliner Mauer entstanden.

Zur Erweiterung der Gedenkstätte Berliner Mauer entlang der Bernauer Straße wurde im Jahr 2007 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb ausgelobt, den die Arbeitsgemeinschaft sinai, ON architektur und Mola Winkelmüller Architekten für sich entscheiden konnten. Die Gedenkstätte erstreckt sich vom Nordbahnhof im Südwesten entlang der Bernauer Straße bis zur Ecke Schwedter Straße im Nordosten. Das Konzept sieht eine einheitliche und zurückhaltende Gestaltung unter Berücksichtigung und Einbindung der vorhandenen Gedenkorte (Gedenkstätte Berliner Mauer als zentraler Gedenkort des Bundes und des Landes Berlin, Dokumentationszentrum, Kappelle der Versöhnung) vor.

Der Entwurf verbindet einen Informationspavillion zur Erweiterung und zur Bewältigung der steigenden Besucherzahlen des am 9.November 1999 eingeweihten Dokumentationszentrums mit dem Kernbereich der Gedenkstätte zwischen S-Bahnhof Nordbahnhof und Brunnenstraße. Die erweiterte Gedenkstätte zieht sich bis zur Schwedter Straße.

Als Leitmaterial der Gestaltung wird verwitterungsbeständiger Corten-Stahl verwendet, der der durch seine rostige Patina an der Oberfläche auffällt. Die Elemente aus Corten-Stahl, wie beispielsweise die Gedenktafel der Opfer an der Berliner Mauer oder die Fassadenverkleidung des Informationspavillions, passen sich in die vorhandene Gestaltung der zentralen Gedenkstätte an.

Aufstrebende, stabförmige Stahlarmierungen und in den Boden eingelassene Stahlbänder zeichnen den Verlauf der Mauer entlang der Bernauer Straße nach, besitzen aber auf Grund ihrer Durchlässigkeit keine Barrierewirkung wie einst die Berliner Mauer.

Die mit diesen Elementen gestaltete Open-Air-Ausstellung überzeichnet die Spuren nicht, sondern lässt beispielsweise Vorfeldansicht, Lampentrasse, Pfostenbegrenzungen, den teilweise verschwenkten Kolonnenweg, die Gebietsmarkierung, die Hinterlandmauer, sowie die Grenzmauer selbst, deutlich als Grenzwall erkennbar und ablesbar werden. Es ist eine würdevolle und dem Ort angepasste Gestaltung, die den Originalzustand veranschaulicht.

Mit der Realisierung des Entwurfes entsteht eine große, frei zugängliche öffentliche Freifläche entlang der Bernauer Straße, die in Gedenken den Opfern an der Berliner Mauer gewidmet ist. Der Besucher erhält einen beeindruckenden, wenngleich auch einen bedrückenden Einblick in einen Teil der deutschen und Berliner Geschichte.

Mauergedenkstätte Bernauer Straße
Größe 4,6 ha
Freizeitangebote -
Sonderanlage Gedenkstättenensemble mit erhaltenem Mauerstreifen
Rechtsstatus Sonderfläche, im Eigentum der Stiftung öffentlichen Rechts: Stiftung "Gedenkstätte Bernauer Straße"
Entstehungszeit 2008 - 2011
Landschaftsarchitekt Büro sinai
Verkehrsverbindungen siehe Stadtplan
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Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße
Gedenkstätte
Berliner Mauer

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Gedenkstätte
Berliner Mauer

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Berliner Mauer

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Gedenkstätte
Berliner Mauer

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