5. Sitzung: Gebäude, 24.05.2022

Milieuschutz, Flächenkonkurrenz, energetische Sanierung: Letzte Woche gab es viel zu bereden, denn der Gebäudesektor steht aufgrund seines hohen CO2-Ausstoßes vor großen Herausforderungen. Wer wird dabei die Kosten tragen? Und wie verteilen wir den Wohnraum in Zukunft? Darüber und vieles mehr rund um den Gebäudesektor diskutierten die 100 Mitglieder des Klimabürger:innenrates am Dienstag in der Sitzung zum Thema ‚Gebäude‘. Unterstützt wurden sie dabei von Themenpate Eike Roswag-Klinge. Der Professor am Natural Building Lab der TU Berlin forscht unter Anderem zu klimaangepassten Neubauten.

Eike Roswag-Klinge: Die Klimaziele im Gebäudesektor

Thumbnail Vortrag

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Formate: video/youtube

Prof. Dipl.-Ing. Eike Roswag-Klinge ist Professor für Constructive Design und Climate Adaptive Architecture am Natural Building Lab der TU Berlin. Der gelernte Tischler ist außerdem Mitinitiator von ZRS Architekten Ingenieuren. Mit seinen Teams erforscht, plant und realisiert er in verschiedenen Teilen der Welt klimaangepasste Naturbauten, die weitestgehend auf Technik verzichten können. Der Schwerpunkt seiner aktuellen Forschung liegt in der Entwicklung von LowTech-Gebäuden aus klimasteuernden Baustoffen wie Lehm und Holz, sowie auf dem kreislaufgerechten Bauen. Als Mitbegründer des Netzwerkes DieNachwachsendeStadt untersucht er die ressourcen-positive Entwicklung und Verdichtung urbaner Räume zum Beispiel in Berlin.

Nach dem inhaltlichen Vortrag des Themenpaten teilten sich die Mitglieder des Rates in zwei Gruppen und hörten jeweils eine kurze Geschichte aus der Perspektive eines Mieters sowie einer Vermieterin.

In der anschließenden Diskussion wurden die Mitglieder jeweils so auf Kleingruppen verteilt, dass in jeder Gruppe sowohl Menschen diskutierten, die eine Geschichte aus Mieter-Perspektive gehört hatten als auch diejenigen, die sich mit den Herausforderungen der Vermieterin beschäftigt hatten.

Leitfragen der Diskussion waren dann:
  • Wie kann die finanzielle Last gerecht zwischen Vermieter:innen und Mieter:innen aufgeteilt werden?
  • Mit welchen Maßnahmen können sowohl Mieter:innen vor finanzieller Überforderung geschützt werden und gleichzeitig Anreize zur Sanierung für Vermieter:innen bestehen bleiben?
  • Sollte die Begrünung privater Dächer gefördert werden?
  • Sollte der Milieuschutz in seiner bisherigen Form verändert werden? Wie können soziale Härten weiterhin vermieden werden?

Alltagsgeschichte: Mieterperspektive

Thumbnail zum Thema Mieter

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Formate: video/youtube

Frederick wohnt mit einem jungen Pärchen, die ein Kind erwarten, in einem Altbau aus der vorletzten Jahrhundertwende. Die hohen Decken und Fenster findet Frederick zwar sehr schön, aber schaut man etwas genauer hin ist das Haus vor allem eins: sanierungsbedürftig. Mehr zu den Herausforderungen für Mieter:innen in der Zukunft gibt es im Video.

Alltagsgeschichte: Vermieterperspektive

Thumbnail Vermieter

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Formate: video/youtube

Giesela wohnt mit ihren zwei Hunden in einem kleinen Haus am Rande Berlins. Mindestens einmal im Monat macht sie sich von dort auf den Weg nach Hohenschönhausen. Denn dort besitzt sie ein Mehrparteienhaus, in dem viele junge Familien, eine Studierenden-WG und ein altes Rentnerehepaar leben. Ihre wöchentlichen Ausflüge nutzt sie, um den Grünstreifen zu pflegen, Schäden am Haus zu dokumentieren und allgemein nach dem Rechten zu schauen. Sie freut sich dabei auch immer über einen netten Plausch mit den Bewohner:innen. Welche Schwierigkeiten hat sie auf dem Weg zum klimaneutralen Wohnen?