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Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld / Berlin Brandenburg (BER)


Flughafen Schönefeld; © Archimation für BER
Terminal von der Landseite
© gmp Architekten, JSK International, Visualisierung: Archimation für BER

Der Flughafen Berlin-Schönefeld im Süden Berlins wird derzeit zum neuen Airport Berlin Brandenburg (BER) ausgebaut.

Konsensbeschluss und Planfeststellung

Die Entscheidung, Berlin-Schönefeld zum einzigen Hauptstadtflughafen BER auszubauen, hatten im Mai 1996 die Bundesregierung, der Berliner Senat und die Landesregierung Brandenburg in Form eines Konsensbeschlusses getroffen. Gleichzeitig wurde festgelegt, die beiden innerstädtischen Flughäfen, Tegel und Tempelhof, nicht weiter zu betreiben – Tempelhof ab dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss, Tegel bald nach der Inbetriebnahme des BER.

Die Trägerin des Ausbauvorhabens, die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, stellte Ende 1999 einen Planfeststellungsantrag für den neuen Flughafen bei der zuständigen Genehmigungsbehörde des Landes Brandenburg. In einem aufwändigen Verwaltungsverfahren wurde geprüft, inwieweit die Interessen Dritter von dem Vorhaben betroffen sind. Nach einem umfangreichen Anhörungsverfahren liegt seit 2004 ein Planfeststellungsbeschluss vor.

Dimensionen

Beim Bau des BER handelt es sich um eines der größten Verkehrsinfrastrukturprojekte Deutschlands. Die beiden parallel angelegten Start- und Landebahnen sind 4.000 und 3.600 Meter lang. Der Flughafen Schönefeld wird im Zuge des Ausbaus zum BER um eine Fläche von 970 Hektar erweitert. Insgesamt wird der neue Airport 1.470 Hektar oder rund 2.000 Fußballfelder groß sein. Die geografischen Dimensionen machten Umsiedlungen notwendig. Die Gemeinde Diepensee und Teile der Gemeinde Selchow sind im Einvernehmen mit den betroffenen Einwohnerinnen und Einwohnern umgesiedelt worden. Das Midfield-Terminal wird sechs Geschossebenen haben und über 16 Fluggastbrücken verfügen.

Zeitplan

Nach dem aktuellen Planungsstand sollen die Abnahme und die Inbetriebnahme im Jahr 2020 erfolgen. Da Tegel und Schönefeld zusammen derzeit bis zu 33 Millionen Passagiere jährlich abfertigen, wäre die ursprünglich vorgesehene Kapazität von 22 bis 25 Millionen Passagieren in BER unzureichend. Deshalb arbeitet die FBB an einem Konzept zur Kapazitätserweiterung, um mit Eröffnung des BER und darüber hinaus die zur Bedarfsdeckung erforderliche zusätzliche Infrastruktur zu schaffen.

Anbindung

Von der Berliner Innenstadt aus soll der BER mit verschiedenen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Eine eigene Autobahnanbindung an der A 113 und ein Ausbau der Bundesstraße 96a in Richtung Potsdam garantieren die Erreichbarkeit mit dem Pkw. Ein Flughafen Express soll nach dem Ausbau der Dresdner Bahn BER in 20 Minuten mit dem Hauptbahnhof Berlin verbinden. Eine S-Bahn-Anbindung und Flughafenbusse ergänzen das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs. Auch an den internationalen Zugverkehr, etwa nach Polen und Tschechien, wird der Flughafen mit einem ICE-fähigen Bahnhof angeschlossen.