Verkehr  
 

Radrouten und Radverkehrsanlagen – Teltow-Route RR12

Routenbeschreibung


Durch die südliche Innenstadt zu den Höhen des Teltow


Ausgangspunkt der 16,5 km langen Teltow-Route ist der Schloßplatz, auf dem das Humboldt-Forum entsteht, eine Replik des alten Stadtschlosses.

Vom Schloßplatz bis zum Rathaus Schöneberg verläuft die Teltow-Route parallel zur Wannsee-Route. Beide Routen verlassen den Schloßplatz über die Schleusenbrücke. Hinter der Brücke geht es an zwei bedeutenden Bauwerken des Schinkelschen Berlins vorbei: an der Friedrichswerderschen Kirche sowie an der Bauakademie, die wieder aufgebaut werden soll und zzt. als Attrappe zu bewundern ist. Nach dem Gendarmenmarkt queren wir die Leipziger Straße und passieren östlich des einstigen Grenzübergangs der Alliierten Checkpoint Charlie den ehemaligen Mauerstreifen und den Mauerweg.

Weiter geht es durch die südliche Friedrichstadt vorbei an dem Neubau des Jüdischen Museums.

In der Sichtachse der Großbeerenstraße kreuzen wir Landwehrkanal und Hochbahn und fahren durch ein typisches Gründerzeitviertel auf den Kreuzberg zu. Hier treffen die Wannsee- und Teltow-Route auf die Südspange, welche Dahlem mit Biesdorf verbindet.

An der Monumentenbrücke überschreiten wir die Grenze nach Schöneberg. Nördlich der Brücke zeichnet sich die Silhouette des neuen Berlins, der Potsdamer Platz und Alexanderplatz, gegen den Himmel ab.

Wir rollen über die Langenscheidtbrücke, biegen in die ruhige Erdmannstraße ein, queren die Hauptstraße und radeln durch die Belziger Straße zum Schöneberger Rathaus.

Hinter dem Rathaus auf Höhe des Rudolph-Wilde-Parks trennt sich die Teltow-Route von Wannsee-Route und Südspange. Das nächste Ziel der Route nach Teltow heißt Innsbrucker Platz. Unter der Stadtautobahn, S- und Fernbahn hindurch geht es an der Wohnanlage Ceciliengärten vorbei – der S-Bahnhof Friedenau bleibt links liegen – durch die Rubensstraße ins Malerviertel im südlichen Friedenau.

Südlich der nächsten Unterführung begleitet unsere Route die Trasse der S-Bahn und Stadtautobahn, teilweise auch auf Wegstrecken, die für den Kfz-Verkehr gesperrt sind. Auf Höhe der Feuerbachbrücke, nach einem Künstler benannt, verlassen wir das Viertel der Künstlernamen und biegen in die ruhige Lauenburger Straße ein, radeln am Steglitzer Stadtpark entlang, bis wir auf den Teltowkanal.

An der Prinzregent-Ludwig-Brücke, dem stillgelegten Kraftwerk Steglitz gegenüber – eine Verkehrsinsel ermöglicht das stressfreie Queren der Straße – beginnt auf ehemaligen Treidelwegen, auf denen zu Kaisers Zeiten elektrische Treidelloks Lastschiffe durch den Kanal zogen, eine der schönsten Uferpromenaden des Bezirks. Die Uferwege sind stark frequentiert und sind bis Teltow durchgehend befahrbar und teilweise neu ausgebaut. Hier wird gejoggt, geskatet und spazieren gegangen.

Über das grüne Blätterdach der Promenade ragt das Klinikum Benjamin-Franklin in den blauen Himmel. Vorbei am Angerdorf Lichterfelde mit seiner Dorfkirche, dem Carstenn-Schlösschen und Schlosspark, am beliebten Sommerbad "Spuki" vorbei führt uns der Uferweg unter Brücken hindurch bis zum Hafen Lichterfelde. Am Gegenufer überragen drei 158 m hohe Kamine die weißen Kühltürme des Heizkraftwerks Lichterfelde. Das Motorschiff Fargo aus Wroclaw tuckert auf der an Industrieanlagen und Häfen reichen Wasserstraße in Richtung Kraftwerk.

Auf der Eugen-Kleine-Brücke wechselt die Route zum Ostufer des Teltowkanals und erreicht – schattige Grünanlagen mit abenteuerlichen Klettergerüsten durchquerend – an der Paul-Gerhardt-Straße die Landesgrenze nach Brandenburg. Hier endet die Teltow-Route und trifft auf den Berliner Mauerweg. Der Mauerweg nach Westen folgt der neu ausgebauten Uferpromenade durch die landschaftlich besonders reizvollen Kanalauen bis zur Knesebeckbrücke.

Hier können sich Rad Fahrende entscheiden:
  • Entweder es wird die schmale Knesebeckbrücke gequert und die Radtour auf dem Mauerweg entlang des Kanals fortgesetzt. Diese Strecke geht weiter in Richtung attraktiver Ausflugsziele wie Bäkemühle, Machnower Schleuse und Stahnsdorfer Friedhof.
  • Oder wir fahren in die Altstadt von Teltow. Nach einem interessanten Ausflug, geht es vom Endbahnhof der S 25 – vielleicht mit einem Korb Teltower Rübchen auf dem Gepäckträger – in die Innenstadt zurück.
 


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