Verkehr  
 

Radrouten – Spandau-Route RR3

Etappe von Tiergarten nach Charlottenburg




6. Potsdamer Platz

Vor dem 2. Weltkrieg einer der verkehrsreichsten Plätze Europas, wurde das kriegszerstörte Areal während der Trennung Berlins zum Niemandsland. Heute ist die beeindruckende Silhouette des neu erstandenen Potsdamer Platzes mit seinen Hochhäusern Symbol des neuen Berlins.
 

7. Kulturforum

Das Kulturforum ist ein Produkt des funktionalistischen Städtebaus. Es wurde während der Teilung der Stadt als Pendant zur alten kulturellen Mitte Berlins von Hans Scharoun am Rande des Tiergartens als Stadtlandschaft mit Kulturgroßbauten konzipiert. Bedeutende im organischen Stil von Scharoun 1960–76 erbaute Bauwerke sind die Staatsbibliothek (7a) und die Philharmonie (7b) sowie als Kontrastprogramm der rationale Bau der Neuen Nationalgalerie (7c) von Mies van der Rohe, entstanden 1965–68.
 

8. Hauptbahnhof

Wo sich vor der Wende ein untergeordneter Bahnhof der Stadtbahn befand, überdecken heute weiträumige Glashallen und mehrgeschossige Bügelbauten die Eisenbahnviadukte. Sie verknüpfen die Ost-West-Trasse der Stadtbahn mit dem Nord-Süd-Tunnel des neuen Berliner Eisenbahnnetzes. Der Entwurf des neuen Hauptbahnhofs wurde vom Architekturbüro von Gerkan, Marg & Partner erarbeitet.
 

9. Band des Bundes

Das neue Regierungsviertel symbolisiert das Zusammenwachsen der ehemals getrennten Stadthälften. Das 1992 von Axel Schultes und Charlotte Frank konzipierte Band des Bundes reiht die wichtigsten Regierungsbauten – die Spree und die ehemaligen Grenzanlagen von West nach Ost überspannend – wie eine Perlenkette auf. Beginnend mit dem Haus der Kulturen der Welt (9a) setzt sich das Band fort mit dem Bundeskanzleramt (9b), entworfen von Schultes und Frank, dem Reichstag (9c) gebaut 1884–94 von Paul Wallot, umgebaut 1994–99 von Norman Forster, bis zu den Bürogebäuden der Abgeordneten (9d), realisiert von Stephan Braunfels 2002.
 

10. Großer Tiergarten

Der große Tiergarten (10a), Jagdgebiet der Brandenburger Kurfürsten, wurde unter Friedrich Wilhelm III. nach Plänen Peter Joseph Lennés 1833–40 in einen Landschaftspark umgewandelt. Die den 210 ha großen Park durchziehende Ost-West-Achse wurde nach dem Arbeiteraufstand 1953 in Straße des 17. Juni umbenannt. Vom Potsdamer Platz kommend, durchschneidet die Bellevueallee diagonal den Landschaftspark. An ihrem Ende liegt das Schloss Bellevue (10b), errichtet 1785–86 von Philipp Daniel Boumann d.J., heute Sitz des Bundespräsidenten. Das Hansaviertel (10c) war Ausstellungsgelände der Bauausstellung von 1957. Sehenswert ist auch die Akademie der Künste (10d), im gleichen Jahr erbaut von Werner Düttmann.
 

11. Zoologischer Garten

Im ältesten Zoo Deutschlands leben heute auf 35 ha fast 15.000 Tiere. Der Zoologische Garten befi ndet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur City West.
 

12. Technische Universität/Universität der Künste

Die 1879 gegründete Technische Universität ist eine der ältesten technischen Hochschulen Deutschlands. Heute besuchen 30.000 Studentinnen und Studenten die Universität (12a), die mit der benachbarten Universität der Künste (12b), gegründet 1869, wie die Humboldt-Universität Unter den Linden ein wichtiges Ziel des Radverkehrs ist.
 

13. Bahnhof Zoologischer Garten

Der Bahnhof war West-Berlins wichtigster Fernbahnhof während der Teilung der Stadt.
 

14. Bühnen um die Bismarckstraße

Während das Schillertheater (14a) nach der Wende trotz heftiger Proteste dem Rotstift zum Opfer fiel, genießt die Deutsche Oper (43b) weiterhin als staatliche Bühne ein hohes künstlerisches Renommee. Das Theater des Westens (14c), klassisches Musicaltheater der Westcity, residiert in einem gründerzeitlichen Gebäude an der Kantstraße. Eine der bedeutendsten Art-Déco-Bühnen Europas ist das Renaissancetheater (14d).
 


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