Verkehr  
 

Radrouten und Radverkehrsanlagen – Berliner Mauerweg 1

Routenbeschreibung


Der Berliner Mauerweg innerhalb des Stadtgebietes


Wer den ca. 50 km langen Verlauf der ehemaligen Grenzanlage innerhalb des Stadtgebiets vom Dorf Lübars bis zur Umlandgrenze in der Nähe des Flughafens Berlin-Schönefeld kennen lernen möchte, sollte am S-Bahnhof Hermsdorf starten. Wenn die Zeit dafür nicht reicht, empfehlen wir als Kurzprogramm die etwa 15 km lange Innenstadt-Mauertour von der Gedenkstätte an der Bernauer Straße (8) bis zur East Side Gallery (17).

Los geht es: Vom S-Bahnhof Hermsdorf aus halten wir uns in nördlicher Richtung und erreichen den Berliner Mauerweg an der Oranienburger Chaussee / Veltheimstraße. Wir fahren bis Alte Schildower Straße. Vor uns liegt das Tegeler Fließ, eines der schönsten Fließtäler Berlins, das wir bis zum Köppchensee auf dem nördlichen Ufer begleiten. Vom Gegenufer grüßt das Dörfchen Lübars (1). Berlin liegt uns zu Füßen: Von den Höhen des Freizeitparks Lübars reicht der Blick bis zum Fernsehturm am Alexanderplatz. In schneller Fahrt rollen wir zur Niederbarnimer Eisenbahn (2).

Auf Höhe der Quickborner Straße wechseln wir auf die Westseite der Bahntrasse. Hier ragt die Großsiedlung Märkisches Viertel (3) in den Himmel. Der bahnbegleitende Zollweg vom Nordgraben bis zur Klemkestraße befindet sich noch im ursprünglichen Zustand. Als Parallelweg sollen Abschnitte des ehemaligen Kolonnenweges rekonstruiert werden.

Am Friedhof Pankow vorbei – nordöstlich vom Friedhof befindet sich das Sowjetische Ehrenmal Schönholz – erreichen wir den einst eingemauerten S-Bahnhof Wollankstraße. Hier blühen wie auch an anderen Stellen des Mauerweges im Frühjahr japanische Kirschbäume. Wir begleiten die Bahn auf der Westseite bis wir nach den Unterführungen Grüntaler Straße / Esplanade wieder auf die Kirschbaumallee stoßen.

Vor uns liegen der geschichtsträchtige ehemalige Grenzübergang Bornholmer Straße (5) und das interessante Brückenbauwerk Schwedter Steg (6). Ein besonders buntes Stück Berlin ist der Mauerpark (7) im Stadtteil Prenzlauer Berg. Wir befinden uns nun an der Bernauer Straße (8), Schauplatz spektakulärer Grenzüberschreitungen, die heute das Herzstück der Gedenkstätte Berliner Mauer ist. Bevor wir uns der historischen Mitte Berlins nähern, umrunden wir unter markanter Brückenkonstruktion hindurch den Nordbahnhof und die Kirchhöfe der St. Hedwigs- und der Französischen Gemeinde

Die nächsten Stationen sind der ehemalige Grenzübergang Chausseestraße, der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal mit dem Wachturm an der Kieler Straße, der Invalidenfriedhof (9) und der ehemalige Grenzübergang Invalidenstraße.
Achtung: Der Invalidenfriedhof wird April-September ab 19 Uhr, Oktober-März ab 16 Uhr geschlossen; Umfahrung über Scharnhorststraße.

Dem Kanal folgend, erreichen wir gegenüber dem Hauptbahnhof (10) die Spree. Der Mauerweg führt uns über eine Rampe zum Uferweg und über die Marschallbrücke zum Regierungsviertel (11). Das Brandenburger Tor (12) hat in der Geschichte Berlins und im nationalen Bewusstsein Deutschlands eine herausragende Bedeutung. Danach tangieren wir die Straße des 17. Juni, das Sowjetische Ehrenmal, den Tiergarten, das Kulturforum sowie das Holocaust-Mahnmal und folgen dem Doppelpflasterstreifen, der auch in der historischen Innenstadt den Verlauf der Berliner Mauer kennzeichnet, bis zum Potsdamer Platz (13), an dem mit dem Sony-Center und der Daimler-City ein neues Stück Berlin entstanden ist. An der Stresemannstraße biegen wir in die geschichtsträchtige Niederkirchnerstraße (14) ein. Hier befinden sich zwischen Abgeordnetenhaus, dem Martin-Gropius-Bau und der Dauerausstellung "Topographie des Terrors" Reste der Berliner Mauer. Weiter geht es durch die Zimmerstraße zum ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie (15)– ein Muss für alle, die Berlin besuchen.

Weiter östlich passieren wir den ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße. Ein weiterer Höhepunkt ist der wieder freigelegte Luisenstädtische Kanal (16) mit dem Engelbecken, der St. Michael- und der St. Thomaskirche. Bevor wir die East Side Gallery (17), das längste noch erhaltene Stück Berliner Mauer, erreichen, müssen wir die Spree überqueren. Unsere nächste Station ist die Oberbaumbrücke (18). An der Lohmühleninsel führen Brücken über den Landwehrkanal (19), den wir vom Wachturm Schlesischer Busch bis zur Lohmühlenbrücke auf einem von Kirschbäumen gesäumten Uferweg begleiten. Dann rollen wir durch die Wohnquartiere von Treptow bis zur Kiefholzstraße. An einer Verkehrsinsel biegt der Mauerweg in die Grünanlage Heidekampgraben (20). Der großzügig bemessene Weg stößt auf den ehemaligen Grenzübergang Sonnenallee und begleitet uns bis zum Britzer Zweigkanal.

Am Gegenufer setzt sich der Weg fort, bis er auf den Teltowkanal (22)) und den Begleitweg zwischen Kanal und Autobahn trifft. Der Landschaftspark Rudow-Altglienicke, der hinter der Überführung über den Kanal beginnt, führt zum ehemaligen Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee. Der S-Bahnhof Flughafen Berlin-Schönefeld (24) ist, von Norden kommend, leicht zu erreichen.

Schnellzugriff Verkehrsthemen



Download