Verkehr  
 

Radrouten – Radfernweg Berlin-Kopenhagen

Routenbeschreibung


Vom Schloßplatz am Hohenzollernkanal und der Havel entlang nach Hennigsdorf


Wie alle Sternrouten des Berliner Fahrrad-Routennetzes startet auch der ca. 23 km lange Berliner Abschnitt des Radfernweges Berlin-Kopenhagen am Schloßplatz in der Mitte Berlins. Auf dem Prachtboulevard Unter den Linden geht es, vorbei an historischen Bauwerken, durch das friderizianische Berlin in Richtung Brandenburger Tor. Am Wahrzeichen der deutschen Einheit trifft die Fernroute auf den Berliner Mauerweg und verlässt zusammen mit dem historischen Themenpfad die Magistrale in Richtung Norden.

Hinter dem Reichstag stoßen wir auf das Band des Bundes, das Ensemble der Parlaments- und Regierungsgebäude, das hier die Spree überspannt. Auf Höhe des Bundeskanzleramtes queren wir diagonal den Spreebogen und die Spree. In Sichtweite der Glasdächer des Berliner Hauptbahnhofs rollen wir über die Brückenrampe vor dem Humboldthafen und erreichen unter dem Eisenbahnviadukt hindurch die Krankenhaus-Pavillons der Charité und den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal. An der Sandkrugbrücke, am Gegenufer liegt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, überqueren wir die Invalidenstraße.

Von hier aus begleitet der Radweg den Schifffahrtskanal bis zum Westhafen. Auf dem Invalidenfriedhof, den wir auf einem noch erhaltenen Grenzweg durchfahren, weisen Mauerreste auf die ehemalige Grenzanlage hin. Achtung: Uferpromenade und Friedhof werden April-September ab 19 Uhr, Oktober-März ab 16 Uhr geschlossen; Umfahrung über Scharnhorst- und Kieler Straße. Hinter einer Gebäudedurchfahrt stoßen wir auf einen ehemaligen Wachturm, einer der wenigen noch erhaltenen Grenztürme der Berliner Mauer.

Vor dem Nordhafen biegt der Mauerweg nach Osten ab. Hier, überspannt von der Sellerbrücke, mündet die Panke in den Kanal und beginnt der Ortsteil Wedding. Der Uferkante folgend, tauchen wir unter den Stadt- und Fernbahnbrücken hindurch und erreichen auf der Höhe der Westhafenspeicher das Virchow-Klinikum.

Vor dem in einer Parkanlage gelegenen Plötzensee kreuzen wir die Rampe der stark frequentierten Seestraßenbrücke und fahren durch die Nordufer-Straße zwischen Kanal und See zur Schleuse Plötzensee. Wir befinden uns am Hohenzollernkanal. Ein romantisches Fotomotiv bilden die Hausboote im Hafenbecken auf der Südseite des Kanals.

An den gepflegten Gartenhecken der Kolonie Plötzensee vorbei, geht es weiter am Hohenzollernkanal entlang. Am Schwarzen Graben verlässt die Route kurzfristig das Ufer, umrundet das Spielfeld des American Football Club Berlin Adler und kehrt an den Kanal zurück.

Unter den Brücken von Stadtautobahn und Flughafenzubringer hindurch, erreichen wir den ausgebauten Uferweg am Hohenzollernkanal. Rechts Laubenkolonien, links das grüne Wasser des Kanals: Fünf Kilometer unbeschwertes Radeln unter Uferbäumen, entlang der ehemaligen Regattastrecke der Olympiade von 1936, liegen vor uns. Über uns setzen (noch) die Flugzeuge zum Landen auf dem Flughafen Tegel an.

Wo der Kanal einen Bogen macht, überquert der Uferweg die Bernauer Straße. An den Berliner Kanusportvereinen ist eine neue Uferpromenade entstanden.

Am Tegeler See verlässt der Radfernweg den Kanal und wechselt auf dem elegant konstruierten Saatwinkler Steg das Ufer. Er schlängelt sich durch die Rohrbruchwiesen und die Reihenhausbebauung der östlichen Wasserstadt Spandau. Von der Höhe der breiten Wasserstadtbrücke bietet sich ein weiter Blick nach Norden: Rechts die Mündung des Hohenzollernkanals in die Havel, in der Mitte das Inselarchipel des Tegeler Sees, links die westliche Wasserstadt und das Werft- und Industriegelände am Maselakekanal.

Die Route passiert den neuen Stadtteil Spandaus und umfährt das Industriegebiet, bis sie wieder in ein ausgedehntes, durchgrüntes Einfamilienhausgebiet eintaucht. Noch vor der Fähre nach Valentinswerder biegen wir in die ausgewiesene Fahrradstraße am Elkartweg ein und stoßen am Spandauer Segelclub wieder auf das Ufer der Havel. Dann geht es über die neue Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Aalemannkanal. Ab dem Fähranleger nach Tegelort befinden wir uns wieder auf einem ausgebauten Uferweg. Der Teufelsseekanal wird ebenfalls von einer Brücke mit großzügigen Rampen überspannt.

Rechts glitzert das Panorama der Havel, links ziehen sich Laubenkolonien, Campingplätze und Wald an der Route entlang. An der Bürgerablage, eine der beliebtesten Badestellen Spandaus, führt der befestigte Weg um die Traditionsgaststätte Jagdhaus herum.

Hinter der Badestelle, an der Landesgrenze zu Brandenburg, trifft die Kopenhagen-Route wieder auf den Berliner Mauerweg. Gemeinsam begleiten sie die Havel bis nach Hennigsdorf, der Lokomotivbauer- und Stahlwerkerstadt. Wer nicht bis Oranienburg, zur Ostsee oder gar nach Kopenhagen weiterradeln möchte, hat hier die Möglichkeit, mit der S-Bahn in die Innenstadt zurückzukehren.



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