Verkehr  
 

Radrouten und Radverkehrsanlagen

Einleitung


In den vergangenen Jahren hat Berlin das Angebot für Radfahrende weiter ausgebaut: Dazu gehören natürlich neue Radfahrstrecken und Radwege. Aber auch mitnutzbare Busspuren, Fahrradstraßen und die Öffnung von Einbahnstraßen oder Sackgassen machen das Radfahren in Berlin zunehmend einfacher und sicherer. Verkehrsberuhigte Zonen und Tempo-30-Zonen ermöglichen das Radfahren auf der Fahrbahn. Freigegebene Wege durch die Parks, die Wälder und an den Wasserläufen erhöhen die Attraktivität des Radfahrens in Berlin erheblich.

Für weite Strecken mit dem Rad eignen sich die Berliner Radrouten. Das Routennetz hat derzeit eine Länge von etwa 590 km (ohne Streckenüberlagerungen) und verbindet die Innenstadt mit den Außenbereichen Berlins. Ausgehend vom Schlossplatz in Berlin-Mitte führen zwölf Sternrouten strahlenförmig in die Außenbezirke. Sie sind durch einen Außenring, bestehend aus je vier Segmenten und durch ein Doppelkreuz von vier Spangen miteinander verknüpft. Dazwischen werden Ergänzungsrouten eingehängt. Die Routen sind für Radfahrende schnell zu erkennen, sie werden sukzessive ausgeschildert.

Mit der Wannsee-Route (RR1) wurde im die erste der sternförmig in die Außenbezirke führenden Radialrouten (RR) eröffnet. Inzwischen folgten die Gatow-Route (RR2), die Spandau-Route (RR3), die Hellersdorf-Route (RR8), die Teltow-Route (RR12), der erste Abschnitt der Reinickendorf-Route (RR5) bis zum Märkischen Viertel sowie die Hohenschönhausen-Route (RR7).

Die erste Tangentialroute (TR), die Südspange (TR4), verbindet Dahlem-Dorf mit Biesdorf-Süd und durchquert dabei Schöneberg, Kreuzberg, den Norden Treptows und den Süden Lichtenbergs. Die Nordspange (TR2), führt durch den Norden der Stadt vom Volkspark Jungfernheide bis nach Alt-Hohenschönhausen.

Der Ostring (TR7) verbindet die beiden Außenbezirke Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf. Mit der Westspange (TR1) ist eine Nord-Süd-Verbindung entstanden, die vom Märkischen Viertel durch die City West bis nach Steglitz verläuft.

Mit dem Berliner Abschnitt des Europaradweges (R1) wurde der erste der Radfernwege, die durch Berlin führen, ausgebaut und beschildert. Ebenfalls fertig gestellt wurden die Berliner Teilstrecken der Radfernwege nach Usedom und nach Kopenhagen.
Der Berliner Abschnitt des Havel-Radwegs steht unmittelbar vor der baulichen Fertigstellung und ist durchgehend beschildert worden. Zwei Uferwanderwege entlang von Dahme und Spree sowie der Radfernweg von Berlin nach Leipzig befinden sich in der Planung bzw. Umsetzung.

Besondere touristische Bedeutung hat der Berliner Mauerweg. Er stellt einen geschichtlichen Themenpfad dar, der mit Infostelen versehen und gekennzeichnet ist. Auf dem Berliner Mauerweg ist das Radfahren gestattet.