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Straßen- und Parkbäume: Mitte

Die Rotblühenden Kastanien an der Humboldt-Universität


Rotblühende Kastanie
 
Das Gebäude der Humboldt-Universität wurde 1748-1766 als Palais des Prinzen Heinrich von Preußen erbaut und 1810 auf Vorschlag von Wilhelm von Humboldt in eine Universität umgewandelt. Seit 1949 trägt die Universität zu Ehren der beiden Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt ihren heutigen Namen. Der Ehrenhof vor dem Hauptgebäude wird von einigen mächtigen Bäumen geschmückt. Links und rechts neben dem Haupteingang befinden sich zwei prachtvolle Exemplare der Rotblühenden Kastanie (Aesculus x carnea). Besonders attraktiv sind die Bäume während der Blüte im Mai/Juni. Ihre purpurroten aufrechten Rispen leuchten schon von weitem. Die ausgeprägten Schleppen der Bäume sind ein Zeichen für ihr hohes Alter.

Der Hof auf der Rückseite der Universität wird wirkungsvoll von zahlreichen Ross-Kastanien (Aesculus hippocastanum) eingerahmt. Diese weißblühenden Kastanien spenden den Studenten im Sommer viel Schatten und Erholung.

Im Ehrenhof Unter den Linden befindet weiterhin auch ein stattlicher, im Herbst Früchte tragender Ginkgo (Ginkgo biloba) mit einem Umfang von inzwischen mehr als 2,86 m. Es ist nicht ganz sicher, ob dieses Naturdenkmal von einem der beiden Humboldts gepflanzt wurde. Auf der Rückseite des Gebäudes steht ein zweiter, sehr hoch gewachsener Ginkgo mit einem Umfang von über 2,55 m. Die Art Ginkgo biloba ist als sogenanntes "lebendes Fossil" die letzte Vertreterin einer heute ausgestorbenen großen Pflanzenfamilie. In Städten haben diese Bäume trotz ihres bizarren Jugendwuchses eine besondere Bedeutung, da sie extrem stadtklima- und hitzeverträglich sind und keine Krankheiten kennen.


Literatur:
Vieth, Harald Bemerkenswerte Bäume in Berlin und Potsdam

Helmholtz-Denkmal
Helmholtz-Denkmal

Ginkgo im Hof Unter den Linden
Ginkgo im Hof Unter den Linden (Foto: Stefan Grüttner)

Ginkgofrucht
Ginkgofrucht (Foto: Stefan Grüttner)