Natur + Grün  

 

Landschaftsprogramm einschließlich Artenschutzprogramm

Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption


Die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption
Die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption




Was ist die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption?

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) legt in der „Eingriffsregelung” fest: Eingriffe in Natur und Landschaft sollen vermieden werden (§ 15 Abs. 1 BNatSchG). Nachvollziehbar, dass dies bei Bauvorhaben nie vollständig gelingt – die Stadt soll trotzdem weiterentwickelt werden. Bei Bauvorhaben muss der Verursachende zunächst die Planung optimieren, um nachteilige Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Für unvermeidbare Verschlechterungen von Natur und Landschaft soll vor Ort ein Ausgleich geschaffen werden (§ 15 Abs. 2 BNatSchG). Das ist im dicht bebauten Berlin oft schwer; häufig ist es vor Ort auch gar nicht möglich. Hier setzt die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption (GAK) an: Sie hilft den Berliner Behörden, bei konkreten Bauvorhaben einen Ausgleich für Natur und Landschaft innerhalb Berlins dort zu schaffen, wo er am meisten gebraucht wird beziehungsweise am sinnvollsten umgesetzt werden kann.

Die ganze Stadt im Blick

Seit 2004 ergänzt die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption (GAK) das LaPro. Die GAK benennt Räume im Stadtgebiet, in denen erhöhter Handlungsbedarf in Sachen Natur und Landschaft besteht. Müssen negative Umweltauswirkungen kompensiert werden, hilft die GAK, geeignete Flächen für den Ausgleich zu finden. Wichtig ist dabei, dass Aufwertungen dieser Flächen möglichst vielen Schutzgütern zugute kommen können, also beispielsweise gleichzeitig für Boden und den Wasserhaushalt, für Tiere und Pflanzen wirksam sind und auch für den Menschen bessere Erholungsmöglichkeiten bieten.

Das Berliner Ökokonto

Gemäß den Richtlinien der Regierungspolitik 2016-2021 erarbeitet die Koalition ein Berliner Ökokonto, mit dem die GAK mit Leben gefüllt wird. Für gesamtstädtisch bedeutsame Bauvorhaben sollen die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen durch das Land Berlin vorgezogen umgesetzt und auf eine Art Konto eingebucht werden. Wird der Bebauungsplan schließlich umgesetzt, werden die Kosten den Vorhabenträgern und –trägerinnen auferlegt und die entsprechenden Wertpunkte vom Ökokonto abgebucht. Ziele sind es, zur Beschleunigung der neuen Stadtquartiere beizutragen, unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft auszugleichen und nicht zuletzt durch vorausschauende und integrative Planung einen Mehrwert für Mensch und Natur zu schaffen.

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Park am Gleisdreieck: Befestigte Flächen zu entsiegeln steigert den ökologischen Wert von Freiflächen. Foto: Michael Kirsten
Park am Gleisdreieck: Befestigte Flächen zu entsiegeln steigert den ökologischen Wert von Freiflächen.
Foto: Michael Kirsten

Derselbe Ort im Park am Gleisdreieck nach Fertigstellung. Quelle: Lichtschwärmer
Derselbe Ort im Park am Gleisdreieck nach Fertigstellung.
Quelle: Lichtschwärmer

Ausgleichsmaßnahmen umfassen Natur und Mensch und dienen der Erweiterung der innerstädtischen Freiraumangebote. Quelle: Grün Berlin GmbH
Ausgleichsmaßnahmen umfassen Natur und Mensch und dienen der Erweiterung der innerstädtischen Freiraum­angebote.
Quelle: Grün Berlin GmbH

Der naturnahe Park am Nordbahnhof entstand als Kompensation für Eingriffe in 15 einzelnen Vorhaben. Foto: Fugmann Janotta
Der naturnahe Park am Nordbahnhof entstand als Kompensation für Eingriffe in 15 einzelnen Vorhaben.
Foto: Fugmann Janotta