Umwelt  

 

Atomrechtliche Aufsichtsbehörde

Kernanlagen in Berlin – der Forschungsreaktor BER II


Fassade Forschungsreaktor BER II; Foto: HZB
Fassade des Forschungsreaktors BER II; Foto: HZB

In Berlin wird der Forschungsreaktor BER II am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) als einzige kerntechnische Anlage nach § 7 Atomgesetz betrieben.

Der BER II dient zur Bereitstellung von Neutronen für die Forschung. Neutronenstrahlung wird von der Wissenschaft, neben Röntgen- und elektromagnetische Strahlung (Gammastrahlung), zur Erforschung der Eigenschaften von Materialien genutzt.

Der Zweck des BER II ist nicht die Herstellung von Energie, sondern die Bereitstellung von Neutronen. Er ist nicht mit einem Kernkraftwerk vergleichbar, da er in einer Umgebung ohne hohe Drücke bei geringen Temperaturen und bei einer Wärmeleistung von gerade einmal 10 MW arbeitet.

Andere kerntechnische Anlagen, wie z.B. Kernkraftwerke oder Brennelement-Fabriken, gibt es in Berlin nicht.

Es gibt allerdings eine Vielzahl weiterer Einrichtungen, die radioaktive Stoffe in der Medizin, in der Forschung oder zu wirtschaftlichen Zwecken einsetzen bzw. handhaben. Soweit es sich bei diesen radioaktiven Stoffen nicht um Kernbrennstoffe handelt, sind diese Einrichtungen nicht Gegenstand der Atomaufsicht, sondern der für Strahlenschutz zuständigen Behörden.

Information

Am Abend des 26. Juni 2017 erfolgte der letzte Abtransport von bestrahlten Brennelementen aus dem BER II in die USA.

Die sogenannte kurze Wannsee-Flugroute für den neuen Flughafen BER führt östlich an dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Berlin vorbei, auf dem sich der Forschungs­reaktor BER II befindet.

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