Pflanzenschutz  
 

Pflanzenschutz im Stadtgrün - Schadorganismen in Berlin

Mistel


v.l.n.r.: Mistelfrüchte, starker Fruchtbehang, Junge Mistel
v.l.n.r.: Mistelfrüchte, starker Fruchtbehang, Junge Mistel

Die Mistel tritt in den letzten verstärkt im Berliner Stadtgebiet auf. Bei seit über 20 Jahren im Bezirk Steglitz-Zehlendorf an ausgewählten Standorten an Ahorn, Baumhasel, Birke, Linde, Pappel, Robinie, Rotdorn und Eberesche durchgeführten Erfassungen zeigte sich im Gesamtdurchschnitt tatsächlich eine deutliche Zunahme besiedelter Bäume von rd. 4 % im Jahr 1987 auf ca. 37 % im Jahr 2010.

Mistel - Viscum album
Vorkommen: an vielen Wirtsbäumen
Ansprüche: die Mistel ist licht- und wärmeliebend
Verbreitung: Vögel fressen die Früchte, der Samen wird von der Fruchtwand gelöst und ausgeschieden
Keimung: auf jungen Wirtszweigen im oberen Kronenbereich, der Samen bildet einen Senker aus, der ins Kambium des Astes einwächst
Entwicklung: langsam,
ab dem vierten Jahr bilden die Misteln jedes Jahr einen Gabespross,
ab dem fünften Jahr blühen sie
Alter: sie können ca. 30 Jahre alt werden
Schädigung: Nährstoff- und Wasserverluste schwächen den Wirt. Kommen weitere Faktoren hinzu wie z.B. Trockenheit, kann dies den Baum in seiner Vitalität belasten

Entwicklung der Besiedlung von Laubbäumen mit Misteln in Berlin (1987-2010), Bezirk Steglitz-Zehlendorf
Entwicklung der Besiedlung von Laubbäumen mit Misteln in Berlin (1987-2010), Bezirk Steglitz-Zehlendorf; © Pflanzenschutzamt Berlin


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