Umwelt  

 

Klimaschutz

Klimaschutz­vereinbarungen
des Landes Berlin


Nachhaltiger Klimaschutz ist nur mit Hilfe von Innovationen, neuen Technologien und High-Tech-Lösungen möglich. Investitionsentscheidungen und Wirtschaftstätigkeiten sind daher ökologisch und klimaverträglich auszurichten. Diese Herausforderung bietet Berlin die Chance für eine breite wirtschaftliche Entwicklung.

Wichtiges Element der Klimaschutzpolitik in Berlin ist es daher, Berliner Unternehmen und Verbände als aktive Klimaschutzpartner zu gewinnen. Durch die Unterzeichnung von Klimaschutzvereinbarungen des Landes Berlin mit einzelnen Partnern, etwa mit großen Berliner Versorgungsunternehmen und der Wohnungswirtschaft, werden die Klimaschutzpartnerschaften mit verbindlichen gegenseitigen Verpflichtungen hinterlegt.

In den Klimaschutzvereinbarungen verpflichten sich die Unternehmen, durch konkrete Aktivitäten zur Umsetzung der Ziele des Berliner Energiewendegesetz (EWG Bln) beizutragen. Vertraglich festgeschrieben sind definierte Reduktionsziele für CO2- und Luftschadstoff-Emissionen und das geplante Investitionsvolumen sowie ein spezifischer Maßnahmenkatalog. Dadurch gelingt es, innerhalb des Wirtschaftsbereiches der Partner konkrete Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und einen wachsenden Teil des wirtschaftlichen Potentials der Klimaschutzinvestitionen zu heben. Außerdem werden häufig auch darüber hinaus gehende Investitionen ausgelöst. Zudem motivieren die Klimaschutzpartner durch ihre Vorreiterrolle andere Unternehmen aber auch einzelne Bürger zum Handeln.

Beuth Hochschule

Klimaschutzvereinbarung mit der Beuth Hochschule für Technik


Das Land Berlin und die Beuth Hochschule unterzeichnen eine Klimaschutzvereinbarung mit einer Laufzeit von 10 Jahren.

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin hat in den letzten Jahren schon einige Anstrengungen zur Reduzierung ihres Energieverbrauches und damit der CO2-Emissionen unternommen. So wurde z. B. in den letzten Jahren das Haus Bauwesen energetisch saniert und inzwischen läuft bereits die zweite Energiesparpartnerschaft an der Beuth Hochschule.

Nichtsdestotrotz hat sich die Hochschule entschieden, mit dem Land Berlin eine Klimaschutzvereinbarung abzuschließen und sich dabei ein Einsparziel von 10% der jährlichen CO2-Emissionen zu setzen. Zur Erreichung dieses Zieles innerhalb der 10-jährigen Laufzeit der Klimaschutzvereinbarung sind Anstrengungen in verschiedenen Bereichen erforderlich: weitere bauliche Sanierungsmaßnahmen, verstärkte Solarenergienutzung, Ausbau des Energiemanagements, Nutzermotivationsprojekte und viele weitere organisatorische Maßnahmen.

Doch es geht es nicht nur um die Umsetzung von Maßnahmen, die zu einer direkten Energie- und CO2-Einsparung führen. Bereits in der Vergangenheit zog sich das Thema Klimaschutz durch die technik­orientierten Studiengänge der Hochschule. Dies soll durch diverse Forschungsprojekte zur Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien fortgesetzt werden, wodurch eine fundierte Ausbildung von zukünftigen Expertinnen und Experten in Sachen Klimaschutz möglich wird.



Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.

Kooperationsvereinbarung mit dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU)


Die Kooperationsvereinbarung des Landes Berlin mit dem BBU knüpft an eine über 15 Jahre andauernde erfolgreiche Zusammenarbeit an. Im Rahmen des Landesenergieprogramms 2006-2010 wurde sie durch Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung im Dezember 2007 untermauert.

Ludwig Burkardt, Mitglied des Vorstandes des BBU, dazu: "Diese Vereinbarung bekräftigt die Fortsetzung der Klimaschutzpartnerschaft... Der BBU bestätigt erneut seine Vorreiterrolle im Klimaschutz der Wohnungswirtschaft, denn wir ruhen uns nicht auf unseren Erfolgen aus. Wir leisten weiter unseren Beitrag und setzen dabei auf die freie Wahl der dafür geeigneten Maßnahmen. Deshalb will der BBU die positiven Erfahrungen nutzen und gemeinsam mit dem Land Berlin Hemmnisse für zukünftige Energiesparmaßnahmen abbauen."

Der BBU vereint die städtischen Wohnungsbaugesellschaften und viele Berliner Genossenschaften, die zusammen Eigentümer von 40 Prozent des Berliner Mietwohnungsbestandes sind. Damit nehmen die Mitgliedsunternehmen des BBU bedeutenden Einfluss auf Investitionsentscheidungen im Berliner Gebäudesektor, der einer der zentralen Zielsektoren der Klimaschutzaktivitäten des Landes ist. Denn etwa die Hälfte der CO2-Emissionen in Berlin werden im Gebäudesektor, und zwar überwiegend für Heizung und Warmwasser im Wohnraumbestand, erzeugt.

Durch Gesamtinvestitionen von 18,5 Milliarden Euro in die energetische Sanierung, zum Beispiel durch Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung, konnten die CO2-Emissionen aus dem Wohnungsbestand des BBU von 1991 bis 2005 bereits um 631.000 Tonnen gesenkt werden. Das entspricht rund einem Viertel der Emissionen von 1991. Laut Kooperationsvereinbarung sollen bis 2010 weitere Einsparungen von 106.000 Tonnen CO2 erreicht werden.

Die Vereinbarungen des Kooperationsvertrages mit der BBU sollen durch Einzelvereinbarungen des Landes mit den Wohnungsunternehmen des BBU konkretisiert werden, um die jeweils besonderen sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen berücksichtigen zu können. Die vereinbarten Maßnahmen zielen auf:

  • weitere Verbesserungen des energetischen Gebäudezustands
  • die Einbeziehung und den Einsatz effizienter und wirtschaftlicher Nahwärmelösungen mit Kraft-Wärme-Kopplung
  • die Nutzung regenerativer Energieträger
Unterstützung erhalten der BBU und seine Mitgliedsunternehmen durch das Berliner ImpulsE-Programm. Außerdem sind einige der Aktivitäten mit Angeboten von gesellschaftlichen Akteuren wie Kebab e.V. oder den Maßnahmen der GASAG verzahnt, die das Gasversorgungsunternehmen als Klimaschutzpartner des Landes zugesagt hat.


Städtische Wohnungsunternehmen unterzeichnen Klimaschutzvereinbarungen mit dem Land Berlin


Ein wichtiger Schritt bei der Zielerreichung sind die am 13. Januar 2009 abgeschlossenen Einzelvereinbarungen mit den sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften DEGEWO, GESOBAU AG, GEWOBAG, HOWOGE, Stadt und Land und WBM.

Inhalt dieser Vereinbarungen ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen um rund 10 Prozent bzw. um rund 56.000 Tonnen bis 2010, bezogen auf 2006.

Durch die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften werden allein rund 268.000 Wohnungen bewirtschaftet. Mit ihren Investitionsentscheidungen im Berliner Gebäudesektor nehmen damit die Mitgliedsunternehmen des BBU erheblichen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen, deren Reduzierung zu den zentralen Klimaschutzzielen des Landes zählt.

Die Wohnungsbaugesellschaften leisten damit einen wichtigen und sichtbaren Beitrag für die Berliner Klimaschutzpolitik. Der Abschluss ist ein großer Erfolg und zeigt, dass Vereinbarungen ein guter Weg zur Umsetzung der Berliner Klimaschutzziele sind.


Berliner Immobilienmanagement GmbH

Klimaschutzvereinbarung 2.0 – die BIM will weitere 30.000 Tonnen CO2 einsparen


Das Land Berlin und die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) schlossen am 28. Juli 2016 eine neue Klimaschutzvereinbarung für weitere zehn Jahre ab.

Bereits die erste Klimaschutzvereinbarung der BIM, die 2009 unterzeichnet wurde, war ein Erfolg. Mit vielfältigen Maßnahmen konnte der jährliche CO2-Ausstoß des seinerzeit bewirtschafteten Gebäudeportfolios bis Ende 2015 um 23.000 Tonnen bzw. 21 Prozent reduziert werden. Hierzu wurden neben klassischen Sanierungsmaßnahmen verstärkt erneuerbare Energien genutzt und Contracting-Projekte (insbesondere unter Einsatz von Blockheizkraftwerken) umgesetzt. Zudem hat die BIM in den letzten Jahren ein Umweltmanagementsystem implementiert.

Mit der neuen Klimaschutzvereinbarung, die von 2016 bis 2025 laufen wird, verpflichtet sich die BIM, die jährlichen CO2-Emissionen des derzeit bewirtschafteten Gebäudebestandes bis zum Ende der 10-jährigen KSV-Laufzeit um weitere 30.000 Tonnen zu reduzieren. Vor dem Hintergrund der im Rahmen der ersten KSV bereits erreichten Einsparungen ist dies ein sehr ambitioniertes Ziel.

Zur Erreichung dieses Ziels sollen u.a. weitere Gebäude energetisch saniert werden, der Anteil von erneuerbaren Energien (insbesondere PV-Anlagen) und KWK-Anlagen steigen und gezielt effizienzsteigernde Maßnahmen umgesetzt werden – auch unter Erprobung neuer technischer Systeme. Das Umweltmanagementsystem soll weiterentwickelt und durch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ergänzt werden und die Gebäudenutzer sollen durch geeignete Projekte zu Energie sparendem Verhalten motiviert werden.

Bei der Umsetzung der neuen Klimaschutzvereinbarung und der geplanten Maßnahmen wird die BIM in enger Abstimmung mit dem Land Berlin stehen und regelmäßig über die erzielten Erfolge berichten. Über die 10-jährige Laufzeit können zudem zusätzliche Handlungsmöglichkeiten diskutiert werden.




Kontakt:


Berliner Stadtreinigungsbetriebe

Kooperationsvereinbarung mit der BSR (Berliner Stadtreinigungsbetriebe)


BSR und Land Berlin schließen dritte Klimaschutzvereinbarung ab

BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoß und der Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, Stefan Tidow, setzten am 20.04.2017 ihre Unterschrift unter die dritte Klimaschutzvereinbarung des Unternehmens mit dem Land Berlin. Auf freiwilliger Basis verpflichtet sich darin die BSR zum dritten Mal in Folge, die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. So soll durch gezielte Investitionen und Maßnahmen in verschiedenen Bereichen bis 2025 eine CO2-Entlastung von 67.000 Tonnen erreicht werden.

Weltweit ziehen immer mehr Menschen in die Städte, deswegen ist der Beitrag der Metropolen zum Klimaschutz entscheidend. Berlin will bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen viele Berliner Akteure gemeinsam handeln. Klimaschutzvereinbarungen mit landeseigenen Unternehmen wie der BSR setzen ein Zeichen für diese gemeinsame Anstrengung für mehr Klimaschutz in Berlin.

Die BSR war vor zehn Jahren das erste landeseigene Unternehmen, das mit dem Land Berlin eine Klimaschutzvereinbarung abgeschlossen hatte. Seither hat das Unternehmen die CO2-Emissionen um insgesamt 237.000 Tonnen reduziert. An diesen Erfolg knüpft die neue Verpflichtung nahtlos an.

Dazu gehören BSR-Beschäftigte, die als Klimalotsen in ihren jeweiligen Organisationseinheiten für „Gutes Klima“ sorgen, indem sie die Energiesparziele der BSR mit Tipps und Kniffs vor Ort voranbringen: 2014 bis 2016 beispielsweise hat die Projektgruppe „Gutes Klima“ mit den Klimalotsen insgesamt für Einsparungen von 647.834 kWh Strom und Wärmeenergie auf den Liegenschaften gesorgt.

Zum neuen Einsparziel trägt unter anderem bei, dass die Außenbeleuchtung auf den BSR-Liegenschaften auf LED umgestellt (260 Tonnen CO2) und die Steuerung des Saugzuggebläses im Müllheizkraftwerk Ruhleben optimiert wird (1.600 Tonnen weniger CO2 pro Jahr).

Auch im Fuhrpark wird weiter am Klimaschutz gearbeitet: Ende 2016 beträgt der Anteil von PKW mit alternativen Antrieben bei der BSR knapp 40 Prozent. Weitere Fahrzeuge mit alternativem Antrieb werden folgen, z.B. Fahrräder und auch ein erster E-Lasten-Roller, weitere PKWs und leichtere Nutzfahrzeuge. Aber auch bei Müllsammelfahrzeugen wird sich etwas tun, zum Beispiel mit Fahrzeugen, bei denen der Aufbau zum Laden und Pressen elektrisch angetrieben wird. Ein solches Fahrzeug ist bei der BSR bereits im regelmäßigen Einsatz.

Stefan Tidow erklärt: „Die BSR bleibt ein verlässlicher Partner des Landes. Das gilt auch, wenn es darum geht, die ehrgeizigen klimapolitischen Ziele Berlins zu erreichen. So wird die BSR ihrer Vorreiterrolle als kommunales Unternehmen gerecht und unterstützt damit das Land bei der Erfüllung der Vorgaben des Berliner Energiewendegesetzes.“

Für BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoß ist Klimaschutz Teil der Strategie des Unternehmens: „Wir ruhen uns nicht auf den Erfolgen der letzten Jahre aus, sondern legen nochmal eine Schippe drauf. Das ist nicht einfach, nachdem schon zwei Klimaschutzperioden hinter uns liegen. Wir müssen uns mittlerweile sehr strecken, um auch an die höher hängenden Früchte zu kommen. Dafür werden wir in den nächsten Jahren 130 Millionen Euro investieren.“



Kontakt Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR):
Berliner Wasserbetriebe

Kooperationsvereinbarung mit Berliner Wasserbetrieben


Berliner Wasserbetriebe unterzeichnen Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin .

Seit 1990 haben die Berliner Wasserbetriebe ihre CO2-Emissionen bereits um die Hälfte reduziert – jetzt verbessert das Unternehmen seine Klimabilanz weiter. Am 20.06.2016 wurde dazu eine neue Kli-maschutzvereinbarung zwischen dem Land Berlin, und den Berliner Wasserbetrieben unterzeichnet.


Charité

Klimaschutzvereinbarung mit der Charité


Die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, und Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unterzeichneten am 01.04.2019 eine Klimaschutzvereinbarung.

Die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, und Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin, unterzeichneten am 01.04.2019 eine Klimaschutzvereinbarung.

20 % ihrer jährlichen CO2-Emissionen will die Charité bis 2028 einsparen und damit das Land Berlin auf seinem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. Ausgehend von einem Basiswert von gut 126.000 Tonnen pro Jahr (Stand 2016) entspricht dies einer Reduzierung von mehr als 25.000 Tonnen.

Erreicht werden soll dies durch einen vielfältigen Maßnahmenkatalog, der auf verschiedenen Ebenen ansetzt. Im Fokus stehen die Maßnahmen im Bereich der Gebäude und der Versorgungstechnik, da hier die Einsparwirkung gerade in den rund um die Uhr betriebenen Klinikbereichen am höchsten ist. Daneben wird das Thema Mobilität angegangen, um die hier entstehenden Emissionen in den nächsten Jahren zu reduzieren. So war z.B. die Eröffnung einer Charité-internen Fahrradwerkstatt für Beschäftigte und Studierende ein willkommener Anlass für den Unterzeichnungstermin.

Aber auch in Bereichen, in denen die CO2-Einsparung nicht direkt messbar ist, wird die Charité zukünftig ihre Aktivitäten ausweiten. Dies betrifft u.a. die Stärkung des Umweltbewusstseins durch diverse Kommunikationsmaßnahmen oder auch die Einrichtung bzw. Ausweitung von Second-Hand-Börsen.

Und nicht zuletzt wird die Charité in den nächsten Jahren die Möglichkeiten des Einsatzes erneuerbarer Energien im Bereich der Wärme- und Stromversorgung gezielt prüfen.



Freien Universität Berlin

Klimaschutzvereinbarung mit der Freien Universität Berlin


Freie Universität Berlin schließt mit dem Land Berlin eine zweite Klimaschutzvereinbarung ab

Am 09. April 2018 unterzeichneten das Land Berlin und die Freie Universität Berlin bereits die zweite Klimaschutzvereinbarung, nachdem die vorherige Vereinbarung Ende 2015 ausgelaufen war.

Aufbauend auf den jahrelangen Einsparbemühungen, die seit 2001 zu einer CO2-Einsparung von über 25 % geführt haben, setzt sich die FU das Ziel, ihren gebäudebedingten CO2-Ausstoß in den nächsten 10 Jahren um weitere 4.250 Tonnen zu reduzieren.

Neben den dazu erforderlichen Maßnahmen im Bereich der Gebäudesanierung, der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen und des Energiemanagements legt die FU ihren Schwerpunkt in der aktuellen Klimaschutzvereinbarung auf das Thema Nachhaltigkeit. Dazu sollen auf unterschiedlichen Ebenen Nachhaltigkeitsaspekte eingebracht und verankert werden – von der Integration in die Lehre (z. B. bei Lehramtsstudiengängen) über hochschulweite Initiativen und Veranstaltungen bis hin zu internationalen Vernetzungsprojekten.

Aber auch im Bereich des Campusmanagements wird die FU organisatorische Maßnahmen umsetzen, die die Klimaschutzbemühungen des Landes Berlin unterstützen. So ist z. B. die Erarbeitung und schrittweise Umsetzung eines Mobilitätskonzeptes zur Bewusstseinsbildung und zur Reduzierung der mobilitätsbedingten Emissionen geplant, oder auch die Einrichtung einer FU-Gebrauchtwarenbörse.

Nicht zuletzt wird sich die FU bemühen, universitätsweit den Anteil erneuerbarer Energien auszubauen, indem sie u.a. weitere Dachflächen auf Eignung für den Einsatz von PV-Anlagen prüfen und sukzessive den PV-Ausbau vorantreiben wird.


GASAG

Klimaschutzvereinbarung mit der GASAG


Der Zusammenarbeit des Landes Berlin und der GASAG zur Unterstützung der Berliner Klimaschutzziele kommt große Bedeutung zu. Insbesondere in den Aktivitäten des Landes zur Senkung der Emissionen aus der Heizwärmeerzeugung war und bleibt die GASAG als Lieferant von Erdgas ein wichtiger Partner.

Erdgas ist ein vergleichsweiser CO2-armer Brennstoff und kann in vielseitiger Weise effizient genutzt werden. Außerdem erlaubt es die Einbindung von erneuerbaren Energien, wie Solarwärme und Biogas.

Am 8. Dezember 2010 unterzeichneten das Land Berlin und die GASAG die vierte Klimaschutzverein-barung. Darin verpflichtet sich die GASAG, die CO2-Emissionen bis 2020 um 2 Millionen Tonnen ge-genüber 1998, dem Unterzeichnungsjahr der ersten Klimaschutzvereinbarung mit der GASAG, zu redu-zieren. Bisher sind mehr als 1,1 Millionen Tonnen CO2 eingespart worden.

Bis zum Ende der Laufzeit der Klimaschutzvereinbarung im Jahre 2020 will die GASAG die restlichen 0,9 Millionen Tonnen CO2 mit Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz unter anderem durch Heizungsmodernisierung, Optimierung des Erdgasnetzes, Ausbau erneuerbarer Energien, dem Auf- und Ausbau eines GASAG-Klimakraftwerkes etc. reduzieren. Außerdem wird die GASAG Zur Förderung neuer Technologien einen Fördertopf von 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit stellen. Im Mittelpunkt stehen die Kombination von Erdgas mit erneuerbaren Energien sowie die Förderung von Kraftwärmekopplung (KWK) und Gaswärmepumpen.

Zwischenberichte



Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Klimaschutzvereinbarung mit der HTW Berlin


Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin schließt mit dem Land Berlin eine Klimaschutzvereinbarung über 10 Jahre ab.

Ein ambitioniertes Einsparziel von 20% der jährlichen CO2-Emissionen hat sich die HTW Berlin in ihrer ersten Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin gesetzt. Dies entspricht einer Klimaentlastung von 1.330 Tonnen CO2-Ausstoß. Die Hochschule sieht dabei insbesondere im Bereich des Gebäudebetriebes noch entsprechende Einsparpotenziale.

So sollen neben Maßnahmen im Heizungsbereich verstärkt LED-Beleuch­tung eingesetzt und Klimaanlagen optimiert werden. Über die technischen Maßnahmen hinaus ist u. a. geplant, das bereits existierende Energie­controlling auszubauen und ergänzend für die Hochschule ein Umwelt­management­system nach EMAS einzuführen. Durch Projekte zur Nutzer­sensibilisierung und -bildung sollen verhaltensbedingte Energieeinspar­potenziale erkannt und erschlossen werden.

Die HTW Berlin beschäftigt sich zudem seit ihrer Gründung vor mehr als 20 Jahren in Lehre und Forschung mit klimaschutzrelevanten Themen wie regenerative Energien, Umwelttechnik und energieeffizientes Bauen. Damit leistet die HTW Berlin einen wichtigen Beitrag zur Wissens­vermittlung zu nachhaltiger Energieversorgung und zum Umweltschutz. Klima- und Energieexpertise wird praxisnah von engagierten Lehrenden an Studierende entsprechender Fachrichtungen vermittelt, um zukünftig in der Praxis Anwendung zu finden.



Vattenfall

Klimaschutzvereinbarung zwischen dem Land Berlin und Vattenfall


Vattenfall hat im Oktober 2009 eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin mit einer Laufzeit bis Ende 2020 abgeschlossen. Darin verpflichtet sich Vattenfall seine CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 (13,34 Mio. Tonnen) zu halbieren. Hinsichtlich des Ausgangspunktes der Klimaschutzvereinbarung – des durchschnittlichen jährlichen CO2-Aufkommens der Jahre 2006-2008 von ca. 7,59 Millionen Tonnen – bedeutet das eine Reduktion seiner CO2-Emissionen um gut eine Million Tonnen bis 2020. Insbesondere die Modernisierung des Kraftwerksparks sowie die Erhöhung des Anteils von Gas und Biomasse sollen einen maßgeblichen Beitrag zur Zielerreichung leisten. Im Mittelpunkt steht dabei die Ablösung der Braunkohleanlage des Heizkraftwerks Klingenberg durch gasbefeuerte Anlagen an den Standorten Marzahn und Klingenberg.

Neben der Modernisierung des Kraftwerksparks sind die weiteren Handlungsfelder der Klimaschutzvereinbarung der Ausbau der Biomasse-Nutzung, der Ausbau und die Verdichtung der Fernwärmeversorgung, der Ausbau der dezentralen Erzeugung, der Einsatz innovativer Technologien wie Elektromobilität und Smart Meter sowie weitere Engagements von Vattenfall.

Im aktuellen durchschnittlichen jährlichen CO2-Aufkommen (2016 bis 2018) emittierte Vattenfall rund 6,02 Millionen Tonnen CO2 und hat damit nach bisherigem Stand der Kraftwerks- und Emissionsentwicklungen die KSV-Ziele bereits vorzeitig erreicht. Der Beitrag des in 2017 am Standort Klingenberg vollzogenen Braunkohleausstiegs beläuft sich dabei witterungsbereinigt auf über 600.000 Tonnen jährliche CO2–Einsparung.
Vattenfall und das Land Berlin arbeiten gemeinsam an Konzepten zur weiteren CO2-Reduktion.


Aktuell

1. April 2019
Klimaschutzvereinbarung zwischen dem Land Berlin und der Charité
20 % ihrer jährlichen CO2-Emissionen will die Charité bis 2028 einsparen und damit das Land Berlin auf seinem Weg zur Klimaneutralität unterstützen. mehr

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Gemeinsam für Klimaschutz in Berlin
Klimaschutzvereinbarungen und Wettbewerb "KlimaSchutz­Partner des Jahres"