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No Regrets Charta


Berliner "No Regrets Charta" zu Anpassungsstrategien an den Klimawandel in Städten


Unter der Federführung der Berliner Metropolis Initiative "Integrated Urban Governance – Successful Policy Transfer", geleitet von Barbara Berninger, der Regional Sekretärin Europas des Netzwerkes, wurde die "No Regrets Charta – Warum wir Prinzipien für die Anpassung an den Klimawandel in Städten brauchen" erarbeitet.

Die Umweltbedingungen ändern sich auf der ganzen Welt sehr stark. Vor allem in Städten stellt sich die Frage, wie die Infrastrukturen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels widerstandsfähig gemacht werden können. So wird im Jahr 2050 Berlin voraussichtlich eine Jahresdurchschnittstemperatur haben, die der aktuellen in Mailand entspricht.

Die Berliner Klimaanpassungsstrategie, der Stadtentwicklungsplan Klima, hat sogenannte No-Regrets-Maßnahmen ins Zentrum seiner Planungen gestellt. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die unabhängig davon, wie stark sich der Klimawandel auswirken wird, bereits heute deutlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen.

EU-Forum
EU-Forum von rechts nach links:
Michael Klinkenberg, EuroCities; Wladyslaw Piskorz, Europäische Kommission, Kompetenzzentrum Integratives Wachstum, städtische und territoriale Entwicklung; Rosário Bento País, Europäische Kommission, Generaldirektion Klimapolitik; Prof. Paul James, Director of the UN Global Compact Cities und University of Western Sydney; Pirita Lindholm, Klima-Bündnis-Büro Brüssel, Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Ephraim Gothe, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin; Neil Swannick, Manchester City Council and Member of the Committee of the Regions, Foto: Birgit Urban/Vertretung des Landes Brandenburg bei der Europäischen Union

Die Charta ...
  1. stellt allgemeine Prinzipien der kommunalen Klimaadaption auf, in deren Zentrum No regrets und integrierte Maßnahmen stehen,
  2. formuliert Leitlinien zur Implementierung von Adaptionsstrategien, die sich am Nachhaltigkeitsgebot orientieren,
  3. gibt Handlungsempfehlungen zu einer Reihe von Aktionsfeldern der Klimaanpassung,
  4. formuliert Anforderungen an nationale Regierungen und an die Europäische Kommission.

Darüber hinaus wurde die Charta während des 11. Metropolis-Weltkongresses in Hyderabad 2014 als Arbeitsdokument dieses weltweiten Netzwerkes von Haupt- und Millionenstädten verabschiedet. Eine Präsentation hat bei dieser Gelegenheit viele Mitgliedsstädte zur Unterstützung der in der Charta dargelegten Ziele und Prinzipien sowie zur Erprobung, Weiterentwicklung und wechselseitigen Erfahrungstausch zu den in der Charta beispielhaft genannten No Regrets-Maßnahmen sowie ähnlicher Konzepte und Einzelaktivitäten integrierter städtischer Governance-Ansätze zur Klima-Adaptation angeregt.

Wesentliche Impulse bei der Erarbeitung der Charta gaben neben Experten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auch Prof. Paul James, Direktor des Global Compact Cities Programme der Vereinten Nationen, Vertreter des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und Local Governments for Sustainability (ICLEI) und Städtevertreter aus Amsterdam, Bonn, Brüssel, Hamburg, Hannover, Helsinki, Moskau, Rotterdam, Seoul, Stockholm und Wien.

Zur Weiterentwicklung der Charta werden Kontakte z. B. zu ICLEI und zum europäischen Städtenetzwerk EUROCITIES mit dem Ziel intensiviert, die Vorschläge zur Anpassung an den Klimawandel in Städten auf einer breiten Ebene zu lancieren.

Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung
 
Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung
 
Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung   Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung
Teilnehmer und Referenten der Dialogveranstaltung, Fotos: Birgit Urban/Vertretung des Landes Brandenburg bei der Europäischen Union

In den vier Arbeitsgruppen wurden Details der Charta diskutiert und Änderungsvorschläge formuliert, die anschließend im Plenum ausgewertet wurden.   Arbeitsgruppe   Arbeitsgruppe
 
Arbeitsgruppe   Plenum
In den vier Arbeitsgruppen wurden Details der Charta diskutiert und Änderungsvorschläge formuliert, die anschließend im Plenum ausgewertet wurden. Fotos: Birgit Urban/Vertretung des Landes Brandenburg bei der Europäischen Union
Metropolis Initaitive

Download und Links

No Regrets Charter (in Deutsch)
Prinzipien für die Anpassung an den Klimawandel in Städten

No Regrets Charter (in English)
Principles for climate change adaptation in cities

Warum wir Prinzipien für die Anpassung an den Klimawandel in Städten brauchen

Why we need principles for climate change adaptation in cities

Berlin kämpft gegen den Klimawandel


StEP Klima Berlin stellt sich vor - Staatssekretär Christian Gaebler; Foto: BMVBS
Klimaanpassung für Berlin - Maßnahmen und Beispiele
Broschüre zum Download mehr

Dr. Volker Löwe, Leiter des Berliner Büros bei der EU, Gastgeber des ersten Abends
Dr. Volker Löwe, Leiter des Berliner Büros bei der EU, Gastgeber des ersten Abends, Foto: Birgit Urban





"Non, je ne regret rien", eine musikalische Darbietung durch die Sängerin Frederike Haas anlässlich des musikalischen Empfangs der internationalen Teilnehmer
Foto: Birgit Urban
 
Anmeldung
Anmeldung, Foto: Birgit Urban

Dr. Markus Wenig, Leiter der Vertretung Brandenburgs bei der EU, in dessen Räumen der Dialog am 2. Tag stattfand, bei seiner Begrüßung der Teilnehmer





Dr. Markus Wenig,
Leiter der Vertretung Brandenburgs bei der EU, in dessen Räumen der Dialog am 2. Tag stattfand, bei seiner Begrüßung der Teilnehmer, Foto: Birgit Urban
 
Rechts Staatssekretär Ephraim Gothe im Gespräch
Rechts Staatssekretär Ephraim Gothe im Gespräch, Foto: Birgit Urban

Paul James, Director of the UN Global Compact Cities Programme and Professor of Globalisation at the University of Western Sydney, moderierte auch die zweite Veranstaltung
Paul James, Director of the UN Global Compact Cities Programme and Professor of Globalisation at the University of Western Sydney, moderierte auch die zweite Veranstaltung, Foto: Birgit Urban

Von links nach rechts: Prof. Paul James; Staatssekretär Ephraim Gothe; Barbara Berninger, Metropolis Regionalsekretärin Europa; Dr. Markus Wenig; Dr. Volker Löwe
Von links nach rechts:
Prof. Paul James; Staatssekretär Ephraim Gothe; Barbara Berninger, Metropolis Regionalsekretärin Europa; Dr. Markus Wenig; Dr. Volker Löwe
Foto: Birgit Urban


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