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Der Hobrechtswald

Waldweide




Pferde als Landschaftspfleger im Hobrechtswald, 3:12 Minuten,
Herausgeber: Pferdekultur Gut Hobrechtsfelde auf Initiative der Berliner Forsten.
Bildgestaltung: Antonia Gerke, Oscar Ortega Sanchez, Neithardt Riedel.
Video-Textfassung
Pferde als Landschaftspfleger im Hobrechtswald
Mit einer Initiative machen die Berliner Forsten auf die unberührte Natur im Norden Berlins aufmerksam

Wenn man an Pferde denkt, denkt man an das Pferd, welches uns Menschen seit ca. sechs Jahrtausenden dient. Aber was hat das Pferd im Laufe seiner Entwicklung von 60 Mio. Jahren sonst gemacht? Es gestaltete viele Jahrtausende lang mit anderen großen Pflanzenfressern wie Elchen und Rindern maßgeblich das Bild der Wälder in Deutschland.
Dieses anmutige Beutetier war Bestandteil der hiesigen vielfältigen Natur in mitten großer Vogelvielfalt, zahllosen Insekten und kleinen Reptilien. Vor einigen Jahrhunderten fingen jedoch die Menschen an sich offensiv für ihren Lebensraum und ihre Nahrung auszubreiten. Das hatte Konsequenzen. Nicht erst seit gestern stellen wir Artensterben von kleinen und großen Lebewesen fest und schützen sie im Rahmen des Naturschutzes fast allerorts in Deutschland. Die Berliner Forsten im Naturpark Barnim gehen seit 2011 mit der Agrar-GmbH Hobrechtsfelde auf den ehemaligen Rieselfeldern Berlins einen großen Schritt in Richtung Biodiversität, also Artenvielfalt.
Direkt hinter der Stadtgrenze im Berliner Norden weiden Pferde- und Rinderherden ganzjährig in großräumig umzäunten Wäldern und Wiesen und halten somit die Waldflächen halboffen und die Gras Flur niedrig. Die freilebenden Pferde gehören der Agrar-GmbH Hobrechtsfelde und sind eine polnische Robust-Rasse namens Konik.
Es werden regelmäßig Führungen von Fachpersonal auf die Weiden zu den Herden angeboten um Pferdefreunden und Naturliebhabern über diese schönen Landschaftspfleger zu informieren.

Inhalt des Filmes
Aufnahmen einer Führung in die Wildpferd-Herde auf den ehemaligen Rieselfelder Hobrechtsfelde im Naturpark Barnim. Die Aufnahmen laden zu einem Spaziergang durch die unberührte Natur ein.

Wie funktionieren Herdenstrukturen in extensiver Haltung? Wie kommunizieren Pferde untereinander? Warum ist eine Rangordnung innerartlich und zwischen Mensch und Pferd so wichtig? Was schafft die gesunde Pferdenatur in der freien Wildbahn allein und wo hilft der Besitzer? Wieso werden Menschen manchmal gefährlich für die Tiere oder warum liebt mich das Pferd nicht, wenn ich es aus der Hand füttere?
Diese und viele weitere Fragen klären sich auf einem wunderschönen Spaziergang durch den von Pferden gestalteten Wald- und Weideflächen bei den freilebenden Koniks.


Der Hobrechtswald ist seit 2011 Standort des größten Waldweideprojekts in Deutschland. Seit Mitte/Ende der 1980er Jahre wächst auf ehemaligen Rieselfeldern eine halboffene Waldlandschaft heran. Dort wird auf weitläufigen, größtenteils begehbaren, eingezäunten Flächen eine extensive Waldweide mit robusten Rinder- und Pferderassen betrieben. Bildergalerie

Beweidung

Auf großen, eingezäunten Flächen wird durch die Berliner Forsten im Hobrechtswald eine extensive Waldweide mit Rindern und Pferden betrieben, um eine strukturreiche, halboffene Waldlandschaft mit einem Eichenmischwald zu fördern. Besuchende erhalten einen ungefähren Eindruck, wie sich die Landschaft früher unter dem Einfluss von Großsäugern entwickelte. Durch ausgewiesene Weidetore können einige Weideflächen auch betreten werden. mehr

Weidetiere

Im Hobrechtswald leben verschiedene Robustrinderrassen wie Schottische Hochlandrinder und Galloways. Neben Rindern wurden auch Pferderassen wie Koniks und Fjordpferde angesiedelt. Die robusten Weidetiere bleiben ganzjährig im Freien und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern und Kräutern, aber auch von Zweigen der Bäume und Sträucher. mehr

Ökologische Bedeutung

Durch die Beweidung mit Rindern und Pferden wird die besondere halboffene Landschaft des Hobrechtswaldes erhalten und gefördert. Sie ist Lebensraum für viele seltene und geschützte Pflanzen- und Tierarten. mehr