Umwelt  

 

Halbzeitbilanz 2017-2019

Viel erreicht, noch viel vor


Die Beschäftigten der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und die politische Leitung arbeiten jeden Tag an vielen großen und kleinen Projekten mit dem Ziel, die Lebensqualität in Berlin zu sichern und zu verbessern.

Wie wir uns fortbewegen, in welchem Zustand Parks und Stadtwälder sind und ob wir Rücksicht auf das Klima nehmen – all das ist ganz wesentlich für die Lebensqualität der Berliner*innen.

Was wir hier zeigen, ist das bisher Erreichte. Das ist erst der Anfang, denn viele weitere Projekte werden noch folgen. Wir bauen Berlin um, damit unsere Stadt mobiler, klimafreundlicher und grüner wird.



Draußen in Berlin

Beim Umweltschutz geht’s um den Lebensraum von uns allen, aber auch um die Stadtnatur. Diese Gestaltungsaufgabe packen wir für Mensch und Natur engagiert an.

  • Britzer Garten; Foto: Grün Berlin GmbH
    Eine Charta für das Berliner Stadtgrün.
    Wir wollen das Stadtgrün langfristig sichern – gerade weil trotz und wegen des wichtigen Wohnungsbaus Berlin eine grüne Stadt bleiben muss. Deswegen wird die „Charta für das Berliner Stadtgrün“ und ein umfangreiches Maßnahmenpaket gemeinsam von Verwaltung und Stadtgesellschaft erarbeitet. Unter dem Label „Mein Grünes Berlin“ sind alle eingeladen, ihre Erwartungen und Bedürfnisse in diesen Prozess einzubringen, damit Berlin als grüne Metropole lebenswert bleibt. (Foto: Grün Berlin GmbH)

  • Wildbiene, Osmia cornuta,; Foto: Dr. Christian Schmid-Egger
    Berlin summt.
    Bienen sind die wahren Stars des Frühlings und Sommers und sie verdienen beste Bedingungen. Deswegen schaffen wir für sie mit der „Berliner Bienen-Strategie“ geeignete Lebensräume in der Stadt – für Wildbienen ebenso wie für die Honigbiene. Mit neuen Blumenwiesen, mit einer insektenfreundlichen Grünflächenpflege aber auch mit der Unterstützung der Imkerei. Wenn’s den Bienen gut geht, geht’s auch den Menschen gut. (Foto: Dr. Christian Schmid-Egger)


  • Berliner Natur; Foto: Stiftung Naturschutz Berlin
    Neue Schutzgebiete für Tiere und Pflanzen.
    Schutzgebiete für die Natur sind auch Erholungsorte für die Berliner*innen. Wir haben die Natura 2000-Gebiete Müggelspree-Müggelsee, den Spandauer Forst, den Grunewald, die Pfaueninsel und das Tegeler Fließtal rechtlich gesichert und weisen Stück für Stück auch neue Landschaftsschutzgebiete aus. (Foto: Stiftung Naturschutz Berlin)

  • Siegessäule im Großer Tiergarten; Foto: bezikus / Depositphotos.com
    Wir kümmern uns ums Berliner Stadtgrün.
    Die Parks und Stadtwälder sind die grünen Schätze Berlins und Freiräume für alle. Für ihre Pflege stellen wir allein im Nachtragshaushalt 2019 22 Millionen Euro zur Verfügung. Auf den Hitzesommer 2018 haben wir mit einem Sofortprogramm zur Baumwässerung reagiert. Wir lassen 30 weitere Parks durch die BSR reinigen und geben Geld für die neuen Parkmanager und Stadtnatur-Ranger, die sich bald vor Ort ums Stadtgrün kümmern sollen. (Foto: bezikus / Depositphotos.com)

  • Wiederverwenden statt wegwerfen; Foto: SenUVK / PEPERONI
    Wiederverwenden statt wegwerfen.
    In der Abfallpolitik heißt Berlins Leitbild Zero Waste. Das heißt: Weniger wegwerfen, weniger verschwenden. Denn was die einen nicht mehr gut finden, können andere noch gut gebrauchen. Wir schreiben das Abfallwirtschaftskonzept neu, haben den Re-Use Pop up-Store in Neukölln unterstützt und fördern Projekte und Initiativen, die vormachen, dass Abfall kein Müll sein muss sondern wertvoller Rohstoff. Zusätzlich haben wir die Biotonne flächendeckend in Berlin eingeführt, denn der organische Abfall soll raus aus der grauen Tonne und zu Biogas werden.(Foto: SenUVK / PEPERONI)

  • Siegessäule; Foto: asafeliason – Depositphotos.com
    Dicke Luft? Nicht mit uns!
    Die Berliner Luft ist vielerorts zu dreckig und gefährdet so die Gesundheit, vor allem die von Alten, Kranken und Kindern. Mit dem kommenden Luftreinhalteplan und finanziellen Hilfen wollen wir die Weichen für sauberere Luft stellen: Dazu prüfen wir zum Beispiel nicht nur alternative Antriebe und Filteranlagen für Busse, Pkw und Schiffe. Weitere Maßnahmen können streckenbezogene Fahrbeschränkungen, Parkraumbewirtschaftung und Tempo 30 sein, um die Luft sauberer zu bekommen. Zusätzlich würden so auch der Lärm ab- und die Verkehrssicherheit zunehmen. (Foto: asafeliason – Depositphotos.com)

  • Toilette von Wall; Foto: Wall GmbH
    Mehr und bessere öffentliche Toiletten.
    Gute öffentliche Toiletten sind wichtig, um bequem durch die Stadt zu kommen. 280 neue und moderne Toiletten werden 2019 und 2020 gebaut, knapp 90 weitere Standorte sind bereits in Planung. Alle sind barrierefrei, viele bieten zusätzlich eine Wickelmöglichkeit. Wenn’s unterwegs mal dringend ist, helfen die neuen und komfortablen stillen Örtchen. Berlin hat damit eine der modernsten Sanitärinfrastrukturen Europas. (Foto: Wall GmbH)

  • Better World Cup; Foto: Better World Cup
    Berlin gibt den Becher ab.
    Füllen, austrinken, wegschmeißen – die Lebensdauer von Coffee to go-Bechern ist kurz. Die Müllberge dafür umso höher. Viele Berliner*innen wollen weniger Müll produzieren. Unsere Initiative „Better World Cup“ motiviert bereits über 900 Cafés dazu, Mehrwegbecher aufzufüllen und den Kostenvorteil an die Kund*innen weiterzugeben. Wir arbeiten zusätzlich an einem neuen System: einem Pfandbecher to go, den man nach dem Trinkgenuss woanders zurückgeben kann. So wird Müllvermeidung noch einfacher. (Foto: Better World Cup)





Unterwegs in Berlin

Millionen Menschen sind täglich in Berlin unterwegs und das größtenteils umweltfreundlich mit Bussen, Bahnen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Damit sie noch besser und sicherer vorankommen, schaffen wir neue Möglichkeiten und bauen die Infrastruktur aus und um.

  • EBike; Foto: Tom Kretschmer
    Mobilitätsgesetz: Besser unterwegs in Berlin.
    Mit Bussen und Bahnen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher und klimafreundlich unterwegs sein – das wollen immer mehr Menschen und dafür legt Deutschlands erstes Mobilitätsgesetz die Grundlagen. Der Umweltverbund erhält endlich Vorrang, bis 2030 wird es nur noch saubere und leise Elektrobusse geben und wir verbessern die Radinfrastruktur. Wir läuten so ein neues Mobilitätszeitalter ein. Übrigens ist Barrierefreiheit ein zentrales Ziel des Gesetzes: Damit auch die gut durch die Stadt kommen, die nicht so gut zu Fuß sind. (Foto: Tom Kretschmer)

  • ÖPNV; Foto: lagom – Fotolia.com
    Nahverkehrsplan: Mehr Mobilität ermöglichen.
    Der Nahverkehrsplan ist das zentrale Dokument der Verkehrswende im ÖPNV. Er legt fest, wie Qualität, Preise, Angebot und Barrierefreiheit künftig verbessert werden. Diese Faktoren entscheiden darüber, wie oft und wie gerne die Berliner*innen Busse und Bahnen nutzen. 28 Milliarden Euro geben wir für diese Attraktivitätsoffensive in den nächsten 15 Jahren aus. Wir investieren damit in die Lebensqualität der Stadt und in den Klimaschutz. (Foto: lagom – Fotolia.com)

  • S-Bahn am Alex; Foto: katatonia82 – depositphotos.com
    S-Bahn auf der Überholspur.
    Wir werden für über 3 Milliarden Euro mehr als 600 neue S-Bahn-Viertelzüge bestellen und in den nächsten Jahren auf die Schiene bringen – modern und zuverlässig. Künftig werden wir einen landeseigenen Fuhrpark aufbauen. Wir organisieren den Betrieb neu und sorgen dadurch für mehr Qualität bei niedrigeren Kosten. So kommen die Berliner*innen besser voran. (Foto: katatonia82 – depositphotos.com)

  • Bahn; Foto: matteo avanzi - stock.adobe.com
    Pendler*innen: Besser raus aus und rein nach Berlin.
    Mehr als 300.000 Menschen sind täglich zwischen Berlin und Brandenburg unterwegs. Und es werden immer mehr. Für stressfreies Pendeln planen, erweitern und verbessern wir unter dem Projektnamen i2030 auf acht Bahn-Korridoren die Infrastruktur für S- und Regionalbahnen. Wer weiter will, der kommt demnächst mit dem Zug auf elektrifizierter und zweigleisiger Strecke besser nach Stettin, Prag oder Budapest. Dafür sorgen wir gemeinsam mit dem Land Brandenburg. (Foto: matteo avanzi - stock.adobe.com)

  • Tram am Hauptbahnhof; Foto: BVG / Oliver Lang
    Trams: Neue Züge und Strecken.
    Leise und komfortabel kommt man mit den gelben Straßenbahn-Zügen durch die Stadt. Deswegen bauen wir weitere Strecken: Drei bis 2021, weitere werden geplant. Zusätzlich kaufen wir neue Tram-Züge und steigern so das Angebot bis 2035 um 40 Prozent. Viele weitere Gründe, auf das Auto in Berlin zu verzichten und schnell, klimaschonend und komfortabel anzukommen. (Foto: BVG / Oliver Lang)

  • Holzmarktstraße; Foto: SenUVK
    Sicher in Berlin unterwegs.
    Wir haben begonnen, die Berliner Radinfrastruktur grundlegend zu erneuern. Für mehr Sicherheit bauen und markieren wir Radwege, trennen sie mit Pollern vom Autoverkehr und erneuern Kreuzungen. Übrigens engagieren wir uns auch für Lkw-Abbiegeassistenten: Einen Antrag Berlins hat der Bundesrat unterstützt und bei landeseigenen Fahrzeugen treiben wir die Umrüstung voran. (Foto: SenUVK)

  • Fahrscheinautomat; Foto: hanohiki / Depositphotos.com
    Konstant günstig durch die Stadt.
    Mobilität ist unverzichtbar, damit alle am Stadtleben teilhaben können. Wir haben das Sozialticket deswegen von 36 Euro auf 27,50 Euro um fast ein Viertel verbilligt und die übrigen Ticketpreise in den vergangenen beiden Jahren konstant günstig gehalten. Ab dem kommenden Schuljahr sollen alle Schüler*innen kostenfrei im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein. (Foto: hanohiki / Depositphotos.com)

  • ; Foto: nextbike GmbH
    Leihräder für die Fahrt zwischendurch.
    Ab 2017 wird das Leihradsystem Nextbike mit heute rund 2.500 Fahrrädern mit Unterstützung des Berliner Senats aufgebaut. So kann man gesund und sauber durch Berlin radeln. Und das unschlagbar billig und flott auf der Kurzstrecke. Gegenüber 2017 hat sich die Anzahl der Ausleihen verdreifacht – ein Beweis dafür, wie gerne Einheimische und Gäste das erfolgreiche System in Anspruch nehmen. (Foto: nextbike GmbH)





Gutes Klima in Berlin

Berlin übernimmt seinen Teil der Verantwortung für den globalen Klimaschutz. Was wir dabei schaffen, hat Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. Gleichzeitig muss sich die Stadt auf den Klimawandel einrichten.

  • Tempelhofer Feld; Foto: visit Berlin – Philip Koschel
    Globaler Klimaschutz fängt zu Hause an.
    Was an Klimaschutz in Berlin als größter deutscher Metropole passiert, strahlt weit über die Stadt hinaus. Wir bauen unsere Stadt klimafreundlich um, beim Verkehr, bei der Strom- und Wärmeerzeugung. Mit 100 Millionen Euro unterstützt der Senat das „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm“ und viele kleine und große Projekte der Bezirke und der Berliner*innen direkt beim Klimaschutz, um Berlin bis 2050 klimaneutral zu machen. (Foto: visit Berlin – Philip Koschel)

  • E-Bus; Foto: BVG / Oliver Lang
    Klimaneutral und leise durch Berlin.
    Bis 2030 werden alle Berliner Dieselbusse durch Elektrobusse ersetzt. Mit diesem Ziel ist Berlin deutschlandweit führend. Im Frühjahr 2019 kommen die ersten 30 E-Busse auf die Berliner Straßen und werden leise und sauber die Menschen durch die Stadt transportieren. Nach und nach wird das Angebot ausgeweitet. Das macht die Luft besser, die Stadt leiser und schont das Klima. (Foto: BVG / Oliver Lang)

  • Trinkbrunnen; Foto: Berliner Wasserbetriebe
    Kühles Nass für alle: Trinkbrunnen für Berlin.
    Weil sich unsere Stadt auf heiße Sommer einstellen muss, sollte wer unterwegs ist, kostenfrei und bequem seinen Durst stillen können. Dafür bauen wir zusammen mit Bezirken und Berliner Wasserbetrieben 100 neue Trinkwasserbrunnen überall in der Stadt auf. Wer leicht an Wasser kommt, der braucht auch keine Plastikflaschen mehr. Weniger Durst und weniger Müll – beides macht Berlin ein kleines Stückchen lebenswerter. (Foto: Berliner Wasserbetriebe)

  • Alternative Energien; Foto: SenUVK / Michael Danner
    Ohne Kohle, aber sexy.
    Berlin ist Vorreiter beim Klimaschutz, denn wir wollen unsere Wärmeversorgung vollständig kohlefrei ermöglichen. Auf Braunkohle verzichtet Berlin seit 2017 bereits vollständig und die Steinkohle wird bis spätestens 2030 ebenfalls nicht mehr verfeuert. Das haben wir gesetzlich festgelegt und dafür arbeiten wir mit dem Unternehmen Vattenfall und der Stadtgesellschaft an einem konkreten Plan für den vollständigen Ausstieg aus der Kohle. (Foto: SenUVK / Michael Danner)

  • Lastenräder; Foto: Ralf Rühmeier
    Lieferverkehr: Leise und sauber.
    Pedale statt Motoren: In Pankow starten Lastenräder und beliefern die Kieze der Umgebung mit Waren von einem gemeinsamen Depot aus. Und das sauber, leise und klimafreundlich. KoMoDo heißt das Projekt, das wir unterstützen und so einen Weg in die Logistik der Zukunft aufzeigen. (Foto: Hermes)

  • Lastenrad; Foto: DLR
    Lastenräder für Berlin.
    Jede Fahrt mit einem Lastenrad ersetzt eine Autofahrt und schont so Umwelt und Klima. Damit sich noch mehr Private und Gewerbetreibende diese saubere Alternative zum Auto leisten können, haben wir 2018 den Kauf mit 200.000 Euro unterstützt. 2019 wird das Projekt mit 500.000 Euro fortgesetzt. (Foto: DLR)

  • E-Autos der Berliner Wasserbetriebe; Foto: Berliner Wasserbetriebe
    Landeseigene Fahrzeuge künftig umweltfreundlicher.
    Die Berliner Verwaltung fährt bald mit gutem Beispiel voran – und rüstet den landeseigenen Fuhrpark nach und nach hybrid oder elektrisch um. Das macht die Luft der Stadt besser und schont das Klima. Und ist eine kostengünstige Alternative zu den rein fossil betriebenen Fahrzeugen. (Foto: Berliner Wasserbetriebe)

  • Dachbegrünung; Foto: Optigrün International AG
    Regenwasser besser nutzen.
    In heißen Sommern brauchen wir das Regenwasser zur Kühlung und Bewässerung, bei Starkregen soll es weder Keller noch Kanalisation überfluten. Wir steuern um und wollen mit Regenwasser intelligenter umgehen. Deshalb darf bei Neubauten nicht mehr so viel Regen einfach in die Kanalisation geleitet und sollte versickert und zurückgehalten werden. Damit Bauherren dazu beraten werden können, haben wir mit den Wasserbetrieben die Regenwasseragentur gegründet. Für ein besseres Klima finanzieren wir außerdem 1.000 neue Gründächer in Berlin. (Foto: Optigrün International AG)






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