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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Wasserstadtbrücke

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Wasserstadtbrücke
 
Die Absicht des Entwurfs war die Schaffung eines unaufdringlichen Brückenbauwerks als Bindeglied zwischen den östlich und westlich entstandenen Quartieren der Wasserstadt. Bewusst wurde auf Konstruktionen oberhalb der Fahrbahn verzichtet, um den freien Blick auf Havel und Uferlandschaft zu ermöglichen.

Die Verwendung von Stahl ermöglichte eine geringe Konstruktionshöhe und realisierte den gewünschten Eindruck von schwebender Leichtigkeit. Die Brücke bildet einen Fünffelddurchlaufträger. Die Schifffahrtsrinne kreuzt die Brücke in dem mit 70,35 m längsten vierten Feld bei einer lichten Höhe von 5,25 m über dem oberen Bemessungswasserstand und einem Winkel von 75 Grad, der auch von den Querträgern und den Pfeilern aufgenommen wird. Sie besteht aus einer Stahlkonstruktion mit orthotroper Platte und den beiden sich nach unten verjüngenden Hohlkästen, deren Höhe am westlichen Widerlager 1,31 m, am Hochpunkt 2,94 m und am östlichen Widerlager 2,18 m beträgt und aus den dazwischen liegenden Querträgern.

Während der Untergurt parallel zum Wasserspiegel liegt, passt sich der Verlauf der Obergurte den statischen Beanspruchungen aus den unterschiedlichen Spannweiten an. Der auskragende Geh- und Radweg wird durch ein Strebenpaar unterstützt. Die Brückenuntersicht wird durch den Wechsel der geschlossenen Hohlkästen und der offenen Bereiche in einem über die gesamte Brückenlänge durchgehaltenen Rhythmus gegliedert. Die beiden die Schifffahrtslinie begrenzenden Hauptpfeiler sind aus Stahlbeton in ihre Hülle pyramidenförmig als Vierfußböcke ausgebildet, die dem Schiffsanprall standhalten.
 

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