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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Mörschbrücke

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Im Rahmen des Ausbaus des Westhafenkanals war der Ersatzneubau der Mörschbrücke erforderlich, da weder die lichte Durchfahrtshöhe noch die lichte Durchfahrtsbreite der alten Brücke ausreichten. Es war eine lichte Höhe von 5,25 m über dem oberen Bemessungswasserstand herzustellen. Aufgrund einer nicht realisierbaren Anhebung der vorhandenen Straßenrampen musste ein Bauwerk mit oben liegendem Tragwerk vorgesehen werden. Die hierfür gewählte Stabbogenlösung wurde planerisch an die Forderung, den Verkehr auf dem stark befahrenen Tegeler Weg kontinuierlich mit 2 Fahrstreifen je Richtung aufrecht zu erhalten, angepasst.

Vom Ingenieurbüro Grassl wurde eine Lösung erarbeitet, bei der auf eine ursprünglich vorgesehene Behelfsbrücke für den Straßenverkehr verzichtet werden konnte. Hierbei wurde der Verkehr zunächst vierstreifig auf die Westseite der vorhandenen Brücke verlegt. Diese erhielt aus statischen Gründen eine lastverteilende Konstruktion. Nach Abbruch und Neubau des östlichen Brückenteils im 1. Bauabschnitt (BA), wurde der Verkehr auf den neuen Überbauteil verlegt und der 2. BA konnte hergestellt werden. Der Überbau des 2. BA wurde nach dem Einschwimmen über eine kombinierte Schweiß-/Schraubverbindung mit dem 1. BA verbunden (Fahrbahnblech verschweißt, Querträger-Stege und -Untergurte verschraubt).

Bei der Bauwerksgestaltung wurde besonderer Wert auf die Ausbildung der Bogenkonstruktion gelegt. Der dreistegige Bogenquerschnitt erhielt ein Dachprofil mit geneigten Stegblechen und die Bogenfußpunkte wurden betont. Für die Hänger wurden gefaste Flachstahlquerschnitte mit gestalteten Hängeranschlusspunkten konzipiert. Die tief gegründeten Kastenwiderlager sind im Flügelbereich verklinkert und unterhalb des Überbaus in Sichtbeton ausgeführt.
 

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