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ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Gustav-Heinemann-Brücke

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Gustav-Heinemann-Brücke
 
Die Gustav-Heinemann-Brücke wurde als stählerne Fußgängerbrücke mit Holzbohlenbelag konzipiert und kreuzt die Spree im Bereich des Spreebogens in Berlin-Mitte. Sie verbindet den Panoramaweg des Spreebogenparks und die Regierungsgebäude mit dem Vorplatz des Hauptbahnhofs.

Das Haupttragwerk, 3-Feldträger mit ungleichen Stützweiten, besteht aus zwei Vierendeel-Trägern mit dazwischen liegender Gehbahn in halber Trägerhöhe (H-Querschnitt).

Die Brücke wurde über den Tunnelanlagen der Bundesstraße und der DB AG errichtet. Die Innenauflager (Stahlbetonpfeiler) sind als Flachgründung in Uferkästen gegründet. Die Lasten werden in die Tunnelwände eingeleitet. Wegen der kurzen Endfelder treten an den Widerlagern große Zugkräfte auf, die Verankerung erfolgt durch vorgespannte Zugstangen aus Stahl in die massiven Fundamentplatten (Gegengewicht).

Aufgrund der "weichen" Vierendeel-Träger wurde die Brücke als schwingungsanfällig eingestuft. Zur Verringerung fußgängerinduzierter Schwingungen wurden Vertikal-Schwingungstilger entsprechend der dynamischen Berechnung eingebaut und die Wirkung durch Versuche am realen Bauwerk bestätigt. Die durch Wind erzeugten Schwingungen werden durch Horizontal-Schwingungstilger in Brückenmitte kompensiert.

Die Stahlkonstruktion des Brückenüberbaus wurde im Werk vorgefertigt, auf einem Montageplatz komplett zusammengebaut und per Schiff und Pontons zur Baustelle transportiert. Der Überbau wurde mit einem 300 t-Schwimmkran auf die fertig gestellten Widerlager und Stützen aufgelegt.

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