Bauen  

 

ÜberBrücken: Brückenbau 2000-2009

Autobahndreieck Neukölln

1 | 2 | 3 | vor
Autobahndreieck Neukölln
 
Mit den Bauwerken des Autobahndreiecks über dem Neuköllner Schifffahrtskanal wird die BAB A 113 (neu) als Radiale in Richtung Süden geführt und Vorsorge für die Fortführung der Bundesautobahn A 100 in Richtung Nordosten getroffen. Bis zum Weiterbau der BAB A 100 entlastet die provisorische Anschlussstelle Grenzallee die AS Buschkrugallee.

Die sechs mehrfeldrigen Durchlaufträger mit einer Gesamtlänge von rund 1.000 m kreuzen in zwei Ebenen den Neuköllner Schifffahrtskanal. Von der Grenzallee führt ein Trogbauwerk in der unteren Ebene den Verkehr in Richtung Süden zur BAB A 113 (neu). Um einen kompakten Bauwerkskomplex zu erhalten, sind alle Überbauten als Verbundbrücken mit luftdicht verschlossenen Hohlkästen und schlaff bewehrten Fahrbahnplatten ausgeführt. Die Unterseiten der auskragenden Fahrbahnplatten wurden mit in Längsrichtung orientierter Brettschalung hergestellt und die Kappen sind abgerundet. Die Beleuchtungsmaste stehen in der Flucht der Lärmschutzwände und wurden in die hochabsorbierende sowie die nach außen geneigten transparenten Lärmschutzwände integriert.

Die Stützenstellungen der sich kreuzenden Brücken werden durch die Lage des Troges und des Neuköllner Schifffahrtskanals bestimmt. Die Überbauten lagern auf Stützen mit Durchmessern von 1,80 m bzw. 2,00 m für die beiden oben liegenden. Die Stützen sind auf einer kombinierten Pfahl-Platten-Gründung abgesetzt. Auf der Westseite werden alle in unterschiedlicher Höhe ankommenden Überbauten auf dem bastionsartig gestalteten Widerlagerensemble aufgelagert. Auf der Ostseite sind drei Widerlager aus Sichtbeton in dem neu modellierten Gelände angeordnet.
 

Brücken-Suche