Bauen  
 

Straßen und Brücken für Berlin

Der Bau: Mühlendamm/ Molkenmarkt/ Grunerstraße/ Klosterviertel


Bauausführung

Die Straßenbaumaßnahme wird aus verkehrstechnischen Gründen in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen in den "Umbau Mühlendamm/Molkenmarkt/Grunerstraße (Hauptstraßenzug) von Mühlendammbrücke bis Littenstraße einschließlich den Anschlüssen Spandauer Straße bis Stralauer Straße" und zum anderen in den "Umbau der Quartiersstraßen im Klosterviertel (Bereich Molkenmarkt/Klosterviertel)". Die neuen Verkehrsführungen wurden unter Berücksichtigung der Strategien des Stadtentwicklungsplans Verkehr und den Verkehrsprognosedaten des Landes Berlin 2025 geplant.

Lageplan
Lageplan


Der neue Hauptstraßenzug, im Lageplan blau umrandet, wird auch in Zukunft sehr stark befahren sein. Daher werden die Querschnitte und die Gestaltung weiterhin die Charakteristika einer großstädtischen Hauptstraße aufweisen. Es erfolgt eine dreistreifige Ausbildung der Fahrbahnen je Fahrtrichtung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h. Durch die Umverlegung der Grunerstraße in den Verlauf der Gustav-Böß-Straße werden Kreuzungspunkte neu strukturiert. Die Verkehrsknoten Grunerstraße - Stalauer Straße und Grunerstraße - Mühlendamm - Spandauer Straße werden zukünftig durch eine Kurve verbunden und mittels Lichtsignalanlagen geregelt. So soll ein zügiger Verkehrsfluss für den motorisierten Individualverkehr und bessere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer sichergestellt werden. Um die Anbindungen an das umliegende Straßennetz zu gewährleisten, werden die Jüden-, die Kloster- und die Parochialstraße bis zum neuen Hauptstraßenzug unter Berücksichtigung historischer Fluchten verlängert. In der Staulauer Straße wird die bisherige Querschnittsbreite mit zweistreifiger Führung je Richtung erhalten bleiben.

Im Bereich des Mühlendamms und im neuen Straßenabschnitt Molkenmarkt wird zwischen den Fahrtrichtungen eine Trasse für eine zukünftige Straßenbahnlinie freigehalten. Die BVG wird hierfür ein gesondertes Planfeststellungsverfahren durchführen.

Für Fußgänger und Radfahrer werden attraktive Räume im Straßenland geschaffen und Grünflächen angelegt. Der bereits neu hergestellte Geh-/ und Radweg im Bereich nordwestlich der Grunerstraße bleibt erhalten und wird in die neue Planung integriert.

Zu den Quartierstraßen, im Lageplan rot umrandet, zählen die Klosterstraße von der neuen Grunerstraße bis zur Parochialstraße, die Jüdenstraße von der Parochialstraße bis zur neuen Grunerstraße und die verlängerte Parochialstraße in Form eines Gehwegbereiches. Die Straßenzüge Klosterstraße und Jüdenstraße bleiben mit einem Fahrstreifen je Richtung erhalten und entsprechen damit gebietsinternen Erschließungsstraßen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Die Parochialstraße am Neuen Stadthaus ist nicht Bestandteil des B-Plans und wird nicht in die aktuelle Planung einbezogen.

Die Realisierung steht im Kontext zu den Hochbauaktivitäten. Durch die Baumaßnahme werden die bisherigen Parkmöglichkeiten am Roten Rathaus entfallen. Alternativ stehen Parkplätze im Parkhaus an der Grunerstraße bzw. in der Tiefgarage unter der Alexanderstraße zur Verfügung.

Alle Straßen im Baubereich werden mit einer neuen, energetisch effizienten Straßenbeleuchtung ausgestattet. Eine Anpassung der Versorgungsleitungen an die veränderten Straßenquerschnitte wird im Zuge der Baumaßnahme realisiert.

Voraussichtlicher Bauablauf


II.-IV. Quartal 2018
Beginn der archäologischen Erkundungen in Anlehnung an die Vorgaben im B-Plan auf Flächen, die für den Verkehr entbehrlich sind. Ggf. vorgezogener Leitungsbau

II. Quartal 2019
Beginn der Bauausführung im Hauptstraßenzug und archäologische Erkundungen im Straßenbereich (drei baubegleitende Grabungen)

II. Quartal 2021
Beginn der Bauausführung in den Quartierstraßen im Klosterviertel
(Fertigstellung vorbehaltlich der Hochbauaktivitäten)

II. Quartal 2022
Fertigstellung des Hauptstraßenzuges

Verkehrsführung während der Bauzeit

Der Durchgangsverkehr sowie der Quell- und Zielverkehr im Gebiet werden während der Bauausführung gewährleistet. Dies ist als Planungsvorgabe für die anstehenden Planungstätigkeiten definiert.