Häufige Fragen

1. Wie wurden die Teilnehmenden ausgewählt? Wie stellen Sie sicher, dass der Bürger:innenrat ein Abbild der Berliner Gesellschaft ist?

Eine umfangreiche Zusammenfassung des Losverfahrens ist auf der Seite Zum Verfahren zu finden. Alle Berliner:innen haben die gleiche Chance, ausgelost zu werden. Über das Einwohnermeldeamt werden in einem ersten Schritt 2800 Personen zufällig aus dem Melderegister ausgewählt und postalisch kontaktiert. Die Teilnahme ist freiwillig. Von allen kontaktieren Berliner:innen, die Interesse an der Teilnahme haben, werden dann 100 Menschen ausgelost. die am ehesten die Berliner Bevölkerung abbilden. Dies geschieht anhand demografischer Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, Wohnbezirk und Interesse am Thema Klimaschutz.

2. Bekommen die Teilnehmenden Geld für ihre Teilnahme?

Die Teilnehmenden erhalten für ihre Teilnahme eine kleine Aufwandsentschädigung von insgesamt 350 €.

3. Wer ist für die Durchführung des Projektes zuständig?

Die Durchführung erfolgt durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Diese hat das Nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH (Berlin), Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (Potsdam) und Klima-Mitbestimmung JETZT e.V. (Köln) mit der Umsetzung beauftragt.

4. Was passiert mit den Ergebnissen des Bürger:innenrats?

Die Empfehlungen werden in Form eines Bürger:innengutachtens dem Senat und dem Abgeordnetenhaus vorgelegt und dort beraten. Welche Vorschläge umgesetzt werden, entscheiden am Ende Regierung und Parlament. Bei ihren Entscheidungen zur künftigen Klimapolitik Berlins werden Senat und Abgeordnetenhaus die Empfehlungen des Klimabürger:innenrats ernsthaft prüfen und angemessen berücksichtigen. Insoweit werden die Empfehlungen ein wichtiges Element für die weiteren Schritte der Politik sein.

5. Wir haben doch gewählte Politiker:innen. Warum braucht es trotzdem einen Bürger:innenrat?

In Bürger:innenräten werden per Losverfahren ausgewählte Bürger:innen unmittelbar an der politischen Willensbildung beteiligt. Deshalb kann ein Bürger:innenrat als zusätzliches, beratendes Gremium den Austausch zwischen Politik und Bevölkerung stärken und das Finden geeigneter und gemeinschaftsfähiger Maßnahmen erleichtern.

6. Wie wurden die Expert:innen für den Bürger:innenrat ausgewählt?

Zur wissenschaftlichen Unterstützung und zur Entwicklung der Alltagsszenarien werden für jedes der Handlungsfelder (z.B. Verkehr, Energie und Wohnen) unabhängige und anerkannte Expert:innen gewonnen. Auch die anfängliche Vorstellung des Themas Klimawandel erfolgt durch anerkannte Klimawissenschaftler:innen. Die Identifizierung und eine erste Kontaktaufnahme zu den Expert:innen erfolgt über das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS). Die Expert:innen bringen sich in verschiedenen Rollen mit ein: als Themenpat:innen, die die Szenarienerstellung betreuen und diese den Bürger:innen in den Sitzungen vorstellen, sowie als Faktenchecker:innen, die für zusätzliche inhaltliche Rückfragen zu Fragen technischer Natur zur Verfügung stehen.