Parkraumbewirtschaftung

Parkraumbewirtschaftung im inneren S-Bahnring (Stand März 2019)
Parkraumbewirtschaftung im inneren S-Bahnring (Stand März 2019)
Bild: SenUVK

Viele Berlinerinnen und Berliner kennen und schätzen die Parkraumbewirtschaftung bereits heute in ihren Kiezen. Sie finden leichter einen Parkplatz, müssen weniger Lärm und Abgase durch den Parksuchverkehr ertragen und können relativ günstig wohnortnah parken.

Heute besteht auf rund 35 Prozent der Innenstadtfläche Parkraumbewirtschaftung. Dieser Anteil wird in einem ersten Schritt bis 2020 auf 75 Prozent ausgeweitet, um später – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – auf 100 Prozent innerhalb des S-Bahnrings zu steigen.

Was bringt eine ausgeweitete Parkraumbewirtschaftung?

Von 117 stark belasteten Straßenabschnitten können bei mehr als einem Viertel (32) durch die Parkraumbewirtschaftung die Grenzwerte für Stickoxide eingehalten werden. Damit ist die Parkraumbewirtschaftung eine sehr effektive Maßnahme, um die Berliner Luft wieder sauberer und damit gesünder zu machen. Würde sie nicht eingeführt, gäbe es deutlich mehr Fahrverbote.

Welche Bezirke sind dabei und was macht der Senat?

Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg planen bereits neue Zonen. Mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung des Senats werden diese Pläne vorangetrieben. Zudem wird den Bezirken im kommenden Haushalt Geld für Machbarkeitsstudien und Parkscheinautomaten zur Verfügung gestellt. Die Vorteile der Parkraumbewirtschaftung werden bald noch weitere Bezirke von ihrer Realisierung überzeugen.

Was ändert sich für die Anwohner*innen?

Sie müssen bei vorgezogener Einführung der Parkraumbewirtschaftung für 20,40 Euro eine Anwohner-Vignette bei den Bezirksämtern kaufen. Das sind weniger als 3 Cent pro Tag. Die Vignette gilt für zwei Jahre. Die Vorteile für die Anwohner*innen fallen deutlich ins Gewicht: Sie finden leichter einen Parkplatz, werden weniger vom Parksuchverkehr gestört und profitieren von der gestiegenen Verkehrssicherheit.

Was ändert sich für die Besucher*innen?

Sie müssen am Automaten einen Parkschein ziehen. Die Kosten legen die Bezirke anhand der Berliner Gebührenordnung fest. Der Preise werden in allem Gebührenstufen um jeweils einen Euro pro Stunde erhöht.

Besucher*innen, die länger bleiben, können bei den Bezirksämtern Besucher-Vignetten erwerben. Für maximal vier Wochen werden dann 25,- Euro fällig.

Ist die Parkraumbewirtschaftung nicht sozial ungerecht?

Die Anwohner*innen können im nationalen und internationalen Vergleich sehr günstig eine Vignette erwerben. Relativ zu den Fixkosten eines Pkw fällt die Ausgabe kaum ins Gewicht. Die Besucher*innen müssen mehr für das Parken zahlen. Die Preise sind bundesweit üblich.

Gleichzeitig investiert der Berliner Senat in Busse und Bahnen und verbessert die Infrastruktur für Fahrradfahrer*innen. Es wird also immer attraktiver, das eigene Auto stehen zu lassen.