Stickoxide in Berlin

Fernsehturm, Sturm und Wolken (Ausschnitt)
Bild: kyrien/Depositphotos.com

In Berlin ist der Schadstoffausstoß von Stickstoffdioxid (NO2) wie in vielen anderen deutschen Großstädten zu hoch: An fast allen der 29 Messstellen in verkehrsreichen Straßen wird der Grenzwert von 40 Mikrogramm/Kubikmeter zum Teil deutlich überschritten.

Das Problem ist nicht auf die Messstellen beschränkt. Simulationsrechnungen zur Luftbelastung für das 1.600 Kilometer lange Hauptverkehrsstraßennetz in Berlin zeigen dies deutlich.

In Summe wurden Grenzwertüberschreitungen an fast 500 Straßenabschnitten mit einer Länge von 60 Kilometern registriert. Eine Vielzahl von Maßnahmen hat in der Summe zu einer Verbesserung geführt: Aktuelle Modellrechnungen gehen davon aus, dass im Jahr 2020 noch an rund 20 Straßenabschnitten mit einer Länge von etwa fünf Kilometern die Grenzwerte überschritten werden. Die am stärksten belasteten Straßenabschnitte liegen nach wie vor an der Leipziger, Potsdamer und Hauptstraße, der Reinhardtstraße, der Wilhelmstraße, der Brückenstraße und am Tempelhofer und Mariendorfer Damm. Anwohnerinnen und Anwohner sowie alle, die sich an den belasteten Abschnitten aufhalten, sind betroffen, darunter zum Beispiel Beschäftigte in Geschäften am Rand der Straßen sowie deren Kundschaft.

Was sind Stickoxide?

Stickoxide oder Stickstoffoxide sind Sammelbezeichnungen für die gasförmigen Oxide des Stickstoffs: Stickstoffmonoxid NO und Stickstoffdioxid NO2. Da es wegen der vielen Oxidationsstufen des Stickstoffs mehrere Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen gibt, werden sie auch mit NOx abgekürzt. Stickoxide entstehen bei der Verbrennung von Treibstoff im Motor. NOx wirkt sich bei zu hoher Konzentration direkt auf den Menschen aus. Vor allem das Stickstoffdioxid ist für den Menschen gefährlich.