Verkehr  
 

Radverkehrsstrategie - Maßnahmen

Bessere Straßen und Wege für Radfahrer


Bessere Straßen und Wege für Radfahrer

Ein dichtes Netz von zusammenhängenden, direkten und komfortablen, zügig und angenehm benutzbaren Verbindungen bietet einen starken Anreiz, Alltags- und Freizeitwege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wichtige Qualitätskriterien sind die Vermeidung von Umwegen, die gute Befahrbarkeit allen Tages- und Jahreszeiten, die Freiheit von Schadstellen, Engpässen und Hindernissen, und nicht zuletzt ein attraktives Umfeld.

Wachstumsvorsorge treffen

Der Radverkehr nimmt weiter zu, auf manchen Innenstadtrouten gibt es bereits Engpässe. Senat und Bezirke werden deshalb bei allen Baumaßnahmen Vorsorge für die Zunahme des Radverkehrs treffen und entsprechende Konzepte entwickeln.

Das Radfahren auf längeren Wegen attraktiv machen

Die Bereitschaft, auch für etwas längere Wege das Fahrrad - oder ein Elektrofahrrad - zu nutzen, soll gefördert werden: Durch leistungsfähige und zügig befahrbare Fahrradschnellwege und Fahrradstraßen, durch Fahrradstreifen, die das Überholen zulassen, sowie durch ausreichend bemessene Radverkehrsanlagen an Knotenpunkten und fahrradfreundliche Ampeln.

Das Fahrradrouten-Hauptnetz fertigstellen

Das im Endausbau 350 km umfassende Fahrradrouten-Hauptnetz ist das Rückgrat der Berliner Radverkehrsinfrastruktur. Das Netz soll bis 2017 in gut befahrbarer Qualität fertig gestellt und ausgeschildert werden.

Bezirkliche Nebenrouten realisieren

Die großen Maschen des Hauptnetzes müssen durch Verbindungen in den Stadtteilen weiter ausgefüllt werden. Die Bezirke sind deshalb aufgefordert, ergänzende Nebenroutenplanungen fertig zu stellen. Der Senat wird die Umsetzung im Rahmen der für den Radverkehr verfügbaren Mittel unterstützen.

Hauptverkehrsstraßen fahrradfreundlich gestalten

Hauptverkehrsstraßen stellen auch für den Radverkehr oft die günstigste Verbindung dar. Senat und Bezirke werden deshalb den Bau anforderungsgerechter Radverkehrsanlagen an diesen Straßen verfolgen, oder - wo dies nicht möglich ist - für ein mit dem Radverkehr vereinbares Geschwindigkeitsniveau Sorge tragen.

Nahbereichskonzepte umsetzen

Die meisten mit dem Rad zurückgelegten Wege finden im näheren Umfeld der eigenen Wohnung statt. Projekte zur fahrradfreundlichen Umgestaltung von örtlichen Nahbereichen sollen deshalb unterstützt werden.

Einbahnstraßen für den Radverkehr öffnen

Darüber hinaus soll systematisch überprüft werden, welche Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung noch geöffnet werden können, um Umwege zu vermeiden.

Sichere und zügige Fürhrung des Radverkehrs an Knotenpunkten

Verkehrsreiche Straßenkreuzungen sind oft besondere Problemstellen im Radverkehrsnetz. Senat und Bezirke werden deshalb bei allen Planungen darauf achten, den Radverkehr sicher und zügig über solche Knotenpunkte zu führen. Dabei sollen auch bewährte, in Berlin noch nicht übliche Lösungen geprüft werden. Für einen Straßenabschnitt mit starkem Radverkehrsaufkommen soll die fahrradfreundliche Koordinierung aufeinander folgender Lichtsignalanlagen erprobt werden.