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Radrouten – Teltow-Route RR12

Etappe von Mitte nach Kreuzberg




1. Schloßplatz

Die Schlossinsel, Querungsstelle einer alten Ost-West-Handelsstraße über die Spree, ist die historische Mitte Berlins und Keimzelle der Doppelstadt Berlin-Cölln. Burg und Schloss am Spreeübergang wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch Andreas Schlüter zur bedeutendsten Barockresidenz Deutschlands ausgebaut. Die sozialistische Stadtplanung der DDR ersetzte das Machtzentrum der Hohenzollern durch den Palast der Republik. An dem städtebaulich exponierten Ort soll das Humboldt-Forum – eine Replik des ehemaligen Stadtschlosses – entstehen.
 

2. Friedrichswerdersche Kirche

Die von Karl Friedrich Schinkel 1824–30 als erste im neugotischen Stil entworfene Backsteinkirche wird von bekrönten Wandpfeilern und zwei filigranen Portaltürmen überragt. Sehenswert ist die Skulpturensammlung aus der Zeit des Bildhauers Johann Gottfried Schadow, insbesondere das anmutige „Doppelbildnis der Prinzessinnen Luise und Friederike".
 

3. Auswärtiges Amt

Das Ministerium ist Zeugnis neuer Architektur nach der Wende in der historischen Mitte Berlins. Die im Jahr 2000 von Thomas Müller und Ivan Reimann als Gegenüber der noch zu rekonstruierenden Bauakademie konzipierte Blockbebauung reflektiert in seiner gläsernen Fassade die Doppeltürme der Friedrichswerderschen Kirche.
 

4. Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt ist der schönste Platz und Höhepunkt des historischen Städtebaus in Berlin. Flankiert von den Zwillingsbauten Französischer Dom und Deutscher Dom befindet sich in der Platzmitte das von Karl Friedrich Schinkel 1818–21 entworfene Schauspielhaus, heute als Konzerthaus genutzt.
 

5. Checkpoint Charlie

Der Checkpoint war Grenzübergang der Alliierten zwischen Ost- und West-Berlin: ein Ort von besonderer Bedeutung für die deutsch-deutsche Teilung, dessen Bilder um die Welt gingen. Ein Muss für alle, die Berlin besuchen.
 

6. Jüdisches Museum

Das 1998–2000 von Daniel Libeskind entworfene, gleichsam wie ein Blitz in den Stadtgrundriss eingefügte Museum soll einen zerbrochenen Davidstern symbolisieren. Die extravagante Architektur steht im bewussten Gegensatz zu dem als Kollegienhaus erbauten ehemaligen Kammergericht im barocken Stil, Wirkungsstätte des romantischen Dichters E. T. A. Hoffmann als preußischer Kammergerichtsrat.
 

7. Willy-Brandt-Haus

Wie ein Schiffsbug ragt der 1993–96 von Helge Bofinger im Rahmen der Internationalen Bauausstellung entworfene Gebäudekomplex der SPD-Bundeszentrale in den Stadtraum zwischen Wilhelm- und Stresemannstraße.
 

9. Deutsches Technikmuseum Berlin

Schon von weitem sichtbar hängt hoch über dem Dach des Technikmuseums eine von der Berliner Bevölkerung während der Blockade 1948–49 liebevoll "Rosinenbomber" getaufte C-47 B, die ihren Einsatz in der alliierten Luftbrücke hatte. Das Museum ist nicht nur spannend für Eisenbahnfans, Schifffahrts- und Flugzeugbegeisterte, sondern auch für Kinder, die hier durch Anfassen und Ausprobieren Technik begreifen können.
 

10. Viktoriapark

In der Sichtachse der Großbeerenstraße ragt der Kreuzberg in den Berliner Himmel, Namensgeber für den gleichnamigen Stadtteil. Auf der Spitze, über einem für Berliner Verhältnisse beeindruckenden Wasserfall, erhebt sich ein 1878-79 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel zur Erinnerung an die Freiheitskriege errichtetes gusseisernes Denkmal in Form einer gotischen Turmspitze.


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