Verkehr  
 

Radrouten und Radverkehrsanlagen – Spandau-Route RR3

Routenbeschreibung


Mit dem Rad nach Spandau bei Berlin

Ausgangspunkt der 25 km langen Spandau-Route ist der Schloßplatz in Berlin-Mitte. Hier – am einstigen Standort des Stadtschlosses – beginnt Berlins ältester Boulevard, die Straße Unter den Linden.

Auf der Busspur, am Autoverkehr vorbei, passieren wir das Zeughaus, die Neue Wache, das Forum Fridericianum mit dem Reiterstandbild Friedrichs II. und die Humboldt-Universität, wichtiges Ziel für den studentischen Radverkehr.

An der Kreuzung Friedrichstraße / Unter den Linden zweigt rechts die Straße zum Bahnhof Friedrichstraße ab.

Den Abschluss der preußischen Prachtstraße bildet Berlins gute Stube, der Pariser Platz, umgeben von Botschaften, der Akademie der Künste, dem Hotel Adlon und dem Brandenburger Tor: gesperrt für den Autoverkehr, aber für den Fahrradverkehr frei.

Vor uns liegt der Tiergarten mit dem ehemaligen Reitweg der Brandenburger Kurfürsten und preußischen Könige, heute als sechsspurige Allee ausgebaut. Auf Fahrradwegen erreichen wir den Großen Stern und die Siegessäule.

Die Route folgt weiter der Straße des 17. Juni bis zum S-Bahnhof Tiergarten. Hinter dem Charlottenburger Tor queren wir den Landwehrkanal und befinden uns auf Höhe der Technischen Universität. An Wochenenden findet hier einer der beliebtesten Flohmärkte Berlins statt.

Wir umfahren den Ernst-Reuter-Platz und gelangen zur Bismarckstraße, die uns auf Radwegen an Schillertheater und Deutscher Oper vorbei zum Sophie-Charlotte-Platz führt.

Während die Gatow-Route geradeaus Richtung Westen weiterführt, biegt die Spandau-Route nach Norden in die Schloßstraße ab. Vierreihig zielt die Lindenallee auf das barocke Schloss Friedrichs I. und seiner Gemahlin Königin Sophie Charlotte, Namensgeberin auch des Stadtteils Charlottenburg.

Wir umrunden einen vierarmigen Kandelaber und fahren durch den Kiez am Klausener Platz auf der Knobelsdorffstraße nach Westen.

Über die Stadtautobahn und den S-Bahnring geht es bergauf in Richtung Westend. An der Königin-Elisabeth-Straße passieren wir die Torbauten der Wohnanlage am ehemaligen Straßenbahn-Betriebshof.

Vorbei an stattlichen Villen führt uns der Weg durch das grüne, vornehme Westend bis zur Reichsstraße. Am U-Bahnhof Neu-Westend weist ein Reiterstandbild in Richtung Olympiastadion und Waldbühne.

Bergab rollt das Fahrrad auf dem Radstreifen der Reichsstraße zum Spandauer Damm und zum U-Bahnhof Ruhleben.

Entlang der Fernbahnstrecke nach Hamburg, auf der linken Seite das Krematorium Ruhleben und die Polizeidirektion Spandau, erreichen wir den Ortsteil Stresow.

Das ehemalige Fischerdorf Tiefwerder auf einer Halbinsel in der Havel gelegen und das Naturschutzgebiet Tiefwerder Wiesen sind Geheimtipps für alle, die gerne Rad fahren und die Natur lieben.

Auf unserem Weg zur Stadtgrenze liegt nun die Altstadt Spandau vor uns. Wir queren die Havel und fahren auf das Einkaufszentrum zu. Rechts ragt der Turm des Spandauer Rathauses über das Wasser.

Auf der Klosterstraße erreichen wir den Bahnhof Spandau mit seinen signifikanten Glasbögen.

Bevor die Fahrt in Richtung Spektegrünzug weitergeht, empfehlen wir einen Abstecher in die Altstadt Spandau.

Nördlich vom Fernbahnhof biegt die Route links in die Seegefelder Straße und rechts in die Galenstraße ein. Auf Höhe der Rotkreuz-Kindertagesstätte beginnt links der Ramin-Park, den wir auf asphaltierten Wegen durchfahren.

Vorbei an Kinderspielplätzen und Rodelberg führt der Weg zu den Spektewiesen mit seinen renaturierten Kiesteichen einer der schönsten Grünzüge Spandaus. Wir wählen die für den Radverkehr ausgeschilderte asphaltierte Route.

Vorbei an der Zeppelinsiedlung erreichen wir die Bötzowbahn, umfahren das südliche Ufer des Großen Spektesees und unterqueren die Straße Am Kiesteich.

Vor der Spektelake wechselt der asphaltierte Weg das Ufer. Am Ende des Sees queren wir eine Bohlenbrücke, durchfahren eine Laubenkolonie und erreichen die Landesgrenze am Finkenkruger Weg. Hier trifft unsere Route auf den Berliner Mauerweg.

Für unsere Weiterfahrt zum 4 km entfernten Falkensee wählen wir die Königszelter Straße. Vorbei am Geschichtspark Falkensee, der Gedenkstätte eines ehemaligen KZ-Außenlagers, kommen wir zur Gartenstadt Falkenhöh und fahren auf dem Radweg der Spandauer Straße bis nach Falkensee. Die Gemeinde plant ab Landesgrenze eine straßenunabhängige Radverbindung durch die Große Lake und Falkenaue.

Unsere Fahrt vor die Tore der Stadt endet im Ortskern Falkensee. Für alle, die vom vielen Rad Fahren müde geworden sind, ist die Rückfahrt nach Berlin vom gut ausgeschilderten Regionalbahnhof möglich.



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