Umwelt  

 

Luftqualität

Wie gut ist die Berliner Luft ?


Messstation MC 220
Luftgütemessstation in Berlin Neukölln

Messung der Luftbelastung


Die Luftqualität in Berlin wird an 16 Stationen des Berliner Luftgütemessnetzes durch kontinuierliche Messungen von Stickstoffdioxid, Feinstaub PM10, Ozon , Benzol, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid überwacht.

An bis zu vier Messstellen werden in der Feinstaubfraktion zusätzlich Ruß, Feinstaub PM2,5, Benzo(a)pyren und Schwermetalle bestimmt.



Bewertung der Luftqualität

Die Bewertung der Qualität der Berliner Luft orientiert sich an Grenz- und Zielwerten aus Verordnungen und Verwaltungsvorschriften zum Bundesimmissionsschutzgesetz und aus Richtlinien der Europäischen Union.


Die Tabelle enthält eine zusammenfassende Beurteilung der Luftqualität in Berlin. Basis sind die EU-Grenzwerte.

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Schadstoff Wichtigste Quellen der Belastung Situation in Berlin Handlungsbedarf
Stickstoffdioxid Verkehr, Wohnungsheizung, Industrie & Kraftwerke Ernstes Problem:
Überschreitungen des EU-Grenzwertes 2010 an allen Verkehrsmessstellen
Zusätzliche Maßnahmen in Berlin und EU-weit notwendig, hauptsächlich im Verkehrssektor
Feinstaub
(PM10)
Straßenverkehr (Diesel, Reifen und Bremsabrieb) private Haushalte (incl. Wohnungsheizung), importierter Sekundärstaub, Industrie, Baugewerbe, biologisches Material (z.B. Pollen), Aufwirbelung Schwindendes Problem:
Weiterhin Überschreitung des 24h-Grenzwertes an Verkehrsmessstellen in Jahren mit ungünstigen Wetterbedingungen
Weiterhin zusätzliche Maßnahmen in mehreren Sektoren in Berlin und national/EU-weit erforderlich um die großräumige Feinstaubbelastung und das Risiko für Grenzwertüberschreitung zu reduzieren
Feinstaub
(PM2,5)
Straßenverkehr (Diesel, Reifen und Bremsabrieb), private Haushalte (incl. Wohnungsheizung), importierter Sekundärstaub, Industrie, Baugewerbe, biologisches Material (z.B. Pollen) Schwindendes Problem:
Der ab 2020 gültige Grenzwert von 20 µg/m³ im Jahresmittel wird noch überschritten
Weiterhin zusätzliche Maßnahmen in Berlin und national/EU-weit erforderlich, um die großräumige Belastung zu reduzieren und um den Grenzwerte 2020 sicher einhalten zu können.
Ozon
(O3)
Ozon wird nicht emittiert sondern aus Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen gebildet: Quellen dafür sind: Verkehr, Kraftwerke, Industrie, private Haushalte; Gut ein Drittel der Ozonkonzentration ist natürlichen Ursprungs; nur ein sehr geringer Teil der Belastung ist lokal bedingt Schwindendes Problem:
Einhaltung der Zielwerte, aber noch Überschreitung der Langfristziele
Zusätzliche Maßnahmen national und EU-weit erforderlich
Benzo(a)pyren (BaP) unvollständige Verbrennungsprozesse, z. B. Kohle- und Holzheizungen, Automotoren Schwindendes Problem:
Seit 2011 Einhaltung des Zielwertes aber noch Gefahr der Überschreitung in Jahren mit ungünstigen Wetterbedingungen
Konzentrationsminderung möglich durch Einsatz von Filtern für Kamine, Kohle- und Holzöfen. Aufklärungsarbeit über richtiges Heizen mit Holz erforderlich.
Benzol Verkehr (Benzinmotoren) Kein Problem mehr -
Kohlenmonoxid Verkehr, Ofenheizungen Kein Problem mehr -
Schwefeldioxid Importiertes Schwefeldioxid, Wohnungsheizungen, Kraftwerke, Industrie, inzwischen auch der Verkehr (Dieselmotoren) Kein Problem mehr -
Schwermetalle
As, Cd, Ni, Pb, Hg
Industrie & Kraftwerke, Müllverbrennung, Wohnungsheizung Kein Problem -


Bestimmung der Schadtstoffquellen


Messen alleine reicht aber nicht aus, um die Berliner Luft sauberer zu machen. Letztlich kommt es darauf an, den Schadstoffausstoß aus Verkehr, Industrieanlagen, Kraftwerken und aus privaten Haushalten zu vermindern.

Dazu werden Daten über die Menge der ausgestoßenen Schadstoffe gesammelt, was zusammen mit den Messdaten der Schadstoffe in der Luft eine wichtige Grundlage für die Suche nach den Ursachen der Luftbelastung darstellt.

An Orten, wo keine Messung durchgeführt werden kann, wird die Luftqualität anhand von Rechenmodellen (Umweltatlas Berlin) beurteilt.


Bedarfsermittlung notwendiger Maßnahmen

Um den Bedarf zusätzlicher Maßnahmen zur Minderung der Schadstoffemissionen beurteilen zu können, wird ca. alle fünf Jahre ein Luftreinhalteplan erstellt, der die Entwicklung der Belastung durch Feinstaub und Stickoxide ohne und mit zusätzlichen Maßnahmen abschätzt. Informationen zur Luftreinhalteplanung finden sich hier.