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Großer Tiergarten - Natur

Altbäume


Alteiche aus dem Vorkriegsbestand (an der Bellevueallee), 2014; Foto: Thomas LeBas / minigram
Alteiche aus dem Vorkriegsbestand (an der Bellevueallee), 2014   Foto: Thomas LeBas / minigram

Aus der Zeit vor 1945 ist nur ein stark dezimierter Baumbestand von 290 sogenannten Altbäumen erhalten geblieben. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden viele Gehölzbereiche in den Kampfhandlungen um die „Reichshauptstadt” zerstört. Der weitaus größere Gehölzverlust entstand jedoch in der direkten Nachkriegszeit. Ein Großteil des ursprünglichen Baumbestands wurde zur Nutzung als Feuerholz in den kalten Wintern durch die Berliner und Berlinerinnen gefällt. In den ersten Nachkriegsjahren wurden die großen baumlosen Flächen des Parks zur Selbstversorgung landwirtschaftlich genutzt. Bereits Ende der 1940er Jahre konnte dank Baumspenden anderer deutscher Städte mit der Aufforstung begonnen werden.

Nach Kriegsende gab es nur noch etwa 700 Bäume im Park. Bei einer Untersuchung im Jahr 1988 wurden noch 367 Altbäume gezählt. Vermutlich war ein Großteil der Bäume durch Kriegsschäden geschwächt. Der Rückgang während der letzten Jahrzehnte ist vor allem auf notwendige Fällungen aufgrund der Verkehrssicherungspflicht zurückzuführen.

Besonders sehenswerte Parkbereiche mit Altbäumen sind auf der Übersichtskarte verzeichnet. Nicht nur aufgrund ihrer historischen, sondern auch wegen ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung als Lebensraum sollen Altbäume möglichst lange erhalten werden. Einige einzeln stehende Exemplare fallen durch ihren imposanten Habitus besonders auf. Dazu zählen eine Sommerlinde am Nordufer des Neuen Sees, die aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also der Zeit der Lenné’schen Umgestaltung, stammen soll sowie eine Traubeneiche am südlichen Abschnitt der Fasanerieallee, die mit ihrem Stammumfang von mehr als 3,80 Metern zu den ältesten erhaltenen Eichen im Großen Tiergarten gehört.