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Straßen und Brücken für Berlin

Erneuerung der A 114 - Lärmschutz


Die Belange des Lärmschutzes finden bei der Planung der Erneuerung der Bundesautobahn A 114 Beachtung.

Lärmvorsorge

Im Rahmen einer Schalltechnischen Untersuchung zur Lärmvorsorge war zu klären, ob das Bauvorhaben im Geltungsbereich der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung liegt und damit ein Erfordernis für Maßnahmen der Lärmvorsorge ausgelöst wird.
Nach dem Ergebnis dieses Gutachtens sind die Kriterien der wesentlichen Änderung gemäß 16. BImSchV nicht erfüllt – es werden keine Maßnahmen der Lärmvorsorge ausgelöst.
Somit ergeben sich unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien aus der Baumaßnahme "Erneuerung der A 114" keine verpflichtenden Lärmvorsorgemaßnahmen für den Vorhabenträger. Der Vorhabenträger hat somit keine Handhabe, Lärmschutzmaßnahmen aus Vorsorgegründen anzuordnen.

Lärmsanierung

Die Lärmsanierung an bestehenden Bundesfernstraßen wird als freiwillige Leistung des Bundes auf Grundlage eines entsprechenden Gutachtens unter Einbeziehung wirtschaftlicher Betrachtungen in Einzelprüfung nach haushalterischen Gegebenheiten gewährt und erfolgt nach Dringlichkeit.

Ein entsprechendes Gutachten Lärmsanierung wurde im Jahr 2016 erstellt. Hier wurde geprüft, ob die Auslösewerte für die Lärmsanierung überschritten werden, was in einzelnen Abschnitten der Fall ist.
Es wurden daraufhin aktive Lärmschutzmaßnahmen bzw. deren Kosten unter Beachtung der Grenzwerte von Lärmsanierungsmaßnahmen und der Angemessenheit des Verhältnisses zu den beabsichtigen Schutzwirkungen beurteilt.

Das Gutachten aus 2016 kam damals zu dem Ergebnis dass ein Maßnahmepaket aus:
  • Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 km/h
  • Verwendung eines lärmoptimierten Fahrbahnbelags
  • Gewährung von Zuschüssen für Schallschutzfenster (passiver Lärmschutz) an ausgewählten Gebäuden (Grenzüberschreitungen)
das geeignete Mittel der Wahl sei.

Unter Beachtung aktueller Gegebenheiten ist dieses Maßnahmepaket jedoch noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Eine Geschwindkeitsreduzierung auf 80 km/h aus Lärmsanierungsgründen kann leider nicht bestandssicher angeordnet werden. Aus diesem Grund wird das Gutachten Lärmsanierung derzeit auf Grundlage aktueller Randbedingungen überarbeitet. Im Anschluss werden die notwendigen Abstimmungen mit dem Bund geführt. Über den Fortschritt dieses Vorgangs werden wir Sie zu gegebenem Zeitpunkt auf dieser Internetpräsenz informieren. (voraussichtlich Feb. 2020)

Mögliche weitergehende Lärmsanierungsmaßnahmen (z.Bsp. Lärmschutzwände) werden losgelöst von dem Erneuerungsvorhaben A114 gesondert umgesetzt. (separate Finanzierung/ Betreuung). Eine etwaiige Nachrüstung von Lärmschtzwandelementen ist auch im Anschluß der Baumaßnahme Erneuerung der A114 möglich.

Allgemeine Informationen zu den Themen Lärmschutz und Lärmvorsorge finden Sie in zwei Publikationen des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg, die wir Ihnen hier als PDF zur Verfügung stellen dürfen:

Faltblatt "Lärmschutz im Straßenverkehr. Bürgerinformation zu Lärmschutzmaßnahmen an Bundesfernstraßen und Landesstraßen" (pdf; 900 KB)
Auszug aus der Publikation "Hinweise zur Aufstellung und Prüfung von immissions­technischen Untersuchungen (HiU). 3. Fortschreibung 07/2016" (pdf; 178 KB)      Erläuternder Hinweis zum Dokument: IGW = Immissionsgrenzwert