Erneuerung der Krausenstraße zwischen Friedrichstraße und Axel-Springer-Straße

Krausenstraße: Blickrichtung Ost, Mai 2026

Ausführungsphase

Die Krausenstraße wird im Abschnitt zwischen der Friedrichstraße und der Axel-Springer-Straße auf einer Länge von ca. 700 Metern grundhaft erneuert. Die Baumaßnahme befindet sich im zentralen Bereich der Friedrichstadt im Bezirk Berlin Mitte. Die unterschiedlichen Entwicklungen in der Friedrichstadt und die teilweise immer noch erheblichen Instandhaltungsdefizite vieler Straßen führten zur Erstellung eines allgemeinen, als Richtschnur geltenden Regelwerkes zur Straßenraumgestaltung „Friedrichstadt, Dorotheenstadt und Friedrichswerder“. Der Neubau der Krausenstraße erfordert dem entsprechend eine Friedrichstadt-konforme Gestaltung des Straßenquerschnitts unter Berücksichtigung der Mobilitätswende und des Klimawandels.

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Das Vorhaben

Der Straßenquerschnitt wird neu aufgeteilt und die zukünftige Asphaltfahrbahn wird eine Breite von 5,50 Metern und die Gehwege von rund 6,00 Metern erhalten. Durch Reduzierung der Fahrbahnbreite gegenüber dem heutigen Zustand werden die Möglichkeiten der Querung für Fußgänger durch kürzere Wege verbessert. Parallel zur Fahrbahn entstehen beidseitig Parkbuchten aus Großsteinpflaster mit einer Breite von jeweils 2,25 Metern.

Die bereits vorhandenen personenbezogenen Schwerbehindertenstellplätze bleiben erhalten und werden noch um weitere ergänzt. Zudem sind Ladesäulen für Elektrofahrzeuge geplant.

Mit dem grundhaften Straßenumbau werden zahlreiche Leitungen der Versorger neu- bzw. umverlegt.

Auf Grund der Neuaufteilung der Verkehrsflächen mussten 8 Straßenbäume vor Beginn der Baumaßnahme im Februar 2024 gefällt werden. Die restlichen Straßenbäume werden in die Neuplanung integriert und die Baumscheiben vergrößert. Im Zuge des Bauvorhabens werden 24 neue Bäume zusätzlich gepflanzt, um die Aufenthaltsqualität in der Krausenstraße zu erhöhen.

Für die Endhaltestelle der BVG Buslinien im Abschnitt zwischen Friedrichstraße und Charlottenstraße, wird der südliche Parkstreifen auf 2,55 Meter verbreitert. Damit wird verhindert, dass wartende Busse in diesem Abschnitt in die 6 m breite Fahrbahn hineinragen. Auf diese Weise werden Behinderungen durch wartende Busse weitestgehend minimiert.

  • Flyer zur Erneuerung der Krausenstraße

    zwischen Friedrichstraße und Axel-Springer-Straße

    PDF-Dokument (2.9 MB)

Zukünftiger Regelquerschnitt Krausenstraße (vereinfacht)

  • Zukünftiger Regelquerschnitt Krausenstraße (vereinfacht)

    PDF-Dokument (954.4 kB)

Der Bau

Voraussichtliche Bauzeit: Juni 2024 bis Dezember 2027

Für die Baudurchführung wird die Gesamtmaßnahme in Abhängigkeit von Funktionalität und Verkehrsführung in 3 Abschnitte unterteilt, welche zeitversetzt ausgeführt werden. So können die verkehrlichen Auswirkungen auf die angrenzenden Straßen bzw. Knotenpunkte und Einmündungen während der Bauzeit reduziert werden.

  • 1. Bauabschnitt: Axel- Springer- Straße bis Jerusalemer Straße (Süd)
  • 2. Bauabschnitt: Jerusalemer Straße (Süd) bis Charlottenstraße
  • 3. Bauabschnitt: Charlottenstraße bis Friedrichstraße

Durch die Vielzahl der Bauaktivitäten, vor allem der Versorger, ist eine Gesamtbauzeit bis Ende 2027 geplant.

Am 26.06.2024 wurde im ersten Bauabschnitt zwischen Axel-Springer-Straße bis Jerusalemer Straße (Süd) mit den Arbeiten zur Einrichtung der Baustelle und den temporären Maßnahmen zur Verkehrssicherung begonnen, der Baustart erfolgte ab 01.07.2024 mit dem Fräsen der Fahrbahn.

Nach Beendigung des 1. Bauabschnittes zwischen Axel-Springer-Straße und Jerusalemer Str. Süd entstand ein Zeitverzug von ca. 5 Monaten durch die Arbeiten des Leitungsbaus. Grund waren u.a. vorgefundene zu flach verlegte Leitungen u.a. von Stromnetz und diversen Telekommunikationsdienstleistern, welche aufwendig tiefer gelegt werden mussten. Zusätzlich zur ursprünglichen Planung war es erforderlich, ein großes Schachtbauwerk der Berliner Wasserbetriebe abzubrechen und neu zu bauen. Auch mussten Leitungen aufwendig umverlegt werden, da die Trasse der Fernwärme, welche im gesamten Bauvorhaben vorhanden ist, nicht in der geplanten Tiefenlage vorgefunden wurde.

Zur Reduzierung des Zeitverzuges wurde der 2. Bauabschnitt bis zur Charlottenstraße erweitert. Der Baubeginn der Arbeiten erfolgte im November 2025.

Derzeit werden nachfolgende Arbeiten im 2. Bauabschnitt zwischen Jerusalemer Straße Süd und Charlottenstraße ausgeführt:

  • umfangreichen Neuverlegungen der Trinkwasserleitung und der Mischwasserkanäle der Berliner Wasserbetriebe
  • Neulegungs- und Verschaltungsarbeiten der Stromnetz Berlin und sukzessive Versetzung der Beleuchtungsmaste
  • Arbeiten diverser Telekommunikationsunternehmen
  • umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Fernwärmetrasse durch die BEW
  • Pflasterarbeiten im nördlichen Gehweg

Folgende weiterführende Arbeiten sollen im 2. Bauabschnitt bis Ende IV. Quartal 2026 ausgeführt und abgeschlossen werden:

  • Fertigstellung des umfangreichen Leitungsbaus
  • Fertigstellung der Pflasterarbeiten im nördlichen und südlichen Gehweg
  • Einbau der Asphaltschichten
  • Einbau der Aufpflasterung in der Fahrbahn zur Verkehrsberuhigung
  • Versetzen der restlichen Beleuchtungsmaste
  • Baum- und Gehölzpflanzung im Spätherbst 2026

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme (Straßenbau, Baumpflanzungen, Straßenausstattung und Straßenbeleuchtung) belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro. Hinzukommen die Kosten für den Aus-, Um- und Neubau der Ver- und Entsorgungsanlagen.

  • Ansicht in Richtung West, 1. Bauabschnitt

    Ansicht in Richtung West, 1. Bauabschnitt, Mai 2026

  • Blickrichtung Ost zur Axel-Springer-Straße Mai 2026

    Blickrichtung Ost zur Axel-Springer-Straße Mai 2026

  • Ansicht nach Kabel-Leitungsbau, Mai 2026

    Ansicht nach Kabel-Leitungsbau, Mai 2026

  • Asphalteinbau, 1. Bauabschnitt, Oktober 2025

    Asphalteinbau, 1. Bauabschnitt, Oktober 2025

  • Kabeleinbau in Höhe Jerusalemer Straße, Juni 2025

    Kabeleinbau in Höhe Jerusalemer Straße, Juni 2025

  • Bauabschnitt 1, Juli 2024

    Bauabschnitt 1, Juli 2024

  • Bauabschnitt 1, Juli 2024

    Bauabschnitt 1, Juli 2024

  • Bauabschnitt 1, Juli 2024

    Bauabschnitt 1, Juli 2024

Verkehrsführung

In den jeweiligen Bauabschnitten entfallen während der Bauarbeiten die Parkmöglichkeiten für Pkw. Während der Sperrung der einzelnen Bauabschnitte ist die Durchfahrt für den Fahrzeugverkehr nicht möglich. Als Umleitungsmöglichkeiten können die parallel verlaufende Leipziger Straße sowie die Schützenstraße genutzt werden.

Die Aufrechterhaltung des Fußgängerverkehrs, die Zugänglichkeit zu den Grundstücken, die Möglichkeit der Belieferung und Entsorgung, sowie die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen wird während der Bauzeit gewährleistet.

Zahlen und Daten

Historischer Abriss

Die Krausenstraße entstand als Teil der barocken Stadterweiterung der Friedrichstadt ab 1688 und unterlag einem ständigen Wandel durch Kriegszerstörung, Nachkriegsentwicklung und fragmentarischen/abschnittsweisen Planungen durch angrenzende Hochbebauungen.

Nach den flächendeckenden Zerstörungen der Kriegsjahre hatte sich der Wiederaufbau am Leitbild der autogerechten Stadt orientiert. Die unterschiedlichen Entwicklungen in der Friedrichstadt und die teilweise immer noch erheblichen Instandhaltungsdefizite vieler Straßen führten 1995 zur Erstellung eines allgemeinen Regelwerkes zur Straßenraumgestaltung „Friedrichstadt, Dorotheenstadt und Friedrichswerder“ als Richtschnur für künftige Straßenbaumaßnahmen mit allgemeinen Gestaltungsregeln in einem größeren Gebiet der östlichen Innenstadt. 2016 erfolgte eine Überarbeitung des Regelwerks und eine Erweiterung auch auf Straßen südlich der Leipziger Straße und damit auch auf die Krausenstraße. Die Krausenstraße gehört bis heute zu den Bereichen mit besonderem Handlungsbedarf im Geltungsbereich des Regelwerks.

  • Regelwerk Straßen­raum­gestaltung Friedrichstadt, Dorotheenstadt und Friedrichswerder

    PDF-Dokument (17.8 MB) - Stand: 2016

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Tiefbau