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Elinor-Ostrom-Schule

Inspektion eine Solaranlage auf einem Schuldach

Berufsoberschule in Pankow

Das Oberstufenzentrum in Pankow ist nach der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom benannt, die im Bereich der Umweltökonomie nach Ansätzen für eine nachhaltige Interaktion zwischen Mensch und Umwelt forschte.

Maßnahmen zum Klimaschutz an Elinor-Ostrom-Schule

Schülerfirma Solar Systems

Besonderes Highlight in Sachen Klimaschutz an der Elinor-Ostrom-Schule ist die Schülerfirma „Solar Systems“. Die Juniorfirma managt Solaranlagen an Schulen und einen entsprechenden Solarfonds. Bereits 2008 wurde die Firma aus einem Wahlpflichtfach heraus gegründet. Ziel ist die Erwirtschaftung von Gewinnen durch den Aufbau von Solaranlagen auf Schuldächern. Die Erträge der Photovoltaikanlagen werden eingespeist und vergütet. Die Gewinne werden entweder ausgeschüttet oder gleich neu investiert. Bereits nach kurzer Zeit hielt Solar Systems Anteile an vier verschiedenen Solaranlagen in Berlin. Die Schülerinnen und Schüler lernen im Rahmen der Firmenführung nicht nur, dass sich erneuerbare Energien auch ökonomisch lohnen können, sondern wenden ganz nebenbei die erlernten Inhalte ihrer kaufmännischen Ausbildung an. So werden etwa Finanzbuchhaltung und Abrechnung ebenso von den Schülerinnen und Schülern absolviert wie das Marketing und die Erschließung und Unterstützung neuer Projekte.

Fokus Nachhaltigkeit im Unterricht

Als Ausbildungsstätte zukünftiger Buchhalterinnen und Buchhalter ist sich das Pankower Oberstufenzentrum seiner Rolle als Multiplikator bewusst. In den unterschiedlichen Bildungsgängen stellen die Lehrkräfte nach Möglichkeit einen Bezug zwischen Unterrichtsstoff und Klimaschutz und Nachhaltigkeit her. Die Verbindung des Kaufmännischen mit dem Umweltschutzgedanken schafft gute Voraussetzungen für eine zukünftige nachhaltige Wirtschaft. Einige Jahre lang hatten die Auszubildenden am Oberstufenzentrum die Möglichkeit, eine Nachhaltigkeitsqualifikation zu absolvieren. Auch wenn das Projekt im Jahr 2015 von einem globalisierten Ansatz ersetzt wurde, spielt das nachhaltige Wirtschaften noch heute eine Rolle in den integrativen Unterrichtseinheiten der Schule. Auch einfache, aber wirkungsvolle Alltagsgesten werden in der Elinor-Ostrom-Schule umgesetzt – etwa in der Abfalltrennung.

Projekt Hertzschlag für Klimabildung an Schulen

Im Rahmen eines Workshops waren die Auszubildenden der Elinor-Ostrom-Schule an der Entwicklung des Energie-Spiels „Hertzschlag“ beteiligt. Das Brettspiel wurde von dem Stromnetz Berlin und Karma Games ins Leben gerufen und kann von Schulen kostenlos bestellt werden. Dazu erhalten Lehrkräfte Informationsbroschüren und Arbeitsblätter. Hertzschlag ermutigt Kinder und Jugendliche dazu, sich spielerisch mit dem Thema der Energiewende auseinander zu setzen. Das Spiel spiegelt die diversen externen Einflüsse auf das Stromnetz wider – etwa das Wetter und Betriebsstörungen.

Solaranlage auf dem Schulgebäude

Startpunkt der Juniorfirma war die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Oberstufenzentrums. Die Anlage wurde im Jahr 2007 aufgebaut. Sie gehört allerdings nicht der Schule selbst, sondern der Mandel Solar KG. Die gewonnene Energie wird in das Stromnetz gespeist und entsprechend veräußert.

Maßnahmen im Überblick

Steckbrief: Über die Elinor-Ostrom-Schule

Rund 960 Schülerinnen und Schüler werden an der Elinor-Ostrom-Schule von 100 Lehrkräften, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern unterrichtet und betreut. Die Berufsoberschule verfügt mittlerweile über drei Standorte in Prenzlauer Berg.

Schulphilosophie

Das Leitbild der Elinor-Ostrom-Schule folgt drei grundsätzlichen Schwerpunkten: Verantwortung, Wertschätzung und Zukunft. Ziel der Lehre am Oberstufenzentrum ist es, den anvertrauten Jugendlichen die Prinzipien der Solidarität, Professionalität und des Umweltbewusstseins mit auf den Weg in ihre berufliche Zukunft zu geben.

Auszeichnungen

  • Umweltschule in Europa 2004, 2009 und 2013
  • Berliner Umweltpreis 2011

Kartenansicht: Elinor-Ostrom-Schule (Hauptstandort)

Kinder lernen zum Thema Energie

Handlungsfelder

Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Handlungsfelder