Überwältigende Bürger-Resonanz zum Fahrradbügel-Programm

19.04.2018

Fahrradstellplätze
Bild: eldadcarin - Fotolia.com

Geeignete Standorte für zusätzliche Fahrradbügel und Doppelstockparker wurden gesucht

Bezirke können weiterhin Förderbedarf für Fahrradstellplätze anmelden

Der Aufruf war kurz, das Ergebnis beachtlich: Mit Presseerklärung vom 29.01.2018 bat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Berliner Bürgerinnen und Bürger darum, Vorschläge einzureichen, an welchen Orten neue bzw. zusätzliche Fahrradabstellanlagen auf öffentlichen Flächen eingerichtet werden sollten.

Bis zum 28.02.2018 gingen bereits 1.055 Vorschläge bei der Senatsverwaltung ein. Favorisierte Standorte sind Haltestellen von S- und U-Bahn, Regionalbahn, Bus und Tram sowie Einzelhandelseinrichtungen, Schulen, Jugend- und Freizeiteinrichtungen.

Die Senatsverwaltung dankt allen Bürgerinnen und Bürger herzlich für ihre Teilnahme und freut sich über die überwältigende Resonanz. Die vielen Vorschläge zeigen, dass das Interesse am Radverkehr und an einer ausreichend großen Anzahl von Fahrradabstellanlagen besonders groß ist.

Doch wie geht es nun weiter?

Die Bezirke und die Senatsverwaltung prüfen die vielen eingereichten Vorschläge derzeit auf ihre Realisierbarkeit. Für die tatsächlich umsetzbaren Vorschläge stellt der Senat den Bezirken die notwendigen Gelder zur Verfügung. Die meisten Vorschläge sind jedoch nicht kurzfristig zu realisieren, sondern müssen im Detail geprüft und geplant werden. Eine Fahrradabstellanlage ist nur vermeintlich eine „kleine“ Baumaßnahme. Denn Fahrradabstellanlagen sollen nicht nur aus Sicht der Radfahrenden am richtigen Ort stehen, auch zu Fuß Gehende wollen auf ihren Wegen nicht Slalom um Fahrradständer laufen, Flucht- und Rettungswege müssen freigehalten, Grünanlagen und Bäume weiterhin gepflegt werden können. Die stadtplanerische Gestaltung von öffentlichen Flächen ist ebenfalls zu beachten. Es sind also verschiedene Interessen und gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen und sorgfältig abzuwägen.

Die Senatsverwaltung bittet daher um Geduld, wenn nicht jeder Vorschlag zeitnah umgesetzt werden kann. Eine gute Infrastruktur für den Berliner Radverkehr zu schaffen, benötigt neben stetigem Engagement auch seine Zeit.