Auftaktveranstaltung, 26.4.2022

Auftaktveranstaltung KBR, Auditorium

Der erste Berliner Klimabürger:innenrat ist gestartet!

Am Dienstagabend war es soweit: 100 Berlinerinnen und Berliner, zufällig ausgelost, wurden im Berliner Umweltforum von Senatorin Bettina Jarasch zum ersten Berliner Klimabürger:innenrat begrüßt. Moderiert von Christiane Dienel und Hussein Assad vom nexus Institut, erfuhren die Mitglieder mehr zum Prozess und lernten sich untereinander kennen.

Zum Auftakttreffen sagte Senatorin Bettina Jarasch: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen in Berlin bis spätestens 2045 Klimaneutralität erreichen. Die dafür notwendigen Maßnahmen betreffen den Alltag sehr vieler Menschen, ob beim Wohnen, bei der Mobilität, beim Umgang mit Energie – daher gilt es, solche Maßnahmen auch direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Ich bin sehr gespannt auf die Debatten im Klimabürger:innenrat, auf die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden und auf ihre Empfehlungen für die Politik.“

Rückblick zur Auftaktsitzung

Auftaktveranstaltung KBR, Auditorium

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Bettina Jarasch eröffnet Klimabürger:innenrat

Am 26. April ist der erster Berliner Klimabürger:innenrat gestartet. Bettina Jarasch begrüßte die Mitglieder in ihrem Eingangsstatement:

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen in Berlin bis spätestens 2045 Klimaneutralität erreichen. Die dafür notwendigen Maßnahmen betreffen den Alltag sehr vieler Menschen, ob beim Wohnen, bei der Mobilität, beim Umgang mit Energie – daher gilt es, solche Maßnahmen auch direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Ich bin sehr gespannt auf die Debatten im Klimabürger:innenrat, auf die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden und auf ihre Empfehlungen für die Politik.“

Senatorin Jarasch, Auftakt KBR

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Prof. habil. Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung

Wissenschaft & Klima (Vortrag)

Den ersten inhaltlichen Beitrag gab es von Prof. habil. Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Der Soziologe erklärte die Grundlagen des Klimawandels und der dazugehörigen wissenschaftlichen Forschung:

„Der Klimawandel gehört mittlerweile zu den am besten erforschten Objekten, die wir überhaupt haben. Wir wissen zum Beispiel viel mehr darüber als über schwarze Löcher oder bestimmte Krebsarten – oder über die Motive und nächsten Schritte von Wladimir Putin.“

Dabei ging er auch genauer auf die Auswirkungen des Klimawandels für Berlin ein. Die seien schon jetzt spürbar, machte er deutlich: „Wir haben beispielsweise jetzt schon jedes Jahr 700-1400 Hitzetote in Berlin“. Verkehrstote gäbe es dazu im Vergleich nur ungefähr 60 pro Jahr.

Deshalb sei der Bürger:innenrat nun eine Chance, ins Handeln zu kommen:
„Berlin kann eine Menge tun. Wir haben vieles vor uns, aber wir haben auch schon eine Menge erreicht![…] Wir müssen uns nur weiter anstrengen.“

Dr. Fritz Reusswig, Vortrag KBR

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KBR-Mitglieder:innen

Grüße an die Mitglieder aus der Berliner Zivilgesellschaft

Auch Mitglieder des Klimabürger:innenrats kamen zum Start des Prozesses zu Wort. Sie äußerten ihre Wünsche und Hoffnungen für den Klimarat.

Motivierende Botschaften gab es außerdem aus der Berliner Stadtgesellschaft. Die deutsche Olympiasiegerin Britta Steffen zum Beispiel sagte: „Ich freue mich, dass es jetzt einen zufällig ausgelosten Kreis von Menschen gibt, die den Berliner Bürger:innenrat bilden.“ Reporter Ulli Zelle gab den Teilnehmenden einen Rat mit auf den Weg: „Ich weiß als Reporter, dass man in Berlin auch auf sehr gegensätzliche Meinungen stoßen kann. Halten Sie es aus, denn der Kompromiss ist letztendlich das, worauf man hinaus muss!“

KBR-Mitglieder

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Der Klimabürger:innenrat wird in den kommenden acht Wochen zu den Themenfeldern Mobilität, Energie und Gebäude debattieren. In jedem Themenfeld stehen den Teilnehmenden zwei Themenpat*innen mit langjähriger Expertise zur Verfügung, die den Rat bei der inhaltlichen Vorbereitung der Sitzungen unterstützen. So stellen sie den Teilnehmenden zentrale Maßnahmen zur Erreichung der Berliner Klimaziele und ihre Bedeutung für den Alltag der Menschen in der Stadt vor. Zusätzlich stehen Faktenchecker*innen bereit, die den Teilnehmenden im laufenden Prozess bei Fragen und weiterem Wissensbedarf mit zusätzlicher Recherche helfen können.

Die Themenpat*innen sind:

  • Für den Bereich Energie: Katharina Umpfenbach (Ecologic Institut) und Dr. Arwen Colell (BürgerEnergieBerlin, Stromnetz Berlin, decarboni1ze).
  • Für den Gebäudesektor: Alexandra Langenheld (Agora Energiewende) und Prof. Dipl.-Ing. Eike Roswag-Klinge (TU Berlin).
  • Für das Themenfeld Mobilität: Prof. Dr. Sophia Becker (TU Berlin) und Prof. Dr. Felix Creutzig (Mercator Research Institut, TU Berlin).

Nach der Auftaktsitzung tagen die Teilnehmenden in sechs weiteren digitalen Sitzungen (Termine). Dann werden die Empfehlungen per Mehrheit beschlossen, in einer öffentlichen Abschlusssitzung am 30. Juni 2022 präsentiert und an die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz überreicht.

Den vollständigen Livestream können Sie hier nachträglich anschauen.

Christiane Dienel und Hussein Assad vom nexus Institut

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