Die Luftqualität beeinflusst direkt die Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität der Bevölkerung. Eine zuverlässige Überwachung der Luftschadstoffe ist daher von zentraler Bedeutung. Dabei ist es wichtig, zwischen Emissionen und Immissionen zu unterscheiden:
- Emissionen sind Luftschadstoffe, die direkt aus einer Quelle – wie Verkehr, Industrie oder Hausbrand – in die Atmosphäre abgegeben werden.
- Immissionen hingegen bezeichnen die Konzentrationen dieser Schadstoffe, wie sie an einem bestimmten Ort in der Umgebungsluft auftreten und die Belastung von Mensch und Umwelt darstellen.
Seit den 1970er-Jahren erfolgt in Berlin eine systematische Erfassung und Analyse der Luftqualität. Dabei werden sowohl aktuelle Messwerte als auch langjährige Zeitreihen berücksichtigt, um Trends und Entwicklungen zu erkennen. Die Datenbasis umfasst inzwischen 50 Jahre – wobei sich die Messverfahren im Laufe der Zeit geändert haben. Heute besteht das Messnetz aus automatisch betriebenen Messcontainern und ergänzenden Messungen mittels Passivsammlern und Ruß- und Benzol-Immissionssammlern (RUBIS).