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Rieselfelder

Zusammenfassung

1928 markiert das Rekordjahr der Berliner Rieselfelder: Die Abwasserverrieselungsgebiete erstreckten sich damals auf einer Fläche von 10.000 Hektar. Die insgesamt 20 Rieselfeldbezirke lagen allerdings nicht alle im Stadtgebiet, sondern auch im Berliner Umland. 1992, dem Jahr der letzten Datenerhebung, wurde das Abwasser nur noch in fünf Rieselfeldbezirken auf diese biologische Art gereinigt: Teilflächen der Rieselfeldbezirke Karolinenhöhe, Sputendorf, Großbeeren, Deutsch-Wusterhausen und Wansdorf. Zu dieser Zeit wurde dort insbesondere aufgrund von Teilflächenstillegungen auch eine deutlich geringere Abwassermenge auf die Felder gebracht als noch in den 70er Jahren.

Die Idee bei den Rieselfeldern: Großflächig aufgebracht versickern Abwässer langsam. Nähr- und Schadstoffe verbleiben in den oberen Bodenschichten. Vegetation und Gesteinsschichten wirken als natürliche Filter. Das gefilterte Wasser sickert in Grundwasserbereiche und wird so dem Kreislauf zurückgeführt.

Mit dem Bau von Klärwerken reduzierte sich die Fläche der Rieselfelder deutlich: 1992 diente nur noch etwa 1.250 Hektar Land als Rieselfeld. Ehemalige Flächen wurden zum Beispiel für die Landwirtschaft oder als Naherholungsgebiete genutzt – so zum Beispiel auf der Karolinenhöhe: Teile der ehemaligen Nutzflächen sind heute ein Landschaftsschutzgebiet.

Mehr zu der Geschichte der Berliner Rieselfelder lesen Sie auf den folgenden Seiten. Auf einer Karte finden Sie die Gebiete und ihre Nutzung verbildlicht vor.