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Geologische Karte 1 : 25.000 (Historische GK25)

Zusammenfassung

Die erste geologische Gesamtaufnahme des Landes Brandenburg ist in den Jahren 1874 bis 1939 entstanden. Die Fläche des heutigen Berliner Stadtgebiets ist ebenfalls darin abgebildet – die Kartierungen fanden zwischen 1875 und 1883 statt. Für die Sammlung der geologischen Informationen war die Preußische Geologische Landesanstalt verantwortlich.

Auf den ersten Blick erscheinen die Daten veraltet. Doch einige Informationen sind aktueller denn je. Dies hat zwei Gründe: Die Karten wurden im Maßstab von 1 : 25.000 aufgenommen. Die deutlich jüngere Geologische Skizze liefert hingegen nur Informationen im Maßstab von 1 : 50.000 – die historische Karte geht also viel stärker ins Detail. Und: Die historische geologische Karte Berlins liefert Auskunft über die ursprünglichen Strukturen des Untergrundes. Im Zuge der Stadtentwicklung sind über die Jahre zum Beispiel Pfuhle und Feuchtgebiete zugeschüttet oder ausgeräumt worden. Wo sich diese Gebiete befanden, ist für Projekte zur Entsiegelung oder Renaturierung einzelner Flächen sehr interessant. Die Kenntnisse können dabei unterstützen, Moore wieder zu vernässen, Pfuhle wiederherzustellen oder von Grundwasser beeinflusste Böden und Biotope in den ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Vor diesem Hintergrund wurden die Daten dieser historischen Unterlage zwischen 2009 und 2013 digitalisiert. Daraus entstand die im Umweltatlas vorliegende Karte. Nicht nur die Daten sind historisch einzuordnen, auch die Bezeichnungen für einige Gesteinsarten, die hier teilweise zusammengefasst werden mussten, um die Übersichtlichkeit der Karte zu gewährleisten.