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Gebäudealter der Wohnbebauung 2016

Zusammenfassung

Durch die Bildung von „Groß-Berlin“ 1920 wuchs die Stadt nicht nur schlagartig von 1,9 Millionen auf 3,8 Millionen Einwohner, auch die Wohnungsbautätigkeit nahm in den folgenden Jahren bis 1940 zu. In dieser Zeit entstanden auch zum UNESCO-Welterbe gehörenden Siedlungsformen wie etwa die Siemensstadt. Der Zeitraum von 1921 bis 1940 hebt sich damit etwas von anderen Dekaden ab, in denen weniger Wohngebäude in der Stadt entstanden. Dies trifft ebenfalls auf den Zeitraum 1981 bis 2000 zu. In dieser Zeit verlagerte sich der Wohnungsneubau vor allem im Ostteil in Richtung Stadtrand, dort entstanden die Großwohnsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf. Nach 1990 setzte sich die Bebauung im Ostteil zum Beispiel in Karow oder Blankenburg mit Wohnraum fort.

Hier stellen wir Ihnen eine Karte zur Verfügung, die einen räumlichen und quantitativen Überblick über den Wohnungsbau bis zurück zum Anfang des 19. Jahrhunderts gibt. Die Karte beschränkt sich nur auf Wohnungen, weil es für Berlin keine flächendeckenden und umfassenden Daten über das Alter aller Gebäudearten gibt.

Die zentrale Datengrundlage bilden die Ergebnisse der EU-weiten ZENSUS-Erfassung. Das ist eine alle zehn Jahre erfolgende statistische Erhebung, die 2011 gestartet wurde und auch eine Gebäude- und Wohnungszählung inklusive der Erfassung des Baualters beinhaltet. Nach ZENSUS wurden auch alle Gebäude mit einem Wohnraumanteil, das heißt, auch Gebäude mit einem überwiegenden Anteil an Läden und Büros, erfasst. Die Erfassungskriterien sind sehr ausdifferenziert, so dass zum Beispiel auch dauerhaft bewohnte Wohnschiffe und Gartenlauben Teil des Gesamtbestandes sind.