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Solaranlagen 2025

Abb. 5: Stromeinspeisung der Photovoltaikanlagen auf der Ebene der Bezirke Berlins (Erfassungsstand 01.07.2025), Datenquelle: Energieatlas Berlin, basierend auf Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur.

Im Vergleich der Berliner Bezirke verzeichnete Marzahn- Hellersdorf im Jahr 2025 den größten Zubau, mit insgesamt etwa 12,8 MWp neu installierte Leistung kurz vor Treptow-Köpenick mit 12,6 MWp Zubau. Auf Platz drei folgt Spandau mit 11,9 MWp. Marzahn-Hellersdorf ist wie im letzten Jahr Spitzenreiter in Bezug auf die insgesamt höchste installierte Leistung sowie die höchste Ausschöpfung des lokalen Potenzials.

Eine Verschneidung der Daten des Marktstammdatenregisters mit der Denkmalkarte Berlins ermöglicht eine Abschätzung der PV-Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden in Berlin. Nach den vorliegenden Daten sind bis Ende 2025 ca. 2.200 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 35,5 MWp auf denkmalgeschützten Gebäuden installiert. Die Auswertung basiert auf den Koordinaten der Anlagen im Marktstammdatenregister, die in einigen Fällen nicht exakt den Standort der Anlage wiedergeben. Einzelne Fehler können daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Anlagen befinden sich etwa 1.250 Steckersolargeräte. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 660 Anlagen (darunter ca. 460 Steckersolargeräte) mit einer Gesamtleistung von etwa 8,0 MWp umgesetzt. Die folgenden Grafiken (Abbildung 6 und 7) zeigen die jährliche Entwicklung der Anzahl und Leistung der Anlagen im Denkmalschutzbereich in den letzten Jahren.

Abb. 6: Entwicklung der Anzahl von PV-Anlagen auf Baudenkmälern in Berlin. Datenquelle: Energieatlas Berlin, basierend auf Daten des Marktstammdatenregister, Stand 09.02.2026 und Denkmalkarte Berlin, Stand 06.11.2025

Abb. 7: Entwicklung der installierten PV-Leistung [kWp] auf Baudenkmälern in Berlin pro Bezirk. Datenquelle: Energieatlas Berlin, basierend auf Daten des Marktstammdatenregister, Stand 09.02.2026 und Denkmalkarte Berlin, Stand 06.11.2025

Die aktuellsten Informationen über Photovoltaikanlagen in Berlin, wie beispielsweise ihre Standorte oder statistische Auswertungen zum Ausbau in den Bezirken, sind im Energieatlas Berlin in Form von Karten und Diagrammen abrufbar: https://energieatlas.berlin.de/.

Das Berliner Förderprogramm SolarPLUS unterstützt innovative Lösungen als auch die Finanzierung der Mehrkosten denkmalgerechter Installationen. Das Landesdenkmalamt Berlin hat einen einen Solarleitfaden veröffentlicht, der aufzeigt, wie Denkmalschutz und Solarenergienutzung in Einklang gebracht werden können.

Eine detaillierte Analyse des Solarausbaus in Berlin wird jährlich im Rahmen des Monitorings zum Masterplan Solarcity in einem gesonderten Bericht veröffentlicht: https://www.berlin.de/solarcity/solarcity-berlin/was-ist-der-masterplan-und-wo-stehen-wir/monitoring/

Karte 08.09.2 Solarthermie (ST)

Da kein zentrales Register existiert, steht derzeit kein umfassender Datensatz zur Anzahl der solarthermischen Anlagen in Berlin zur Verfügung. Im Rahmen des Monitorings des Masterplans Solarcity werden daher unterschiedliche Methoden entwickelt, um die Datenbasis zu verbessern. Auf Grundlage dieser methodischen Ansätze wird die Zahl der Solarthermieanlagen im Jahr 2024 auf etwa 8.900 geschätzt, bei einer gesamten Kollektorfläche von rund 94.300 m².

Die Aggregation auf die Raumbezüge Postleitzahl- und Bezirksebene verdeutlichen, dass die größte Anzahl der Anlagen im Außenbereich der Stadt installiert sind. Auf Bezirksebene ist zu sehen, dass Schwerpunkte in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf (1.224), Treptow-Köpenick (1.155), Marzahn-Hellersdorf (1.133) und Reinickendorf (1.122 ) in vorliegen (vgl. Tab. 6), hierbei handelt es sich vergleichbar zu der Situation im PV-Anlagenbereich um kleinere Objekte auf Ein- und Zweifamilienhäusern in privater Nutzung. Im Innenstadtbereich, in den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg (76 Anlagen), Mitte (104 Anlagen) und Charlottenburg-Wilmersdorf (209 Anlagen) sind dagegen deutlich weniger Anlagen installiert, dafür jedoch auch solche mit großem elektrischen Leistungs- bzw. Wärmegewinnungspotenzial (Kollektorfläche im Mittel 15-37 m²). Diese befinden sich auf Gebäuden mit öffentlicher oder industriell-gewerblicher Nutzung.

Tab. 4: Anzahl der Solarthermie-Anlagen der öffentlichen Hand (Erfassungsstand 18.03.2026) Datenquelle: Energieatlas Berlin. Energieatlas Berlin.

Die aktuellsten Informationen über Solarthermieanlagen in Berlin, wie beispielsweise ihre Standorte oder statistische Auswertungen zum Ausbau in den Bezirken, sind im Energieatlas Berlin in Form von Karten und Diagrammen abrufbar: https://energieatlas.berlin.de/. Eine detaillierte Analyse des Solarausbaus in Berlin wird jährlich im Rahmen des Monitorings zum Masterplan Solarcity in einem gesonderten Bericht veröffentlicht: https://www.berlin.de/solarcity/solarcity-berlin/was-ist-der-masterplan-und-wo-stehen-wir/monitoring/.

Ergebnisse der Potenzialstudie zur Solarthermie

Von den knapp 536.000 untersuchten Gebäuden eignen sich mehr als 464.000 Gebäude für die solare Thermie-Nutzung mit einer Modulfläche von insgesamt 66,2 km².

Karte 08.09.3 Solarpotenzial - Einstrahlung

Die berechneten Werte der globalen Einstrahlung als Jahressummenwerte streuen in Berlin – betrachtet über alle Oberflächen der Stadt – zwischen einem Maximum von etwa 1220 kWh/(m²/a) und einem Minimum um 246 kWh/(m²/a). Die vom Deutschen Wetterdienst DWD angesetzte mittlere Jahressumme für Berlin beträgt 1032 kWh/(m²/a). Sehr niedrige Werte werden auf Dachflächen nur dann ermittelt, wenn Überdeckungen durch Bäume oder Verschattungen aus anderen Gründen vorliegen (vgl. Abb. 8).

Abb. 8: Einfluss von Überdeckungseffekten durch Bäume sowie durch die Dachausrichtung auf die berechneten solaren Einstrahlungswerte von Gebäudedächern

Abb. 8: Einfluss von Überdeckungseffekten durch Bäume sowie durch die Dachausrichtung auf die berechneten solaren Einstrahlungswerte von Gebäudedächern (Werte als mittlere Jahressummen in kWh/(m²/a)). Oben: berechnete Einstrahlungswerte der Oberflächenraster in der Auflösung 0,5 * 0,5 m², schwarz: Gebäudeumringe. Unten: links: Luftbildausschnitt Februar 2021, rechts: Luftbildauschnitt August 2020.
Bilder: Luftbilder: Geoportal Berlin, DOP20RGBI (unten links); TrueDOP20RGB – Sommerbefliegung (unten rechts)

Die höchsten Werte erreichen dagegen unbeschattete bzw. nicht überdeckte und nach südlichen Himmelsrichtungen ausgerichtete geneigte Dachflächen. Offene und unbeschattete vegetationsbedeckte Flächen wie das Tempelhofer Feld erreichen ebenfalls hohe Werte um 1000 kWh/(m²/a). Waldgebiete und baumbestandene Areale dagegen vermindern durch ihre Struktur und Schattenwurf die Einstrahlungswerte beträchtlich bis in den Bereich der niedrigsten Einstrahlungen um 250-300 kWh/(m²/a).

HHier ist eine direkte Beziehung zu stadtklimatischen Effekten zu sehen, wie sie zum Beispiel in den Analysekarten der Klimamodellierung gezeigt werden (vgl. Umweltatlaskarte Klimaanalysekarten: Oberflächentemperatur 2022). Insofern deckt die Karte „Solarpotenzial – Einstrahlung“ (08.09.3) ein breites Anwendungsspektrum ab.

Fachlicher Kontakt

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin
Fr. Schnitker

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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin
Hr. Hartbecke