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Biotoptypen

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Zusammenfassung

Der Bau von Wohnsiedlungen und Gewerbekomplexen geht fast immer mit der Versiegelung von Grünflächen einher. Außerdem wächst Berlin kontinuierlich – was zu mehr Verkehr und einer erhöhten Erholungsnutzung von freien Flächen führt. Die Folge: Biotope verändern sich oder verschwinden ganz. Das bedroht oder verdrängt wiederum Pflanzen und Tiere, die in diesen Gebieten leben. 44 Prozent der Tiere und Pflanzen in Berlin sind laut der Roten Liste gefährdet.

Der Begriff Biotop leitet sich von den griechischen Wörtern bíos (= Leben) und tópos (= Raum) ab. Ein Biotop ist ein Lebensraum, in dem bestimmte Pflanzen und Tiere eine Lebensgemeinschaft bilden. Jedes Biotop hat typische Standort- und Strukturmerkmale. In Berlin sind 19 Biotoptypen gesetzlich geschützt, darunter Moore und Sümpfe, bestimmte Arten von Wiesen und Wäldern, offene Binnendünen, Kies-, Sand- und Mergelgruben sowie Feldhecken.

Zwischen 2001 und 2013 entstand mit der Biotoptypenkarte Berlin erstmals eine flächendeckende Erfassung der Biotope. Eine umfassende Aktualisierung folgte 2024: Sie stützt sich auf aktuelle Luftbilder aus dem Jahr 2023 sowie auf Geländebegehungen, die zwischen 2015 und 2022 durchgeführt wurden. Die Biotoptypenkarte zeigt, wo sich welche Biotope befinden und in welchem Zustand sie sind. Damit ist sie eine wichtige Grundlage für den Naturschutz sowie für Entscheidungen in der Stadt- und Landschaftsplanung in Berlin. Aus den gesammelten Daten wurden außerdem übersichtliche Karten zu besonders geschützten Biotopen und europäischen Lebensraumtypen abgeleitet. Ergänzend finden sich Informationen dazu, wie die Erhebungen durchgeführt wurden.

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Manuel Döllefeld