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Durchschnittliche jährliche Luftschadstoffbelastung: Modelldaten 2024

Datengrundlage

Die Luftqualität in einer Großstadt wie Berlin wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst – vom Wetter über das Verkehrsaufkommen bis hin zur Bebauungsstruktur einzelner Stadtteile. Um belastbare Prognosen zur Entwicklung von Luftschadstoffen zu erstellen, setzt Berlin auf ein datengetriebenes, lernfähiges Modell, das verschiedene Datenquellen miteinander verknüpft. Es liefert nicht nur aktuelle Einschätzungen zur Luftqualität, sondern auch eine Grundlage für politische Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Lebensqualität.

Vielfältige Datenquellen & solide Modellgrundlagen

Das Herzstück des Modells ist die intelligente Verknüpfung verschiedener Datentypen, die gemeinsam ein umfassendes Bild der städtischen Luftschadstoffbedingungen ergeben. Insgesamt fließen drei zentrale Arten von Daten in die Modellberechnung ein:

  • Historische Messdaten: Diese umfassen frühere Werte zu Luftschadstoffen wie Stickstoffdioxid (NO₂) oder Feinstaub (PM₁₀, PM₂,₅), aber auch Wetterverhältnisse sowie Verkehrsdaten. Sie bilden die Grundlage, auf der das Modell Zusammenhänge erkennen und lernen kann.
  • Aktuelle, zeitlich dynamische Daten: Dazu gehören unter anderem momentane Verkehrsdaten oder Wetterinformationen, die in Echtzeit oder mit kurzer Verzögerung verfügbar sind. Sie ermöglichen es, das Modell an die aktuelle Lage anzupassen und kurzfristige Entwicklungen besser vorherzusagen.
  • Räumlich variable Daten: Diese Daten beschreiben, wie die Stadt aufgebaut ist – etwa durch Informationen zur Landnutzung (z. B. Grünflächen, Wohngebiete), zur baulichen Dichte oder zur Verteilung des Straßennetzes. Diese Faktoren wirken sich lokal unterschiedlich auf die Luftqualität aus.

Um all diese Informationen zusammenzuführen, werden verschiedene Datenquellen verwendet, darunter:

  • Das Luftmessnetz BLUME (Berliner Luftgütemessnetz), das präzise Werte zur Luftbelastung an verschiedenen Punkten in der Stadt liefert.
  • Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes.
  • Copernicus CAMS, ein europäisches Programm zur Bereitstellung von atmosphärischen Umweltdaten auf kontinentaler und globaler Ebene.
  • Verkehrsdaten über die Berliner Plattform viz.berlin.de, die detaillierte Informationen zu Verkehrsströmen und Fahrzeugbewegungen liefern.
  • Stadtstrukturdaten, die über den Geodaten-Portal Berlin bezogen werden können und z. B. Bebauung, Straßenzüge oder Flächennutzung umfassen.
  • Sogar Schulferieninformationen fließen ein – denn Ferienzeiten haben erfahrungsgemäß deutlichen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen und somit auch auf die Luftqualität.

Kontakt

Lukas Hartbecke