Die Luftqualität beeinflusst direkt die Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität der Bevölkerung. Eine zuverlässige Überwachung der Luftschadstoffe ist daher von zentraler Bedeutung. Dabei ist es wichtig, zwischen Emissionen und Immissionen zu unterscheiden:
- Emissionen sind Luftschadstoffe, die direkt aus einer Quelle – wie Verkehr, Industrie oder Hausbrand – in die Atmosphäre abgegeben werden.
- Immissionen hingegen bezeichnen die Konzentrationen dieser Schadstoffe, wie sie an einem bestimmten Ort in der Umgebungsluft auftreten und die Belastung von Mensch und Umwelt darstellen.
Das Berliner Luftgütemessnetz (BLUME) erfasst ausschließlich Immissionen und richtet sich dabei nach den Vorgaben der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV). Die gewonnenen Daten dienen der Bewertung der Luftqualität im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen auf EU-, Bundes- und Landesebene.
Seit den 1970er-Jahren erfolgt in Berlin eine systematische Erfassung und Analyse der Luftqualität. Dabei werden sowohl aktuelle Messwerte als auch langjährige Zeitreihen berücksichtigt, um Trends und Entwicklungen zu erkennen. Die Datenbasis umfasst über 45 Jahre – erhoben durch kontinuierlich betriebene automatische Messstationen sowie durch ergänzende Messverfahren wie Passivsammler und die sogenannten Ruß- und Benzol-Immissionssammler (RUBIS).