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Grundwasserneubildung 2022

Kartenbeschreibung

Die Grundwasserneubildungsraten entsprechen in den Gebieten mit unbedecktem Grundwasserleiter den in der Karte 02.13.2 dargestellten Versickerungsraten. In den Gebieten mit bedecktem Grundwasserleiter sind, je nach den Bedingungen und den ermittelten Reduktionsfaktoren, die in der Karte gezeigten Grundwasserneubildungsraten niedriger als die Sickerwasserraten. Im Vergleich zu den Sickerwasserraten tritt in den Gebieten mit bedecktem Grundwasserleiter eine Reduktion um minimal 18 % (Wuhle) und maximal 76 % (Tegeler Fließ) auf; in den meisten Gebieten mit bedecktem Grundwasserleiter ist die Grundwasserneubildungsrate um ca. 40-50 % niedriger als die Sickerwasserrate.

Die Flächenanteile der verschiedenen Sickerwasserraten nach Karte 02.13.2 und der abgeleiteten Grundwasserneubildungsraten (Karte 02.17) sind in der Abbildung 2 dargestellt. Es dominieren die Klassen mit >50-100 mm/a sowie >100-150 mm/a. In der Grundwasserneubildung erfolgt (aufgrund der Reduktion in den bedeckten Gebieten) gegenüber der Sickerwasserrate eine Verschiebung von höheren zu niedrigeren Werten, was vor allem an den Mittelwerten zum Ausdruck kommt. So machen die Flächenanteile der Klasse >50–100 mm bei der Sickerwasserrate 19 % aus, bei der Grundwasserneubildungsrate hingegen 25,8 %. Andererseits sind die Flächenanteile der Klassen mit mehr als 150 mm bei den Sickerwasserraten durchgehend größer als bei den Grundwasserneubildungsraten.

Abb. 2: Flächenanteile von Sickerwasser- und Grundwasserneubildungsraten (ohne Gewässer), Stand 2022

Aus den Grundwasserneubildungsraten lassen sich unter Berücksichtigung der Flächengrößen Gesamtzahlen für die Landesfläche Berlins ableiten. Diese Werte sind in der Tab. 2 den entsprechenden aus der Gesamtabflussbildung und der Sickerwasserbildung berechneten Werten gegenübergestellt.

Tab. 2: Wasserhaushalt und Grundwasserneubildung in Berlin, Stand 2022

Es ist zu beachten, dass die Berechnungen für Sickerwasserraten unter Berücksichtigung der Versiegelung durchgeführt wurden. Dies bedeutet, dass die angegebenen Werte der Grundwasserneubildung einen Mittelwert über versiegelte und unversiegelte Bereiche wiedergeben. Da die Versiegelung und die unterschiedlichen Kanalisierungsgrade den Wasserhaushalt erheblich beeinflussen, sind die angegebenen Werte nicht auf die unversiegelten Bereiche der jeweiligen Flächen übertragbar.

Die Unterschiede zum Jahrgang 2017 auf Ebene der Block(teil)flächen beruhen maßgeblich auf den Ausgangsdaten der Versickerung. Durch die zusätzlichen Datengrundlagen sowie der weiter entwickelten Methode kommt es bei den Versickerungszahlen zu Unterschieden im Vergleich zu 2017. Zudem werden erstmal die Straßenflächen getrennt von den Block(teil)flächen betrachtet. Detaillierte Hinweise zu den Datengrundlagen und der Methode finden sich im Text zum Wasserhaushalt 2022.

Kontakt

Leilah Haag